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Zug schafft spektakuläre Wende gegen Ambri + Davos schlägt den ZSC + Lausanne bremst Bern

27.11.2021, 22:1927.11.2021, 23:32

Ambri – Zug 4:6

Nach genau acht Minuten führte Ambri-Piotta im Heimspiel gegen Titelverteidiger Zug 4:0, dennoch siegten die Gäste in einer wilden Partie 6:4. Letztmals hatten die Zentralschweizer am 7. Dezember 2003 in Kloten nach einem Viertore-Rückstand gewonnen, damals setzten sie sich nach einem 0:4 mit 6:5 durch.

Die Highlights des Spiels im Video.Video: YouTube/MySports

Ambri legte einen Blitzstart hin und führte nach 44 Sekunden 2:0. Beim 1:0 nach 29 Sekunden erwischte Elias Bianchi den Zuger Keeper Luca Hollenstein von hinter der Grundlinie. Nach dem 3:0 von Dominic Zwerger (7.), der erstmals seit dem 2. Oktober und 16 torlosen Partien erfolgreich war, wurde Hollenstein durch Leonardo Genoni ersetzt. 107 Sekunden später war allerdings auch dieser bezwungen, den Treffer erzielte André Heim.

«In der ersten Pause sind wir ruhig geblieben» – Zug-Verteidiger Samuel Kreis erklärt die Wende gegen Ambri.Video: YouTube/MySports

Danach war es aber vorbei mit der Herrlichkeit für die Leventiner - auch wegen Genoni. Ins zweite Drittel starteten die Zuger fulminant. Der auffällige Jan Kovar, verkürzte 14 Sekunden nach der ersten Pause auf 2:4, in der 23. Minute gelang Sven Leuenberger mit seinem ersten Saisontor das 3:4. Im Schlussabschnitt trafen dann auch noch Yannick Zehnder (46.), Fabrice Herzog (48.) und Marco Müller nach 58 Minuten für den EVZ. Das 4:4 und 5:4 fielen innert 75 Sekunden. Zehn verschiedene Spieler zeichneten für die zehn Treffer verantwortlich.

Somit entschieden die Zuger, die schlussendlich verdient drei Punkte holten, auch das dritte Saisonduell gegen Ambri zu ihren Gunsten. Sie haben nun 14 der vergangenen 17 Partien gewonnen. Anders ist die Gefühlslage bei den Nordtessinern, die zum sechsten Mal in den letzten sieben Spielen verloren.

Da schien schon alles entschieden: Dominic Zwerger erzielt das 3:0 für Ambri.
Da schien schon alles entschieden: Dominic Zwerger erzielt das 3:0 für Ambri.Bild: keystone

Ambri-Piotta - Zug 4:6 (4:1, 0:2, 0:3)
6212 Zuschauer. - SR Hebeisen/Vikman (FIN), Obwegeser/Wolf.
Tore: 1. (0:29) Bianchi (Isacco Dotti) 1:0. 1. (0:44) Kneubuehler (Fohrler) 2:0. 7. Zwerger (Regin) 3:0. 8. Heim (Fohrler) 4:0. 16. Bachofner (Hansson) 4:1. 21. (20:14) Kovar (Suri) 4:2. 23. Leuenberger (Klingberg) 4:3. 46. Zehnder 4:4. 48. Herzog 4:5. 58. Müller (Herzog) 4:6.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Pestoni; Martschini.
Ambri-Piotta: Conz (48. Ciaccio); Hietanen, Isacco Dotti; Fohrler, Zaccheo Dotti; Hächler, Fischer; Pezzullo; Grassi, D'Agostini, McMillan; Bürgler, Heim, Kneubuehler; Pestoni, Regin, Zwerger; Trisconi, Kostner, Bianchi; Incir.
Zug: Hollenstein (7. Genoni); Schlumpf, Hansson; Gross, Djoos; Cadonau, Kreis; Wüthrich; Martschini, Kovar, Suri; Klingberg, Leuenberger, Bachofner; Zehnder, Müller, Herzog; Allenspach, Neumann, De Nisco.
Bemerkungen: Zug ohne Lander, Senteler, Simion und Stadler (alle verletzt).

Davos – ZSC Lions 4:1

Der HC Davos überwindet mit einem 4:1-Sieg sein ZSC-Trauma. Zum ersten Mal seit mehr als zweieinhalb Jahren schlagen die Davoser die ZSC Lions. Am 19. März 2019 setzte sich Davos gegen den Zürcher SC mit 6:1 durch. Danach folgten für die Bündner neun Niederlagen hintereinander gegen die Lions.

Die Highlights des Spiels im Video.Video: YouTube/MySports

Diese Serie riss in der Davoser Eissporthalle. Das Team von Christian Wohlwend machte von Anfang an klar, dass es gegen die Stadtzürcher endlich wieder gewinnen will. Die Davoser liefen den Zürchern um die Ohren. Schon nach acht Minuten hätte die Partie entschieden sein können. Aber Enzo Corvi scheiterte mit einem Penalty an Ludovic Waeber, und die Davoser schlugen aus 10:1 Torschüssen kein Kapital.

Waeber parierte die ersten 19 Schüsse auf sein Gehäuse, musste sich danach aber vor der Davoser Dominanz ebenfalls verbeugen. Zu Beginn des zweiten Abschnitts liess Waeber drei von sechs Schüsse(n) auf sein Tor passieren lassen. Eine reelle Abwehrchance hatte Waeber bei diesen ersten drei Davoser Goals indes nicht. Alle fünf Tore in der Partie fielen im zweiten Abschnitt.

Ludovic Waeber erlebte im Tor der Lions einen schwierigen Abend.
Ludovic Waeber erlebte im Tor der Lions einen schwierigen Abend.Bild: keystone

Davos - ZSC Lions 4:1 (0:0, 4:1, 0:0)
4860 Zuschauer. - SR Wiegand/Hürlimann, Altmann/Fuchs. -
Tore: 21. (21:00) Wieser (Bromé) 1:0. 22. (21:42) Backman 1:1. 25. Bromé (Stransky, Nygren/Powerplaytor) 2:1. 28. Stransky (Bromé) 3:1. 35. Chris Egli 4:1.
Strafen: je 3mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Bromé; Malgin.
Davos: Sandro Aeschlimann; Zgraggen, Jung; Nygren, Wellinger; Stoop, Barandun; Wieser, Rasmussen, Bromé; Stransky, Corvi, Ambühl; Schmutz, Chris Egli, Frehner; Simic, Prassl, Knak; Canova.
ZSC Lions: Waeber; Weber, Geering; Noreau, Marti; Guebey, Phil Baltisberger; Trutmann; Chris Baltisberger, Malgin, Andrighetto; Diem, Krüger, Hollenstein; Sopa, Sigrist, Backman; Marc Aeschlimann, Schäppi, Pedretti; Marchand.
Bemerkungen: Davos ohne Dominik Egli, Nussbaumer (beide verletzt) und Heinen (krank), ZSC Lions ohne Bodenmann, Morant, Riedi, Roe (alle verletzt), Azevedo und Quenneville (beide krank).

Lausanne – Bern 3:1

Mit einem 3:1-Heimsieg gegen den SC Bern setzt der Lausanne HC zwei Serien ein Ende: der eigenen Serie von vier Null-Punkte-Niederlagen und der stolzen Serie der Berner, die die letzten vier Spiele jeweils nach 60 Minuten gewonnen haben.

Die Highlights des Spiels im Video.Video: YouTube/MySports

Den Grundstein zu dem für Lausanne so wichtigen Sieg, der nur einen Tag nach dem 2:3 in Bern kam, setzte Benjamin Baumgartner mit dem 1:0 in der 7. Minute. Gegen Ende des zweiten Abschnitts doppelte Cory Emmerton nach. Das 3:0 und das 3:1 fielen in der letzten Minute.

Mit dem Berner Ehrentor verhinderte Thierry Bader nach 59:58 Minuten zwei Novitäten. Lausannes Goalie Luca Boltshauser, durch die Knieverletzung von Tobias Stephan zumindest zeitweilig zur Nummer 1 aufgerückt, fehlten diese zwei Sekunden, um den Waadtländern den ersten Shutout der Saison zu bescheren. Die Berner ihrerseits hätten ohne Baders Tor in ihrem 26. Spiel der Saison erstmals keinen Treffer zustande gebracht.

Benjamin Baumgartner ist mit Lausanne die Revanche gegen Bern geglückt.
Benjamin Baumgartner ist mit Lausanne die Revanche gegen Bern geglückt.Bild: keystone

Lausanne - Bern 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)
6226 Zuschauer. - SR Piechaczek (GER)/Fluri, Duarte/Steenstra (CAN).
Tore: 7. Baumgartner 1:0. 38. Emmerton (Genazzi) 2:0. 60. (59:36) Frolik (Bozon) 3:0. 60. (59:58) Bader 3:1.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lausanne, 4mal 2 Minuten gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Bertschy; Moser.
Lausanne: Boltshauser; Heldner, Frick; Gernat, Glauser; Krueger, Genazzi; Oejdemark, Holdener; Bozon, Emmerton, Sekac; Bertschy, Fuchs, Perrenoud; Frolik, Baumgartner, Almond; Maillard, Jäger, Douay.
Bern: Manzato; Untersander, Henauer; Andersson, Beat Gerber; Thiry, Colin Gerber; Hänggi; Thomas, Kast, Scherwey; Conacher, Varone, Moser; Fahrni, Praplan, Bader; Sciaroni, Neuenschwander, Berger.
Bemerkungen: Lausanne ohne Kenins, Marti, Riat, Stephan (alle verletzt) und Barberio (gesperrt), Bern ohne Daugavins, Jeremi Gerber, Jeffrey, Pinana (alle verletzt) und Kahun (krank). Bern von 57:42 bis 59:13 ohne Torhüter.

Servette – Biel 2:1 n.V.

Seit Jan Cadieux beim Genève-Servette Hockey Club als Trainer das Sagen hat, geht es mit den Genfern aufwärts. Mit 2:1 nach Verlängerung gegen Biel gewannen die Servettiens zum zweiten Mal hintereinander. Unter Cadieux punktete Servette in allen bisherigen drei Partien.

Die Highlights des Spiels im Video.Video: YouTube/MySports

Henrik Tömmernes erwies sich für Servette einmal mehr als wichtigster Mann. Das 1:0 durch Noah Rod, der nach Verletzungspause erstmals wieder spielte, bereitete der Schwede vor. Das 2:1 32,2 Sekunden vor Ende der Verlängerung erzielte Tömmernes selber. Der Verteidiger führt in zwei Statistiken in der National League: Keiner steht länger auf dem Eis als Tömmernes, und keiner bereitet mehr Tore vor.

Bei Servette kehrte nicht nur Captain Noah Rod zurück, sondern auch Torhüter Gauthier Descloux. Mit 31 Paraden trug auch Descloux massgeblich zu Servettes Sieg bei.

Zweiter Sieg in Serie – Servette darf auch gegen Biel jubeln.
Zweiter Sieg in Serie – Servette darf auch gegen Biel jubeln.Bild: keystone

Genève-Servette - Biel 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 1:0) n.V.
4705 Zuschauer. - SR Lemelin (CAN)/Dipietro, Burgy/Huguet.
Tore: 38. Rod (Tömmernes/Powerplaytor) 1:0. 45. Hügli (Powerplaytor) 1:1. 65. (64:28) Tömmernes (Powerplaytor) 2:1.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 6mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Tömmernes; Rajala.
Genève-Servette: Descloux; Karrer, Tömmernes; Vatanen, Maurer; Jacquemet, Le Coultre; Völlmin; Rod, Filppula, Vermin; Pouliot, Richard, Vouillamoz; Moy, Jooris, Smirnovs; Antonietti, Berthon, Riat; Patry.
Biel: van Pottelberghe; Rathgeb, Lööv; Jakowenko, Grossmann; Schneeberger, Forster; Stampfli, Delémont; Hügli, Haas, Rajala; Brunner, Cunti, Künzle; Kessler, Froidevaux, Hofer; Kohler, Schläpfer, Garessus.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Charlin, Mercier, Miranda, Jesse Tanner (alle verletzt) und Winnik (überzähliger Ausländer), Biel ohne Fey, Hischier, Korpikoski, Sallinen, Ramon Tanner (alle verletzt) und Karaffa (krank).

Die Tabelle

(dab/sda)

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