Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bild: EPA

2:3-Niederlage gegen USA

Nati-Stürmer Brunner nach Fehlentscheiden gegen die Schweiz hässig: «Das ist eine verdammte Frechheit!»

An der Eishockey-WM in Minsk verliert die Schweiz auch ihr zweites Spiel. Gegen die USA verspielt sie eine 2:1-Führung nach zwei Dritteln – auch weil die Schiedsrichter zwei korrekte Tore der Schweizer aberkennen.

NHL-Stürmer Damien Brunner hielt nach der 2:3-Niederlage gegen die USA unmissverständlich fest: «Das ist eine verdammte Frechheit. Die Schiedsrichter haben sich von den Amerikanern beeinflussen lassen, das war wie bei den Piccolos. Wir waren nicht besser, aber ebenbürtig.»

Einen Tag nach der 0:5-Pleite gegen Russland zeigte sich das Schweizer Nationalteam an der Eishockey-WM in Minsk in der Tat stark verbessert. Dennoch unterlag das Team von Sean Simpson der USA mit 2:3. Die Niederlage der Schweizer war mehr als unglücklich, hatten ihnen doch die Schiedsrichter in den letzten 20 Minuten zwei Tore aberkannt.

Animiertes GIF GIF abspielen

Fehlentscheid #1: Rüfenacht steht nicht im Offside. GIF: SRF

«Hockey ist halt ein schnelles Spiel und die Schiedsrichter müssen schnell entscheiden», meinte Stürmer Simon Moser dazu im SRF-Interview. «Aber es ist natürlich doppelt bitter, weil es uns gleich zwei Mal passiert ist.» Auch Goalie Reto Berra, der eine starke Partie zeigte, wollte sich nicht lange über die Unparteiischen aufhalten: «Sie sind auch nur Menschen.»

moser

Fehlentscheid #2: Moser steht nicht im Offside. Bild: SRF

Der Treffer von Thomas Rüfenacht (49.) wäre das 3:2 gewesen, jener von Simon Moser (55.) das 3:3. «Es ist bitter, so zu verlieren und schwierig das zu akzeptieren», sagte Captain Mathias Seger. «Es werden uns viele Sachen in den Weg gelegt.»

«Phasenweise haben wir dominiert»

Berra wollte lieber die positiven Ansätze im Schweizer Spiel mitnehmen. «Phasenweise haben wir dominiert. Läuferisch haben wir sehr gut gespielt.» Zudem hat die Schweiz endlich auch wieder Tore erzielt. Nach 237 Minuten ohne Treffer brach Denis Hollenstein mit dem 1:0 den Bann.

Animiertes GIF GIF abspielen

Das 1:0 von Denis Hollenstein. GIF: SRF

In der Folge liessen sich die Schweizer auch durch den Ausgleich des Kloteners Peter Mueller (27.) nicht aus dem Konzept bringen. Damien Brunner schoss in der 30. Minute nach herrlicher Vorarbeit von Kevin Romy sein Team erneut in Führung.

Animiertes GIF GIF abspielen

Das 2:1 von Damien Brunner. GIF: SRF

Sieg gegen Weissrussland nun Pflicht

Auch wegen der Fehlentscheidungen der Schiedsrichter gelang den Amerikanern schliesslich die Revanche für die 0:3-Niederlage vor einem Jahr im WM-Halbfinal. Für die Wende zeichneten Craig Smith (42.) im Powerplay und Tyler Johnson (54.) verantwortlich. Damit wurde Captain Mathias Seger dessen Jubiläum vermiest – der Verteidiger der ZSC Lions schaffte als erst achter Spieler weltweit die Marke von 300 Länderspielen zu knacken.

Seger lobte die Steigerung in der Defensive. Zu Beginn sei noch eine gewisse Nervosität vorhanden gewesen. «Wir hätten einen Zähler verdient», sagte Yannick Weber. «Wir sind nun alle enttäuscht, wissen aber, dass wir den Tritt gefunden haben. Wir kämpften hart.»

Nach einem Ruhetag geht es für die Schweizer am Montag gegen Gastgeber Weissrussland weiter. Dann ist ein Sieg Pflicht, will sich die Equipe vom abtretenden Natitrainer Sean Simpson für die Viertelfinals qualifizieren. Die Partie gewinnt zusätzlich an Brisanz, als der weissrussische Trainer Glen Hanlon ab der nächsten Saison wohl an der Bande der Schweizer stehen wird. (ram/si)

» Der watson-Liveticker zum Spiel zum Nachlesen

Switzerland defender Roman Josi, bottom, and Switzerland goaltender Reto Berra make a save in front of USA forward Justin Abdelkader during the Group B preliminary round match between Switzerland and USA at the Ice Hockey World Championship in Minsk, Belarus, Saturday, May 10, 2014. (AP Photo/Darko Bandic)

Mit vereinten Kräften hindern die Schweizer NHL-Spieler Berra und Josi die Amerikaner in dieser Szene an einem Treffer. Bild: AP



Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schoschag 10.05.2014 23:47
    Highlight Highlight Beim ersten fehlentscheid sieht man deutlich, dass der linesman die arme ausstreckte und somit kein offsite signalisierte - der head pfeifft trotzdem.. Scha(n)de!
    • Bulawa 11.05.2014 02:48
      Highlight Highlight beim zweiten. aber ja, das stimmt nachdenklich....
  • manhunt 10.05.2014 23:17
    Highlight Highlight Haben die Weissrussen nicht einfach die Schiris gekauft um sich bei den Amis Sympathien zu holen?
    • Nicoscore 11.05.2014 08:07
      Highlight Highlight Glaub ich nicht. Wenn das auffliegen würde, wäre das bei den Amerikanern ein riesiger Skandal. Wenn dann hätten die Weissrussen im Sinn Russland zu helfen, denen wäre es auch egal, wenn sie von dem Betrug wüssten. Ich denke aber nicht, dass die Schiedsrichter korrupt sind, trotz allem was vorgefallen ist.
  • nedo 10.05.2014 22:55
    Highlight Highlight genau.....es ist eine frechheit und unglaublich das 4 schiedsrichter und 78 kameras offsides nicht erkennem..notabene mit 17 wiederholungen....
    • Bulawa 11.05.2014 02:09
      Highlight Highlight Die Refs dürfen das Offside nicht im Video beurteilen. Für den Offside Entscheid ist genau der eine Linesman zuständig, und nur er!
  • Hazzo 10.05.2014 22:47
    Highlight Highlight Eishockey-Schiedsrichter entscheiden langsam so verständlich wie Eiskunstlaufjuroren ...

Daniela Ryf und Nino Schurter sind die Schweizer Sportler des Jahres

Nino Schurter und Daniela Ryf wurden an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich als Schweizer Sportler und Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Den Preis für das Team des Jahres erhielt die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft.

Zahlreiche Schweizer Sportler haben 2018 Ausserordentliches geleistet, deshalb präsentierte sich das Feld der Nominierten für die Sports Awards von heute hochkarätig wie selten zuvor. Mit Triathletin Daniela Ryf und Mountainbiker Nino Schurter setzten sich im Gegensatz zum Vorjahr, als Wendy Holdener und Roger Federer triumphierten, zwei Athleten durch, die eher aus Randsportarten stammen.

Die weiteren Awards in der TV-Gala gingen an Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer (Trainer …

Artikel lesen
Link to Article