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Davos` Andres Ambuehl before the game starts between Team Canada and HC Davos at the 91th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Thursday, December 28, 2017. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Für HCD-Ikone Andres Ambühl fällt wie für die Fans ein Highlight weg. Bild: SPENGLER CUP

Eismeister Zaugg

Aus für den Spengler Cup – nur zwei Heimspiele statt ein pompöses Turnier

Zum ersten Mal seit 1956 wird der Spengler Cup nicht ausgetragen. Als «Trostpreis» gibt es zwei Meisterschaftsspiele am 28. Dezember gegen Ambri und am 30. Dezember gegen Zug. Nun wird es auch Zeit, die Teilnahme der Nationalmannschaft am Deutschland Cup abzusagen.



Die längst erwartete Absage ist offiziell bestätigt. Der Spengler Cup 2020 findet nicht statt. Willi Vögtlin hat dafür dem HC Davos in der Altjahrswoche zwei Heimspiele zugestanden: Am 28. Dezember tritt Ambri – das am Spengler Cup teilgenommen hätte – in Davos an, am 30. Dezember kommt Zug. «Die Klubs haben der Verschiebung dieser Partien in die Spengler Cup-Pause zugestimmt», bestätigt der Spielplan-Chef.

Was bedeutet die Absage für den HC Davos? Eine Versicherung hat der HCD für diesen Fall nicht. Versichert ist nur eine Absage aufgrund von Witterungsbedingungen. Das bedeutet den Verlust von Nettoeinnahmen in der Höhe von rund drei Millionen Franken. Was ungefähr dem Betrag entspricht, den Peter Buser bereits für das Stadion-Sponsoring bezahlt hat und den er nun zurückhaben möchte.

HCD-Präsident Gaudenz Domenig mag das zwar so nicht bestätigen. Aber auch nicht dementieren. In dieser Sache herrscht übrigens zurzeit Funkstille zwischen den Parteien.

Konkurs ist kein Thema

Domenig sagt, dass der HCD so oder so Bundesgelder braucht, um diese Saison finanziell zu überstehen. Er geht von einer Finanzhilfe in der Höhe von 25 Prozent des Gesamtumsatzes in der Höhe von 26 Millionen Franken aus. «Wir werden diese Kredite auf jeden Fall beantragen, um unsere Liquidität zu sichern.»

Er ist in Sorge, dass es nicht einmal möglich ist, während der ganzen Saison mit der Sitzplatzauslastung von zwei Dritteln zu spielen: «Wir rechnen alle Szenarien durch.» Konkurs werde der HCD nicht gehen. «Aber wir sind wahrscheinlich nicht die einzigen, die eine zweite Saison mit diesen Einschränkungen nicht überstehen könnten», so Domenig.

ARCHIV - ZUM KEYSTONE-SDA-TEXT UEBER DEN HC DAVOS-PRAESIDENTEN GAUDENZ DOMENIG STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG - Gaudenz F. Domenig, president of HC Davos, poses at the 93th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Friday, December 27, 2019. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: keystone

Nati müsste nach Krefeld

Nun beginnen die Verhandlungen mit den Spengler-Cup-Sponsoren. Wie viel überweisen sie trotzdem? Oder werden die Verträge einfach um ein Jahr verlängert? Gaudenz Domenig sagt, man habe die entsprechenden Verhandlungen noch nicht geführt. «Aber in ersten Gesprächen haben wir sehr viel Verständnis für unsere Situation gespürt.» Die bereits gelösten Dauerkarten werden aufs nächste Turnier (2021) übertragen.

Wenn der Spengler Cup abgesagt wird, ist es auch an der Zeit, die Teilnahme an einem anderen Turnier abzusagen. Es kann in dieser Situation nicht sein, dass unsere Nationalmannschaft am Deutschland Cup vom 5. bis 8. November in Krefeld teilnimmt. Es wäre verantwortungslos, unsere besten Spieler für diesen völlig bedeutungslosen Anlass im Ausland dem Infektionsrisiko auszusetzen.

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Roger Keller (2)
29.09.2020 16:01registriert October 2019
äh ?! Hat man nicht dem ganzen Land, NLA und NLB, gefühlte 150 Jahre verboten, zwischen Weihnachten und Neujahr zu spielen, um die Exclusivität des Spengler-Cups zu sichern, und jetzt spielt genau 1 Verein doch in der Altjahreswoche Meisterschaft: nämlich der HCD, der das den anderen NIE zustehen wollte.
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Fischefan
29.09.2020 16:36registriert January 2016
Infektionsherd Deutschland Cup??? Iss klar xD dürfte kein höheres Risiko in Krefeld sein sich anzustecken als bei einem Spiel in der Schweiz.
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marak
29.09.2020 16:32registriert April 2014
Ja, als ob in Krefeld das Ansteckungsrisiko grösser ist als in unseren Breitengraden. Krefeld ist ja keine Favelo in Rio d. Janeiro. Solange die Spieler der teilnehmenden Mannschaften gesund sind, spielt das nun wirklich keine Rolle. Man kann sich eher fragen, ob der ganze Aufwand sich lohnt. Aber der ganze Prospect Ansatz mit jungen Spielern etc. hat ja gar nicht so schlecht funktioniert.
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