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Die Davoser jubeln nach dem Siegestreffer durch Samuel Walser zum 4:3, beim vierten Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem HC Davos und den ZSC Lions, am Donnerstag, 9. April 2015, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Kein Halten mehr bei den Bündnern nach dem goldenen Treffer von Samuel Walser.  Bild: KEYSTONE

«Am Ende entscheidet ein dummer Schuss»: Davos legt nach Overtime-Sieg in der Serie gegen die Lions mit 3:1 vor

Der HC Davos setzt sich in der 4. Playoff-Finalrunde mit 4:3 nach Verlängerung gegen die ZSC Lions durch und führt damit in der Best-of-7-Serie mit 3:1. 



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Nach dem Sieg im Penaltyschiessen am Montag entschied diesmal ein Tor von Samuel Walser in der Verlängerung zugunsten des HC Davos. Die Bündner haben nach dem 4:3-Sieg nun drei Chancen, um die ZSC Lions als Meister zu entthronen.

Der HC Davos und die ZSC Lions lieferten sich in der ausverkauften Arena in der höchstgelegenen Stadt der Alpen ein Duell, das diesem Superlativ Ehre machte. Im Gegensatz zum Spiel drei am Montag, als die Zürcher praktisch auf ein Tor gespielt und dennoch verloren hatten, begegneten sich die beiden besten Teams der Schweiz diesmal auf Augenhöhe. Die Einheimischen rannten zwar meist einem Rückstand hinterher, doch auch das von Severin Blindenbacher wunderbar vorbereitete 2:3 durch Morris Trachsler in der 43. Minute bedeutete noch nicht die Entscheidung. Nur fünf Minuten später traf PostFinance-Topskorer Marcus Paulsson mit seinem zweiten Treffer – ebenfalls nach magistralem Pass von Jan Von Arx – zum erneuten Ausgleich. 

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Morris Trachsler hebelt mit einem Doppelpass die gesamte HCD-Defensive aus und schiebt zum 3:2 für die Zürcher ein. gif: srf

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Marcus Paulsson markiert nach einem Traum-Zuspiel von Jan von Arx seinen zweiten Treffer des Abends.  gif: srf

Erst in der Verlängerung war der Titelverteidiger wieder die spielbestimmende Mannschaft. Den Siegtreffer erzielte aber nach 6:40 Minuten Samuel Walser im Nachschuss – natürlich auf Vorarbeit von Paulsson.

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Samuel Walser mit dem goldenen Treffer. gif: srf

Diesmal die Lions mit dem besseren Start

Der HCD war auf heimischem Eis wesentlich aktiver gestartet als noch am Ostermontag im Hallenstadion. Zählbares brachte diese Einstellung allerdings nicht ein – im Gegenteil. Nach rund fünf Minuten waren es die Zürcher, die das Heft energisch in die Hand nahmen. Und diesmal wurden sie auch sehr schnell belohnt. In der siebten Minute blieb ein Schuss von Blindenbacher an einem Schlittschuh hängen, der Junior Denis Malgin reagierte am schnellsten und markierte seinen ersten Final-Treffer. Nur vier Minuten später doppelte Ryan Keller nach. HCD-Goalie Leonardo Genoni hatte mirakulös abgewehrt, doch Verteidiger-Genie Marc-André Bergeron passte mit viel Übersicht nochmals zur Mitte, wo Robert Nilsson bereit stand. 

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Roman Wick lenkt Severin Blindenbachers Schuss von der blauen Linie ab, Denis Malgin wird zum Profiteur. gif: srf

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Beim zweiten Treffer heisst der Profiteur Robert Nilsson, der nach einem Tohuwabohu vor Leonardo Genoni das 2:0 markieren kann. gif: srf 

Die Davoser waren angezählt, Arno del Curto musste bereits ein Timeout nehmen. Es brauchte – erstaunlicherweise – ein Powerplay, um sie ins Spiel zurückzubringen. Chris Baltisberger hatte etwas zu übereifrig und mit zu hohem Stock gegen Genoni nachgestochert. Mit einem Mann mehr lenkte Dario Simion einen Forster-Schuss ins Tor – das erste Überzahltor in diesem Final überhaupt. Dennoch mussten die Davoser froh sein, mit nur einem Treffer Rückstand in die erste Pause zu gehen. 

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Beat Forster hält von der blauen Linie drauf, Dario Simion lenkt unhaltbar ab. gif: srf

Davos' Paulsson explodierte regelrecht

Sie reagierten aber eindrücklich auf ihr bisher schlechtestes Startdrittel in dieser Finalserie. Del Curto stellte um. Wegen der Verletzung Tyler Redenbachs war Enzo Corvi vom vierten in den ersten Block gerückt. Dies funktionierte allerdings nicht gut. Auch Perttu Lindgren (Knie) und Dick Axelsson (Unterleib) konnten nicht kaschieren, dass sie angeschlagen spielten. Dafür explodierte nach den Umstellungen Marcus Paulsson regelrecht. Del Curto stellte dem Schweden den unermüdlichen Andres Ambühl zur Seite.

Das Duo harmonierte glänzend, und ab dem Mitteldrittel war der HCD den individuell besser besetzten Lions mindestens ebenbürtig. Wie im ersten Heimspiel am Ostersamstag dauerte es bis zur 32. Minute, ehe die Bündner zum 2:2 ausglichen. ZSC-Goalie Lukas Flüeler hatte einen harmlosen Schuss Ambühls nach vorne abgewehrt – genau auf die Stockschaufel Paulssons. Und dieser erzielte im vierten Spiel seinen ersten Skorerpunkt dieser Finalserie. Damit war der Bann für ihn gebrochen. 

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Marcus Paulsson zeigt seinen Torinstinkt und steht nach einer Hereingabe von Andres Ambühl goldrichtig. srf: gif

«Zum Glück ist sie noch reingefallen»

Der Lion Severin Blindenbacher ist nach der Partie sichtlich enttäuscht und meint gegenüber dem «SRF»: «Wir hatten durchaus unseren Chancen und haben insgesamt einen guten Match gezeigt. Aber am Ende entscheidet ein dummer Schuss.»

Overtime sei halt immer etwas «Gamblerei». Das weiss auch Davos' Samuel Walser: «Zum Glück ist sie noch reingefallen.» Für den Center ist die nächste Zielsetzung klar: «Das wichtigste ist jetzt, dass wir am Samstag gewinnen.»

Am Ende darf auch das Lob an die Zuschauer nicht fehlen: «Wir haben hier immer eine fantastische Stimmung. Unsere Fans machen wirklich einen tollen Job.» (twu/si)

NLA-Playoffs 2015

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