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Für HCD-Ikone Andres Ambühl fällt wie für die Fans ein Highlight weg.
Für HCD-Ikone Andres Ambühl fällt wie für die Fans ein Highlight weg.
Bild: SPENGLER CUP
Eismeister Zaugg

Aus für den Spengler Cup – nur zwei Heimspiele statt ein pompöses Turnier

Zum ersten Mal seit 1956 wird der Spengler Cup nicht ausgetragen. Als «Trostpreis» gibt es zwei Meisterschaftsspiele am 28. Dezember gegen Ambri und am 30. Dezember gegen Zug. Nun wird es auch Zeit, die Teilnahme der Nationalmannschaft am Deutschland Cup abzusagen.
29.09.2020, 15:4629.09.2020, 16:00

Die längst erwartete Absage ist offiziell bestätigt. Der Spengler Cup 2020 findet nicht statt. Willi Vögtlin hat dafür dem HC Davos in der Altjahrswoche zwei Heimspiele zugestanden: Am 28. Dezember tritt Ambri – das am Spengler Cup teilgenommen hätte – in Davos an, am 30. Dezember kommt Zug. «Die Klubs haben der Verschiebung dieser Partien in die Spengler Cup-Pause zugestimmt», bestätigt der Spielplan-Chef.

Was bedeutet die Absage für den HC Davos? Eine Versicherung hat der HCD für diesen Fall nicht. Versichert ist nur eine Absage aufgrund von Witterungsbedingungen. Das bedeutet den Verlust von Nettoeinnahmen in der Höhe von rund drei Millionen Franken. Was ungefähr dem Betrag entspricht, den Peter Buser bereits für das Stadion-Sponsoring bezahlt hat und den er nun zurückhaben möchte.

HCD-Präsident Gaudenz Domenig mag das zwar so nicht bestätigen. Aber auch nicht dementieren. In dieser Sache herrscht übrigens zurzeit Funkstille zwischen den Parteien.

Konkurs ist kein Thema

Domenig sagt, dass der HCD so oder so Bundesgelder braucht, um diese Saison finanziell zu überstehen. Er geht von einer Finanzhilfe in der Höhe von 25 Prozent des Gesamtumsatzes in der Höhe von 26 Millionen Franken aus. «Wir werden diese Kredite auf jeden Fall beantragen, um unsere Liquidität zu sichern.»

Er ist in Sorge, dass es nicht einmal möglich ist, während der ganzen Saison mit der Sitzplatzauslastung von zwei Dritteln zu spielen: «Wir rechnen alle Szenarien durch.» Konkurs werde der HCD nicht gehen. «Aber wir sind wahrscheinlich nicht die einzigen, die eine zweite Saison mit diesen Einschränkungen nicht überstehen könnten», so Domenig.

Bild: keystone

Nati müsste nach Krefeld

Nun beginnen die Verhandlungen mit den Spengler-Cup-Sponsoren. Wie viel überweisen sie trotzdem? Oder werden die Verträge einfach um ein Jahr verlängert? Gaudenz Domenig sagt, man habe die entsprechenden Verhandlungen noch nicht geführt. «Aber in ersten Gesprächen haben wir sehr viel Verständnis für unsere Situation gespürt.» Die bereits gelösten Dauerkarten werden aufs nächste Turnier (2021) übertragen.

Wenn der Spengler Cup abgesagt wird, ist es auch an der Zeit, die Teilnahme an einem anderen Turnier abzusagen. Es kann in dieser Situation nicht sein, dass unsere Nationalmannschaft am Deutschland Cup vom 5. bis 8. November in Krefeld teilnimmt. Es wäre verantwortungslos, unsere besten Spieler für diesen völlig bedeutungslosen Anlass im Ausland dem Infektionsrisiko auszusetzen.

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quelle: photopress-archiv / str
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