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epa05946442 Switzerland’s Thomas Ruefenacht (L) and Slovenia’s goaltender Gasper Kroselj in action  during the 2017 IIHF Ice Hockey World Championship group B preliminary round match between Switzerland and Slovenia at AccorHotels Arena in Paris, France, 06 May 2017.  EPA/PETER SCHNEIDER

Thomas Rüfenachts Auftritt gegen Slowenien hätte tragisch enden können. Bild: EPA/KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Nach der Attacke auf Rüfenacht – kommt es im Spielerhotel noch zu einer Schlägerei?

Die wohl irrsinnigste Attacke der WM-Geschichte könnte noch ein Nachspiel haben. SCB-Stürmer Thomas Rüfenacht hat erst hinterher gemerkt, dass er hätte sterben können.



Der Schreck sitzt Thomas Rüfenacht noch immer in den Knochen. «Ich hätte sterben können.» Er mag nicht ausschliessen, dass die ganze Sache ein Nachspiel haben wird.

Niemand bemerkte die Szene. Nicht die Zuschauer. Nicht die Schiedsrichter. Nicht die Spieler. In der 28. Minute der Partie gegen die Slowenen ist Thomas Rüfenacht in einer Rangelei bei der Spielerbank verwickelt.

Jeglics Angriff auf Rüfenacht.

Da tritt von der Seite Ziga Jeglic mit dem scharf wie ein Messer geschliffenen Schlittschuh nach dem Hals des Schweizers. Es ist die gefährlichste, verrückteste Attacke, die es seit Menschengedenken in einem WM-Spiel gegeben hat. Es fehlten Millimeter. Ein Schnitt in die Halsschlagadern hätten zum Tod führen können.

Die Videorichter des internationalen Verbandes haben die verrückte Szene nach dem Spiel entdeckt und den Sünder für zwei Partien gesperrt. Eine reichlich milde Strafe. Eigentlich müsste dieser Spieler mindestens für den Rest des Turniers ausgeschlossen werden.

«Ich hätte sterben können. Hoffentlich hat meine Frau die Videoaufnahmen zuhause nicht gesehen.»

Thomas Rüfenacht

Thomas Rüfenacht sagt: «Ich hatte den Angriff gar nicht bemerkt und das Gefühl, eine Faust sei an meinem Hals vorbeigestrichen. Als ich das Video sah ist mir schlecht geworden und ich habe im Spiegel noch einmal meinen Hals betrachtet. Ich hoffe nur, meine Frau hat die Videoaufnahmen zuhause nicht gesehen.»

Weil die Schiedsrichter den Angriff nicht bemerkt hatten, spielte Ziga Jeglic die Partie zu Ende und er erzielte erst noch den ersten Treffer (das 1:4). Doch die ganze Sache ist möglicherweise für den Sünder auch mit den zwei Spielsperren nicht ausgestanden.

Alle Spieler wohnen nämlich im gleichen Hotel, die Schweizer essen im gleichen Saal wie die Slowenen. «Ich habe ihn seither noch nicht gesehen» sagt Thomas Rüfenacht. «Ich weiss nicht, wie ich reagieren werde wenn er mir über den Weg läuft.»

Eine Schlägerei im Spielerhotel ist nicht auszuschliessen.

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