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Für Nico Hischier und die New Jersey Devils gab es bislang nur wenig zu holen.
Für Nico Hischier und die New Jersey Devils gab es bislang nur wenig zu holen.
Bild: AP

Aus diesen 4 Gründen ist die Euphorie bei den Devils bereits weg

Drei Spiele, drei Niederlagen – die euphorisierten New Jersey Devils sind in der neuen NHL-Saison bereits wieder auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Das ist natürlich noch kein Grund zur Panik. Doch es gibt gute Gründe, warum es Nico Hischier und Co. derzeit nicht läuft.
10.10.2019, 19:59

Zuerst einmal sei Folgendes gesagt: Devils-Fans in der Schweiz und anderswo müssen definitiv noch nicht in Panik ausbrechen. Es sind erst drei Spiele gespielt, Zeit bleibt also noch genügend, um die Fehler zu korrigieren.

Dass die ersten paar Spiele nicht viel bedeuten, weiss New Jersey aus erster Hand. Letztes Jahr gewannen sie zum Saisonauftakt viermal hintereinander – und verpassten die Playoffs dann doch deutlich. Man sollte logischerweise nicht überreagieren. Dennoch ist es interessant, zu schauen, was in den ersten Spielen der Devils schieflief. Insbesondere weil die Euphorie nach guten Testspielen ja ziemlich gross war.

John Hynes' Ungeduld

Eigentlich begann alles ganz ordentlich: Beim Saisondebüt gegen die Winnipeg Jets liess Coach John Hynes Nico Hischier wie üblich an der Seite von Kyle Palmieri und Taylor Hall laufen. Nummer-1-Draft Jack Hughes spielte mit Nikita Gusev und Jesper Bratt zusammen. Und Travis Zajac, Blake Coleman und Wayne Simmonds formten gemeinsam die dritte Linie.

Bis zur 39. Minute führte New Jersey mit 4:0, spielte Winnipeg an die Wand. Doch dann fiel alles auseinander. Spätestens nachdem Goalie Cory Schneider wegen Krämpfen hatte ausgewechselt werden müssen, war das Momentum auf der Seite der Jets. Die drehten das Spiel und gewannen mit 5:4 nach Verlängerung.

Hynes wechselt seine Linien oft durch. Zu oft?
Hynes wechselt seine Linien oft durch. Zu oft?
Bild: AP

Und John Hynes schien das Vertrauen in seine Linien schon verloren zu haben. Im zweiten Spiel gegen Buffalo wirbelte er die Aufstellung kräftig durch – es resultierte eine 2:7-Klatsche. Und nun hat der 44-Jährige gegen Philadelphia (0:4-Niederlage) abermals erfolglos an den Linien geschraubt.

Dabei hat es gegen Winnipeg ja über weite Strecken gut funktioniert. Die Devils haben mit P.K. Subban, Hughes, Gusev, Simmonds und Jesper Boqvist viele neue Spieler im Kader. Da brauchen die Linien teilweise auch etwas Zeit, bis sie eingespielt sind. Mit Hynes' ständigen Wechseln in der Aufstellung ist es aber schwierig, die Chemie zu finden.

Jack Hughes' Startprobleme

So ein talentierter und kreativer Spieler Jack Hughes auch ist, in seinen ersten drei NHL-Spielen hatte er grosse Mühe, sich durchzusetzen. Insbesondere in der Defensive hatte der 18-Jährige zu kämpfen. In den ersten zwei Spielen war er komplett überfordert. Gegen Philadelphia, als er nur noch in der dritten Linie gegen schwächere Gegner zum Einsatz kam, sah es etwas besser aus.

Jack Hughes bezahlt momentan noch Lehrgeld.
Jack Hughes bezahlt momentan noch Lehrgeld.
Bild: AP

Sein Expected-Goal-Prozentsatz liegt bei 29,09 Prozent, der dritttiefste Wert der Devils. Das bedeutet, dass bei Hughes' Einsätzen der Gegner eine deutlich höhere Chance hat, ein Tor zu erzielen, als die Devils selbst. Mit ähnlichen Problemen wie Hughes hat auch KHL-Neuzugang Nikita Gusev zu kämpfen.

Zu viele individuelle Fehler

Wenn es nicht läuft, dann läuft es nicht. Seit der verpatzten 4:0-Führung gegen Winnipeg sind die Devils verunsichert. Das zeigt sich auch in diversen individuellen Fehlern, die den gegnerischen Teams immer wieder Tore bringen.

Hischier gewinnt das Bully, Severson verliert den Zweikampf. Blackwood langt daneben.
Video: streamable
Subban verliert die Scheibe an der blauen Linie. Reinhart kann alleine losziehen.
Video: streamable
Palmieri fällt im dümmsten Moment hin, Konecny profitiert.
Video: streamable

Instabile Goalies

Man wusste schon vor der Saison, dass die diesjährige Schwachstelle der Devils wohl die Torhüter sein würden. Doch in den Testspielen wehrte Cory Schneider über 95 Prozent aller Schüsse erfolgreich ab.

Immer und immer wieder geschlagen: MacKenzie Blackwood.
Immer und immer wieder geschlagen: MacKenzie Blackwood.
Bild: AP

Doch die zarte Flamme der Hoffnung erlosch sogleich wieder. Cory Schneider spielt zwar solide, hielt die Devils gegen Philadelphia, solange es ging, im Spiel, konnte die Niederlagen letztlich aber auch nicht verhindern. Noch düsterer sieht es bei MacKenzie Blackwood aus. Er hat in seinen anderthalb Einsätzen (gegen Winnipeg eingewechselt, gegen Buffalo gestartet) zehn Tore erhalten. Seine statistischen Werte sind bislang unterirdisch.

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Die 32 Stadien der 31 NHL-Teams

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