Wüste Szenen nach Spiel 7: Lausanne-Ultras prügeln sich im Stadion mit Servette-Fans
Nach dem siebten Spiel der eigentlich so tollen Viertelfinalserie zwischen Genf-Servette und dem HC Lausanne ist es am gestrigen Donnerstagabend zu Ausschreitungen gekommen. Videos aus dem Stadion zeigen, wie vermummte Gästefans ihren Block verliessen und sich mit Genfer Zuschauern prügelten. Ein Lausanne-Fan nutzte dabei gar einen Gürtel, um auf einen gegnerischen Fan, der zuvor ebenfalls Schläge ausgeteilt hatte, loszugehen.
Ein Grossteil der restlichen Fans im Stadion quittierten die Szenen mit Pfiffen und Buhrufen, einige Servette-Fans warfen mit Bechern in Richtung der gegnerischen Anhängerschaft. Als die Polizei den Innenraum des Stadions betrat, kehrten die Lausanne-Anhänger schnell in ihren Block zurück und beruhigte sich die Situation.
Lausanne unterlag Servette in Spiel 7 1:5 und ist damit aus den Playoffs ausgeschieden. Schon zuvor war es während der Serie zu Auseinandersetzung zwischen den beiden Fanlagern gekommen. Nach Spiel 4 in Lausanne prügelten sich Fans der beiden Teams im Stadion und konnten nur durch den Einsatz von Pfefferspray getrennt werden.
Ohnehin ist das Léman-Derby zwischen Lausanne und Genf eines der am meisten aufgeheizten Duelle der Schweiz. Auch im Fussball geraten die Ultras von Lausanne-Sport und Servette regelmässig aneinander. Zuletzt war es zu einer Sachbeschädigung gekommen, als ein Servette-Fan mit einem bengalischen Feuer einen Kabelbrand beim Bahnhof in Lausanne auslöste und dafür sorgte, dass tagelang keine Züge fahren konnten. (nih)
