DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Toronto Maple Leafs forward Auston Matthews (34) and teammates Mitchell Marner (16) and Jack Campbell (36) skate off at the end of third-period NHL Stanley Cup hockey game action against the Montreal Canadiens in Toronto, Monday, May 31, 2021. (Nathan Denette/The Canadian Press via AP)

Mitch Marner, Jack Campbell und Auston Matthews (von links) bleibt nur die Enttäuschung. Bild: keystone

Einmal mehr früh gescheitert – Reaktionen, Fakten und Häme zum Playoff-Out der Maple Leafs



Die Toronto Maple Leafs haben es schon wieder getan. Zum sechsten Mal seit 2013 scheitern sie bereits in der ersten Playoff-Runde. Zum fünften Mal verlieren sie dabei das letzte, entscheidende Spiel einer Serie (drei Mal Spiel 7 gegen Boston und letztes Jahr Spiel 5 in den Pre-Playoffs gegen Columbus).

Doch dieses Jahr ist die Leafs-Pleite noch bitterer. Die Mannschaft war gut aufgestellt, General Manager Kyle Dubas hat sie vor und auch im Lauf der Saison geschickt verstärkt. Toronto ging als haushoher Favorit in die Serie gegen die Montréal Canadiens, gegen die man sieben von zehn Regular-Season-Duellen gewonnen hat. Doch nachdem die Leafs in der Serie mit 3:1 in Führung gegangen waren, begannen die Nerven mal wieder zu flattern. Spiel 5 und Spiel 6 verloren sie nach einer Aufholjagd noch in der Verlängerung. Im siebten Spiel in der Nacht auf heute waren sie komplett von der Rolle und verloren mit 1:3.

abspielen

Video: YouTube/NHL

Während in Toronto Fassungslosigkeit herrscht, ist der Jubel in Montreal riesig. Und der Rest der Liga reagiert einmal mehr mit Hohn und Spott.

Die Reaktionen

«Es ist schwierig, das in Worte zu fassen. Wir sind am Boden zerstört, enttäuscht.»

Sheldon Keefe, Trainer Toronto Maple Leafs

«Die Erwartungen an uns selbst waren riesig, grösser als das, was wir erreicht haben. Das macht die Enttäuschung umso grösser. Wir haben eine gute Gelegenheit einfach weggeworfen. Das ist inakzeptabel und macht diese Niederlage noch viel schwieriger zu verdauen.»

Morgan Rielly, Verteidiger Toronto Maple Leafs

«Ich habe meine eigenen Standards nicht erfüllt. Ich muss schauen, dass das aufhört», sagt Leafs-Stürmer Mitch Marner.

«Verletzungen sind keine Entschuldigung. Wir hatten ein genug tiefes Kader, um mit Verletzungen umgehen zu können.»

Sheldon Keefe, Trainer Toronto Maple Leafs

«Ich weiss gar nicht, wie ich es zusammenfassen soll. Es ist extrem frustrierend. Wir hatten genug Chancen, aber konnten sie einfach nicht verwerten.»

Auston Matthews, Stürmer Toronto Maple Leafs.

«Es ist so einfach, vor Carey Price zu spielen. Du weisst, dass er dich immer wieder rettet.»

Brendan Gallagher, Stürmer Montreal Canadiens

Nach einem solchen Sieg kann man sich auch mal ein Stück Pizza gönnen.

«Meine Jungs hatten extrem viel Selbstvertrauen dank der letzten zwei Spiele.»

Dominique Ducharme, Trainer Montreal Canadiens.

Leafs-Superfan Steve Dangle filmt auch nach dieser Niederlage seine Reaktion. Aber: «Keine Fragen, ich trinke einfach Bier.»

abspielen

Und dieses Video kam dabei heraus. Video: YouTube/SteveDangle

«Du versuchst immer, im Kopf deiner Gegner Zweifel zu säen. Ich weiss nicht, ob uns das gelungen ist, aber es gibt dir Vertrauen, wenn du weisst, dass die Möglichkeit besteht.»

Brendan Gallagher, Stürmer Montreal Canadiens

abspielen

Montreal-Fans feiern in den Strassen. Video: streamable

Bild

Die Titelseite der «Toronto Sun»: Ein Wortspiel über das ständige Versagen und eine Erinnerung an die letzten heftigen Niederlagen der Leafs. bild: screenshot toronto sun

Die Fakten

Die Häme und das Mitleid

«Absolut erbärmlich, mehr gibt es dazu nicht zu sagen», schreibt Dom Luszczyszyn, Analytiker von «The Athletic».

Dabei hatte er genau dieses Resultat vorausgesehen: «Haben wir gerade Montreal in die zweite Runde getippt? Es ist das Resultat, das niemand will und genau darum wird es eintreffen.»

Auch Kevin Kurz, der ebenfalls bei «The Athletic» arbeitet, beweist hellseherische Qualitäten

Da hilft nur noch Tequilla.

Wie man sich bei Leafs-Fans vielleicht nicht nach dem Befinden erkundigen soll.

Wie Leafs-GM Kyle Dubas das Stadion in Toronto verlässt.

Steve Dangle erhält immerhin Unterstützung von seinen Freunden in Form von Chicken Nuggets.

Die Leafs in der Regular Season (links) und die Leafs in den Playoffs (rechts).

Mann will in Toronto Mitch Marner zum Teufel schicken und dafür NBA-Star Kawhi Leonard zurückholen.

«Kyle Dubas hat ein grossartiges Team zusammengestellt und seine zwei besten Spieler haben ihn im Stich gelassen. Wir verdienen besseres. Er verdient besseres.»

Nur drei Dinge sind im Leben sicher ...

Dem Rest Kanadas gefällt es natürlich, dass den Leafs wieder die Nerven versagt haben.

Warum die Hockey Hall of Fame in Toronto ist? Damit die Leafs-Fans auch mal einen Stanley Cup zu sehen kriegen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle Schweizer, die in die NHL gedraftet wurden

1 / 82
Alle Schweizer, die in die NHL gedraftet wurden
quelle: keystone / salvatore di nolfi
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Du bist ein echter Eishockey-Fan? So kriegst du das Stadion-Feeling zuhause hin.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Die McNall-Revolution – wie ein freundlicher Schurke die moderne NHL erfand

Die Kraken aus Seattle werden das 32. Team der NHL sein. Beinahe geht vergessen: Am Anfang der Entwicklung der NHL auf nun 32 Teams, von einer Pleiteliga zu einem brummenden Milliardengeschäft, steht ein Schurke. Eine Reise zurück in die aufregendsten Jahre der neueren NHL-Geschichte, als alles begann.

Die Sonne versinkt ansichtskarten-glutrot im Pazifik. Durch die Luft wabert der Geruch von Räucherstäbchen und sonstigem Kraut. Polizisten dösen träge wie Seehunde in Streifenwagen und überwachen die in den letzten Sonnenstrahlen rollschuhlaufenden, joggenden Menschen. Die Verkaufsstände werden weggeräumt und dicke Eisengitter rasselnd vor die Souvenierläden runtergelassen. Abendstimmung am Venice Beach. Sie kontrastiert mit den Problemen, die Los Angeles bis heute kennzeichnen: Hitze, …

Artikel lesen
Link zum Artikel