DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Für die Schweiz endet die WM mit einer grossen Enttäuschung.
Für die Schweiz endet die WM mit einer grossen Enttäuschung.Bild: keystone

«Es tut weh», «Gekämpft wie Löwen» – Reaktionen zum Schweizer WM-Aus

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam ging mit grossen Ambitionen an die WM in Finnland. Sie unterstrich diese mit sieben Siegen in sieben Spielen der Gruppenphase. Doch im Viertelfinal scheiterte die Schweiz mit 0:3 an den USA. Im SRF gaben Protagonisten Auskunft.
26.05.2022, 22:5326.05.2022, 22:54

Patrick Fischer

Nationaltrainer

Bild: keystone

«Es ist natürlich bitter. Wir zeigten heute eine gute Leistung. Am Anfang waren wir zu wenig gradlinig. Nach den seltsamen Toren haben wir dann 40 Minuten lang gedrückt. Es tut weh. Vor allem nach so vielen Wochen, in denen wir hart gearbeitet haben. Ich habe das Gefühl, wir hätten mehr verdient. Wir waren definitiv nicht schlechter als die Amerikaner, aber sie haben Tore geschossen. Kompliment an sie. Sie waren kaltblütiger.»

«Das geschieht x Mal im Sport, es kann nur einer gewinnen. Wir waren auch heute klar dominant mit der Scheibe, aber sie ging nicht rein. So ist unser Sport. Ich kann keinem etwas vorwerfen. Wir haben gekämpft wie Löwen, ich bin stolz auf jeden Spieler.»

Nico Hischier

Captain

«Im Vordergrund steht die Enttäuschung und ein wenig Frust ist auch da. Wir sind nicht zum ersten Mal in dieser Situation, wir müssen einen Weg finden, solche Spiele zu gewinnen.»

«Ich glaube, es fehlte nicht viel. Wir haben ein sehr gutes Team. Wir standen etwas unter Schock nach diesen Gegentoren, kamen erst danach besser ins Spiel. Es war nicht das erste Mal, dass wir im Startdrittel nicht gut waren.»

«Wir werden noch einmal so eine Chance erhalten, da bin ich mir sicher. Wir haben gezeigt, dass wir gute Teams schlagen können. Aber es ist so: Der Viertelfinal ist ein Spiel und wenn du das verlierst, ist es fertig. Ich hätte gerne nochmals eine Chance, aber so läuft es halt nicht. Jetzt müssen wir damit leben.»

Andres Ambühl

Stürmer mit 17 WM-Teilnahmen

«Es ist schade, es wäre mehr dringelegen. Wir waren nicht schlechter, aber wir haben verloren und nun ist es fertig. Es ist ein bisschen eine Leere da. Wir sind nach dem Viertelfinal wieder da, wo wir jetzt sind und damit können wir nicht zufrieden sein.»

«Sieben Spiele lang ging es ziemlich gut auf. Heute ging es ums Weiterkommen und es ging nicht auf. So kann Hockey sein, aber es tut weh, denn es lag wirklich mehr drin, als 0:3 zu verlieren. Wir machten zu wenig aus unseren Chancen. Wir haben es versucht, aber es ging einfach nicht auf.»

«Es ist ein Spiel, das entscheidet, das ist so ein schmaler Grat. Wir kriegen zwei komische Tore, sind 0:2 im Rückstand und dann sind die Amerikaner auch gut genug, um hinten dicht zu machen. Es war sicher keine Frage der Mentalität.»

Leonardo Genoni

Goalie

«Wer das erste Tor schiesst, beginnt zu mauern. Das ist oft so, so war es auch heute. Die Amerikaner haben es gut gemacht. Sie suchten den Weg nach vorne, kamen zu den beiden Toren und danach machten sie es super, machten die Mittelzone eng. Wir hatten zwar viele Schüsse, aber es waren nur wenige gefährliche dabei.»

«Wir haben hier sehr gute Spiele gezeigt, aber heute reichte es nicht, obwohl wir alles gegeben haben. Aber das liegt nicht daran, dass es ein eher junges Team ist.»

Timo Meier

Stürmer

«Vielleicht ging der Puck in der Gruppenphase etwas zu einfach rein. Es gibt leider solche Spiele wie heute, es ist extrem bitter. Wir waren klar die bessere Mannschaft, aber wenn du keine Tore schiesst, dann verlierst du. Wir haben alles versucht, aber ihr Goalie hat auch super gehalten.»

«Wir sind enorm enttäuscht. Die Coaches müssen analysieren, was falsch gelaufen ist. Es tut extrem weh, diese Niederlage wird lange haften bleiben. Aber wir greifen im nächsten Jahr wieder an. Diese Niederlage muss uns stärker machen.» (ram)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die besten Bilder der Eishockey-WM 2022 in Finnland

1 / 33
Die besten Bilder der Eishockey-WM 2022 in Finnland
quelle: keystone / kimmo brandt
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Du unverständiger Volltrottel!»: Eure Hasskommentare des Jahres

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

13 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
DerTaran
26.05.2022 23:08registriert Oktober 2015
Niemand ist sich einer Schuld bewusst, so wird das auch nächstes Jahr nichts.
2613
Melden
Zum Kommentar
13
Einige Nationalspielerinnen verdienen nur 6000 Franken – im Jahr
Die Schweizer EM-Fahrerinnen verdienen deutlich weniger als männliche Fussballer. Bei einigen Topklubs erhalten die Männer 100 Mal so viel wie die Frauen – obwohl sie denselben Job beim selben Arbeitgeber ausüben.

«Riola!», schreit das Mädchen auf der Tribüne des Letzigrundstadions. Sie hält Riola Xhemaili ihr Smartphone hin, die Nationalspielerin nimmt dieses entgegen und knipst ein Selfie. Dieses Prozedere wiederholt sie einige Male, weitere Kinder schreien. Sie lächelt in die Kameras, danach unterschreibt sie noch diverse Trikots. Ein Mädchen weint, als sie kurz mit Xhemaili sprechen kann.

Zur Story