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ARCHIVBILD --- ZUM WECHSEL VON NINO NIEDERREITER IN DER NHL PER SOFORT VON DEN MINNESOTA WILD ZU DEN CAROLINA HURRICANES, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Minnesota Wild's Nino Niederreiter of Switzerland warms up before the first period of an NHL hockey game against the Chicago Blackhawks Saturday, Feb. 10, 2018, in St. Paul, Minn. (AP Photo/Jim Mone)

Ein Bild, das Geschichte ist: Nino Niederreiter spielt neu für die Carolina Hurricanes. Bild: AP

Niederreiter wollte gerade ein Nickerchen machen, als er von seinem Trade erfuhr

Nino Niederreiter ist ab sofort ein Spieler der Carolina Hurricanes. Die Minnesota Wild haben ihn getradet. Für den Churer beginnt damit von einem Tag auf den anderen ein neuer Lebensabschnitt.



Es kann verdammt schnell gehen in der NHL. Am Dienstag schiesst Nino Niederreiter noch das erste Tor beim Heimsieg von Minnesota Wild gegen die Los Angeles Kings. Zwei Tage später steht gestern Abend ein Spiel gegen die Anaheim Ducks auf dem Programm, der Churer Stürmer will sich deshalb am Nachmittag nochmals kurz hinlegen und ausruhen.

Da wird Niederreiter vom General Manager der Wild angerufen und ihm wird mitgeteilt: Du bist keiner mehr von uns. Wir haben dich soeben zu den Carolina Hurricanes getradet. Mach's gut.

Niederreiter bedankt sich bei den Fans, die Minnesota zu seiner Heimat weit weg von der Schweiz gemacht hätten.

«Das ist etwas, das du nie kommen siehst», sagte Niederreiter in einer Telefonkonferenz mit Reportern. Selbst dann nicht, wenn man eine Ahnung davon habe, ein möglicher Kandidat für einen Trade zu sein. Minnesota tauscht den 26-jährigen Flügel mit dem schwedischen Center Victor Rask. Weil der Neue weniger verdient, spart Minnesota 1,25 Millionen Dollar.

Ein Liebling des Publikums

Niederreiter macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. «Derzeit habe ich noch gemischte Gefühle. Ich habe tolle Erinnerungen an Minnesota.» 2013 stiess der frühere Junior des HC Davos zu den Wild, nachdem der Erstrunden-Pick bei den New York Islanders nicht mehr weiterkam.

Gleich in seiner ersten Saison sorgte er für ein Glanzlicht: Dank seinem Tor in der Verlängerung von Spiel sieben schlug Minnesota die Colorado Avalanche und zog in die zweite Playoff-Runde ein – es war der grösste Erfolg des Teams seit mehr als einem Jahrzehnt. Doch nicht nur wegen seiner Treffer, auch wegen seiner bodenständigen Art wurde Niederreiter rasch zu einem Fanliebling.

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Niederreiters Tor, das die Serie entscheidet. Video: YouTube/NHL

Martin Gerbers gute Erinnerungen an Carolina

Nach 498 NHL-Spielen folgt nun also ein Neustart während einer Saison, in der es Niederreiter bislang nicht wunschgemäss lief. 23 Skorerpunkte (9 Tore) lieferte er in 46 Einsätzen ab. «Nun wird definitiv ein neues Kapitel in meinem Leben aufgeschlagen und ich freue mich darauf.»

Teamkollege Matt Dumba verabschiedet sich vom «interessantesten Mann der ganzen Welt».

Niederreiter wird nach Martin Gerber der zweite Schweizer in der Geschichte der «Canes» sein. Der Goalie aus dem Emmental war Teil jener Mannschaft, die 2006 den Stanley Cup gewann.

Gerber hatte Niederreiter in der Vergangenheit auch schon von seinem neuen Arbeitsort erzählt. «Er sagte mir stets, wie sehr er es bei Carolina geliebt habe. Ich bin gespannt darauf, seine Erfahrungen nun selber machen zu können.» Auch Eric Staal, in Minnesota Teamkollege von «El Niño» und einst Captain der Hurricanes, habe oft von der Zeit dort geschwärmt.

Aus Grün wird Rot-Schwarz.

Noch ausserhalb der Playoffs

112 Tore schoss Niederreiter bisher in der NHL, er ist damit der erfolgreichste Schweizer überhaupt. «Wir freuen uns, dass wir einen erfahrenen Spieler holen konnten, der weiss, wie man Tore macht», liess sich Carolinas GM Don Waddell zitieren. Dass Headcoach Rod Brind'Amour offensiv spielen lässt, dürfte Niederreiter zugutekommen. Das Problem war bislang, dass trotzdem zu wenig Tore erzielt wurden – die wenigsten in der Eastern Conference.

Es wird erwartet, dass Nino Niederreiter schon in der Nacht auf Samstag (Schweizer Zeit) gegen die Ottawa Senators zu seinem ersten Einsatz mit dem neuen Team kommt. Carolina liegt derzeit ausserhalb der Playoffplätze, der Rückstand beträgt kurz nach Saisonhalbzeit sieben Punkte.

Dieser Streit über den Winter eskaliert schnell

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Video: watson/Corsin Manser, Emily Engkent

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • murrayB 18.01.2019 13:50
    Highlight Highlight Sehr gut - in 2 Jahren sehen wir Nino in der Schweiz :-)
    • NHL19 18.01.2019 14:11
      Highlight Highlight Ja, an der Heim-WM ;)
    • Mia_san_mia 18.01.2019 15:01
      Highlight Highlight Wieso?
  • Al Paka 18.01.2019 11:27
    Highlight Highlight Nino wäre noch einer für die Preds gewesen. In den Top 6 könnten sie einen Power Flügel gut gebrauchen. Neben Forsberg, sind die anderen eher kleinere Spieler.

    Mal schauen, was bei den Preds noch gehen wird, obs auch noch zu einem Trade kommen wird.
    • zellweger_fussballgott 18.01.2019 13:07
      Highlight Highlight Naja ich weiss ja nicht ob der Capspace von den Preds diese Möglichkeit zugelassen hätte und was der gebotene Gegenwert gewesen wäre... Aber die Wild hätten ihn sicher nicht innerhalb der Conference ziehen lassen.
    • Al Paka 18.01.2019 14:17
      Highlight Highlight Das ist mir schon klar. ☺️

      Gegangen wäre es schon, aber nächstes Jahr hätte es knapp werden können.

      Je nachdem ob zb Smith weg wäre, da wären es eine Million mehr.
      Oder bei Fiala hätten sie sich die Millionen von dem neuen Vertrag sparen können.

      Ich meinte einfach damit, dass so ein Spieler wie er, den Preds gut tun würde.

      Auf NHL.com stand schon länger, dass es bei den Preds noch zu einem grösseren Move kommen könnte.
  • miarkei 18.01.2019 10:10
    Highlight Highlight Wünsche ihm alles Gute, hoffentlich bringt der Trade neuen Wind in seine Segel.
  • ta0qifsa0 18.01.2019 09:41
    Highlight Highlight Die Aussage, dass Minnesota wegen Rask nun 1.25 Mio. Dollar einspare ist so nicht ganz richtig.. Er belastet nur den Salary Cap um diese Summe weniger - effektiv sparen Sie etwa das Dreifache (1,25 x 3 verbleibende Vertragsjahre).

    Ansonsten sehe ich in diesem Trade eine sehr gute Möglichkeit für Nino. Bei den Wild wird in den nächsten Jahren wohl wegen viel extrem belastender Verträge wenig zu holen sein wo hingegen Carolina mit ihren jungen Talenten (Aho, Teräväinen, Svechnikov, etc.) eine bessere Zukunft blüht.
  • Muselbert Qrate 18.01.2019 09:34
    Highlight Highlight Die Wild haben ja ganz gehörig einen an der Waffel oder?! 🤭

    Go El Niño deine Zeit fängt erst an 💪 ⭐️
  • zellweger_fussballgott 18.01.2019 09:32
    Highlight Highlight Sieger des Trades sind eigentlich alle ausser die Wild. Sowohl Niederreiter als auch Rask brachten ihre Leistung über einen längeren Zeitraum nicht und haben jetzt einen Neustart.
    Die Canes erhalten einen Flügel, der für 20+ Tore gut ist und im Powerplay gefährlich ist, was ihrer Torproduktion gut tut.
    Die Wild erhalten einen 1.5 Mio billigeren Center, der bei den Canes in der vierten Linie gespielt hat und verlieren einen Publikumsliebling.
  • el_bengalo 18.01.2019 09:05
    Highlight Highlight Freue mich schon, Nino in einer Linie mit Sebastian Aho :)
    • NHL19 18.01.2019 09:16
      Highlight Highlight Das wäre toll ;)
    • murrayB 18.01.2019 13:51
      Highlight Highlight Genau, Nino als guter 3. Linienflügel... ;-)
    • el_bengalo 18.01.2019 14:37
      Highlight Highlight El Niño wurde zum Hurrikan heraufgestuft. Passt doch :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • NHL19 18.01.2019 08:58
    Highlight Highlight Na dann alles Gute bei den Hurricanes. Ich hoffe er erhält dort eine grössere Rolle. Nun ja, ich habe ein sehr gutes Gefühl bei diesem Trade und traue Nino zu, bei Carolina voll einzuschlagen.
  • Züzi31 18.01.2019 08:52
    Highlight Highlight Von heute auf morgen um 1.30 Uhr um genau zu sein. Schweizer Zeit versteht sich. 😁
    • Blister 18.01.2019 09:20
      Highlight Highlight Ist notiert.
    • Pana 18.01.2019 15:45
      Highlight Highlight Ja da schaue ich auch rein. Habe Ninos Karriere über lange Jahre verfolgt. Bin gespannt auf diese neue Etappe. Go Nino!

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