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Berns Raeto Raffainer Chief Sport Officer, im Gespr

SCB-«Chief Sport Officer» Raeto Raffainer im regen Austausch mit einem Chronisten. Bild: keystone

Eismeister Zaugg

«Ich hätte Davos niemals verlassen, um bei einem anderen Klub einfach Sportchef zu werden»

Ein Transfer, der die Hockey-Landkarte verändert: Raeto Raffainer (39) ist der neue «Obersportchef» beim SC Bern. Warum hat er Davos verlassen? Welche Rolle bleibt Florence Schelling? Will er in Bern Nachfolger von Marc Lüthi werden?



Vor zwei Jahren sassen wir auch am Tisch zum Interview. Sie haben uns damals leidenschaftlich Ihre Mission geschildert: den HCD wieder auf Kurs zu bringen, Bündner fürs Bündnerland. Sie hatten die Strategie entworfen und Ihren Freund Christian Wohlwend als Trainer mitgebracht. Und nun haben Sie den HCD Knall auf Fall verlassen. Das Wort «Verrat» ist in diesem Zusammenhang gefallen.
Raeto Raffainer: So viel ich weiss, haben nur Sie von «Verrat» gesprochen. Sonst niemand.

Stimmt. Es wirkt eben wie «Verrat».
Ich sehe das nicht so. Ich habe in meinem Vertrag in Davos eine sechsmonatige Kündigungsfrist. Da bleibt mir gar nichts anderes übrig, als noch während der laufenden Saison zu kündigen, wenn ich in der darauffolgenden Saison rechtzeitig für einen anderen Klub meine Arbeit aufnehmen will. Ein Sportchef beschäftigt sich zu 20 Prozent mit der laufenden und 80 Prozent schon mit der nächsten Saison. Die Verträge mit den Schweizer Spielern und die Schweizer Transfers sind in Davos gemacht. Da können Sie nicht von «Verrat» sprechen, wenn ich einfach regulär kündige.

Gut, aber die Frage bleibt: Warum haben Sie Davos verlassen? Sie sind Bündner, Sie haben oft davon gesprochen, dass es sozusagen eine Herzensangelegenheit war, für den HCD zu arbeiten.
Weil ich in Bern eine Arbeit bekomme, die für mich im Schweizer Eishockey eine einmalige Aufstiegsmöglichkeit ist.

Sportchef Raeto Raffainer posiert im Sommertraining beim HC Davos, aufgenommen am Donnerstag, 18. Juni 2020, in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Nach zwei Jahren in Davos entschied sich Raffainer für einen Wechsel. Bild: keystone

Wohl wahr: Sie sind Sportchef und haben mit Florence Schelling eine Untersportchefin, mit Alex Chatelain einen Nebensportchef und wenn wir so wollen, darüber hinaus mit Verwaltungsrat Mark Streit noch einen Schattensportchef und mit SCB-Mitbesitzer Roman Josi einen Fernsportchef. Das wird es auf Jahre hinaus wahrlich nie mehr geben.
Es macht Ihnen offensichtlich Spass auf dem SCB herumzureiten, nicht wahr?

Nein. Ganz und gar nicht. Aber es ist, wie es ist, und es ist meine Pflicht zu sagen, was ist. Was bietet denn der Job in Bern, was Sie in Davos oben nicht hatten?
Entweder machst du als Sportchef einen guten Job oder es unterlaufen dir ein paar Fehler und du fliegst mit Sack und Pack aus dem Tal. In den letzten 2 Jahren haben 50 Prozent der Sportchefs in der Liga ihren Job verloren. Aufstiegsmöglichkeiten hat man im Erfolgsfall als Sportchef hingegen keine. Ausser dem Job als CEO. Aber die Position des CEO ist weit weg vom Sport und interessiert mich deshalb nicht. Ich bin 39 und ja, ich bin ehrgeizig. Ich war fünf Jahre beim Verband und nun zwei bei Davos Sportchef. Nun bekomme ich in Bern die Möglichkeit eines neuen Jobs im Sport.

So? Sie sind in Bern offiziell «Chief Sport Officer». Ich habe das im Google-Übersetzer eingegeben und das Resultat ist «Sportchef». Also das, was Sie schon beim Verband und in Davos waren.
Ich habe Sie im Verdacht, dass Sie bewusst nicht verstehen wollen, dass diese Stelle in Bern nicht die eines Sportchefs ist.

Dann erklären Sie mir den Unterschied.
Als Sportchef kümmere ich mich persönlich ums Tagesgeschäft. Um die Verträge, die Transfers, das Scouting und jeden Tag um das Wohl der Mannschaft. Ich bin ständig unterwegs, mit der Mannschaft oder zum Scouting in anderen Stadien. In Bern ist dieser Alltag nicht mehr meine Aufgabe. Ich kümmere mich auf der Stufe Geschäftsleitung in der grössten Hockeyorganisation der Schweiz um die Entwicklung des gesamten Sportbereiches. Das Alltagsgeschäft führen Sportchefin Florence Schelling, Nachwuchschef Marc Weber und Alex Chatelain ist für die Scouting-Abteilung verantwortlich. Meine Aufgabe ist es, die sportliche Strategie für den SCB zu entwickeln. Wer sind wir, wohin wollen wir, was müssen wir tun, um dorthin zu kommen, wo wir hinwollen.

Also wird Florence Schelling die Verträge aushandeln und Transfers einfädeln?
Ja.

SCB-Sportchefin Florence Schelling, schaut das erste Training des neuen Trainers des SC Bern, Mario Kogler, an, am Dienstag, 1. Dezember 2020 in der Postfinance Arena in Bern. Don Nachbaur hat dem SCB mitgeteilt, dass er sein Amt als Headcoach aus persoenlichen Gruenden per sofort niederlegt. Mario Kogler, bisher Cheftrainer des U20 Elite-Teams von SCB Future, uebernimmt ad interim die Position als Headcoach. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Florence Schelling wird beim SCB für die Transfers zuständig bleiben. Bild: keystone

Ja?
Sie wird, wie alle Angestellten im Sport, eine faire Chance bekommen, ein Teil des «neuen» SCB zu sein.

Wahrscheinlich wäre sie bei Ihnen mit dem Vorschlag, Don Nachbaur zum Trainer zu machen, nicht durchgekommen.
Das behaupten Sie.

Wir wollen nicht grübeln. Müsste es in der SCB-Strategie nicht ein Farmteam geben?
Das werden wir sicher anschauen. Das Ziel müsste sein, dass alle Klubs ihre letzte Ausbildungsstufe in der gleichen Liga haben. Jetzt ist es eine Verwässerung. Einige haben diese letzte Stufe in einer qualitativ schwächer gewordenen U20-Meisterschaft, sechs Klubs arbeiten mit Farmteams und einige platzieren ihre Spieler in verschiedenen Mannschaften der Swiss League.

Warum setzen wir in der Schweiz die jungen Spieler nicht mit 18, 19 oder 20 in der ersten Mannschaft ein? So wie es in Finnland oder Schweden der Brauch ist.
Weil wir das Niveau der Nachwuchsligen nicht vergleichen können. Den Rückstand, den wir beispielsweise bei unseren U16-Talenten auf Schweden oder Finnland haben, ist riesig. Erst auf der Stufe U20 wird der Rückstand kleiner.

Eben. Was spricht denn dagegen, auch bei uns die besten Talente in der ersten Mannschaft einzusetzen? Janis Moser, der nun über alle Massen gerühmt wird, ist beispielsweise nur dank einer Verletzung eines Stammspielers überhaupt in Biels erste Mannschaft nachgerutscht.
Wir haben in Davos 18-, 19- und 20-Jährige eingesetzt. Aber die Spieler waren auch genug gut, um eingesetzt zu werden. Es reicht nicht, wenn man einfach nur jung ist.

Wird sich die Situation in Bern nun ändern? Marco Müller, Luca Hischier oder Samuel Kreis haben den SCB verlassen, weil sie alle in Bern keine echte Chance bekommen haben, und alle drei haben es bis in den Kreis der Nationalmannschaft gebracht. Nun gehen mit Yanik Burren und André Heim wieder zwei hochkarätige Talente.
Mit dieser Problematik müssen wir uns befassen. Aber ich muss erst verstehen, warum das so war. Erst dann können wir sehen, was wir in Zukunft besser machen können.

Berns Andre Heim jubelt nach seinem Tor zum 2-0 neben Teamkollege Kyen Sopa, im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und HC Davos, am Sonntag, 14. Februar 2021 in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Mit André Heim (links) wird bald ein weiterer ehemaliger Junior den SCB verlassen. Bild: keystone

Wann haben Sie eigentlich beim SCB zugesagt?
Marc Lüthi hat mich am 12. Januar angerufen. Ich war auf dem Weg nach Fribourg an unser Spiel.

Und am Mittwoch haben Sie mit dem SCB alles klargemacht?
Nein – am Freitag, den 15. Januar. Ich habe bewusst auf das Gaspedal gedrückt, damit keine Gerüchte in die Medien kommen. Ich wollte die Mannschaft und die Coaches in Davos schützen.

So schnell? Sozusagen von einem Tag auf den anderen haben Sie sich entschieden?
Wie ich schon sagte: Diese Stelle gibt es im Eishockey sonst nirgendwo und wird es so schnell wohl auch nicht geben in einem anderen Klub. Für mich war schnell klar, die Chance musst du jetzt packen. Ich hätte Davos garantiert niemals verlassen, um bei einem anderen Klub einfach Sportchef zu werden.

So?
Ja, so ist es. Es hätte keinen Sinn gemacht, auf gleicher Stufe den Job zu wechseln. Mir hat es in Davos gefallen und ich habe keinen Wechsel gesucht.

Wie hat eigentlich HCD-Präsident Gaudenz Domenig auf Ihre Kündigung reagiert?
Er hat nachgefragt, wie der neue Job in Bern genau aussieht. Ich habe es ihm erklärt und er hat mir gratuliert. Aber ich spürte, dass er über meinen Wechsel nicht wirklich erfreut ist.

HCD Praesident Gaudenz F. Domenig, aufgenommen vor dem Viertelfinale des Swiss Ice Hockey Cup zwischen dem HC Davos und den Rapperswil-Jona Lakers, am Dienstag, 27. November 2018, in der Vaillant Arena in Davos. Trainerlegende Arno Del Curto ist heute morgen nach 22 Jahren ueberraschend zurueckgetreten. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Nach dem Abgang von Raeto Raffainer muss Gaudenz Domenig einen neuen HCD-Sportchef finden. Bild: KEYSTONE

Sie haben ihm die Kündigung in Zürich persönlich überbracht?
Ja, selbstverständlich.

Sie sind 39 und ehrgeizig und haben nun in Bern die höchste Stufe im Sportmanagement bereits erreicht. Welche Ziele haben Sie noch?
Mein Ziel ist es, in Bern im Sport einen guten Job zu machen. Ich bin mit Leib und Seele im Sport zuhause. Ein Mandat im internationalen Eishockeyverband würde mich zudem noch reizen. Aber kommt Zeit, kommt Rat.

Könnte es sein, dass Sie in ein paar Jahren bereit sein werden, die Sportabteilung zu verlassen und doch CEO zu werden?
Das ist denkbar, aber weit weg.

Dann ist Ihre Karriere-Planung perfekt.
Wie meinen Sie das?

In fünf oder sechs Jahren wird beim SCB die Nachfolgeregelung von CEO Marc Lüthi ein Thema.
Das ist eine rein provokative Frage.

Anders gefragt: Marc Lüthi ist immerhin schon 59 und bald einmal werden uns die ersten Gerüchte über seine Pension vortrefflich unterhalten. Haben Sie mit ihm über eine mögliche Nachfolgeregelung gesprochen?
Nein.

SCB CEO Marc Luethi spricht zu den Zuschauern im National League zwischen dem SC Bern und dem EHC Biel, am Freitag, 23. Oktober 2020, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Wie lange bleibt Marc Lüthi noch der starke Mann beim SCB? Bild: keystone

Aber CEO beim SCB wäre schon ein Ziel für einen ehrgeizigen 39-jährigen Sportmanager.
Ich wiederhole mich für Sie gerne nochmals: Dann müsste ich aus dem Sport und dafür bin ich heute nicht bereit.

Sie hatten in Davos den Auftrag, im Hinblick auf die nächste Saison 1,2 Millionen zu sparen. Haben Sie den erfüllt?
Ja – Davos ist auf einem guten Weg.

Ja? Bei den Zuzügen von Julian Schmutz, Dominik Egli, Valentin Nussbaumer, Axel Simic, Thomas Wellinger und Raphael Prassl?
Niemand wusste im Herbst, wie es wegen der Pandemie weitergehen wird, und wir wissen es auch heute noch nicht. Deshalb gab es erst einmal einen Einstellungstopp und kein Budget für die nächste Saison. Ich machte dem Verwaltungsrat klar: Wenn wir nichts unternehmen, dann riskieren wir, dass wir den Kern unserer Mannschaft verlieren mit 17 auslaufenden Verträge. Also gebt mir einen Budgetrahmen. Schliesslich habe ich ein Budget bekommen. 1,2 Millionen tiefer als im Vorjahr.

Der Davoser Valentin Nussbaumer, links, gegen Ambris Jannik Fischer, im Eishockey-Qualifikationsspiel der National League zwischen dem HC Davos und dem HC Ambri-Piotta, am Mittwoch, 17. Februar 2021, im Eisstadion Davos in Davos. (KEYSTONE/Juergen Staiger)

Raffainers «Abschiedsgeschenk»: Youngster Valentin Nussbaumer wechselte von Biel nach Davos. Bild: keystone

Wie spart man bei so vielen Zuzügen 1,2 Millionen?
Es stehen ja gleiche viele Schweizer Abgänge auf der «Haben»-Seite. Und in den Vertragsverlängerungen stecken auch noch Ersparnisse. Wir mussten Prioritäten setzen. Am schwierigsten ist es, auf dem Schweizer Markt Verteidiger zu bekommen. Also haben wir mit unseren Verteidigern verlängert und entsprechende Transfers gemacht. Dann haben wir uns bemüht, die Schweizer Stürmer unter Vertrag zu nehmen und auch hier die notwendigen Transfers zu machen. Das ist nun erledigt. Ich verlasse Davos mit gutem Gewissen, die Mannschaft ist für die den nächsten Jahren gut aufgestellt.

Dann muss also ein Teil der 1,2 Millionen auch bei den Ausländern und bei den Trainern eingespart werden?
Ja - bei den ausländischen Spielern gibt es noch ein kleines Sparpotenzial. Der Coachingstaff ist fair entlöhnt und bleibt es auch in der Zukunft.

Vor gut drei Jahren weibelten Sie als Verbands-Sportdirektor bei den Klubs für die Ablehnung einer Erhöhung der Ausländer. Sie trugen wesentlich dazu bei, dass damals die Vernunft siegte und der Antrag von Marc Lüthi mit 9:3 abgelehnt worden ist. Nun ist Marc Lüthi Ihr neuer Chef. Haben Sie die Meinung geändert?
Sie haben recht: Vor drei Jahren habe ich mich stark dafür eingesetzt, dass es zu keiner Erhöhung der Ausländer kommt. Ich habe meine Meinung nicht geändert. Aber inzwischen Verständnis dafür, dass der Sport eine gewisse Zeit lang nicht mehr erste Priorität hat. Und dass es jetzt erst einmal darum geht, die Klubs durch diese schwierige Zeit zu bringen. Wenn nicht jetzt, wann können wir dann Reformen machen?

Ausgerechnet mit mehr Ausländern soll es einfacher sein, diese schwierige Zeit zu meistern?
Die angedachte Erhöhung der Ausländer hat einen riesigen Einfluss auf unsere Liga. Dieser Schritt ist sehr gefährlich und ich warne ausdrücklich davor, die Folgen zu unterschätzen. Wir brauchen begleitend eine Strategie. Es geht auch um Auf- und Abstieg, um die Ausbildung und das Financial Fairplay. Wenn bei allen Klubs die Sportchefs allein entscheiden könnten, ginge es nur um den Sport und alle Klubs wären bankrott. Wir müssen also etwas tun, um die Lohnkosten in den Griff zu bekommen, und der Sport steht vorübergehend nicht im Mittelpunkt.

ARCHIV - ZUR KEYSTONE-SDA-MELDUNG, DASS RAETO RAFFAINER SPORTCHEF IN DAVOS WIRD, AM MONTAG, 11. FEBRUAR 2019, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Raeto Raffainer, General Manager, poses during a media conference of the Swiss men ice hockey national team in the House of Switzerland at the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Tuesday, February 13, 2018. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Während seiner Zeit beim Verband setzte sich Raffainer gegen eine Erhöhung der Ausländer ein. Bild: KEYSTONE

Sie unterliegen einem fundamentalen Irrtum: Der Sport muss zentral sein. Eishockeyunternehmen produzieren Sport, verkaufen diesen Sport dem Publikum, den Werbern und den TV-Stationen und nur wenn der Sport gut ist, bleibt dieses Geschäft gesund. Die ganzen Hockeyreformen mahnen an ein Autowerk, das sagt: Die Qualität unserer Wagen ist nicht mehr wichtig, wir machen jetzt ein bisschen Reform und die dummen Leute kaufen unsere Autos trotzdem.
In den letzten 20 Jahren stand bei unserem Eishockey tatsächlich der Sport im Zentrum. Deshalb haben wir diese Entwicklung gemacht. Wir haben uns im Ausland ein riesiges Ansehen erarbeitet. Wir werden dafür bewundert, was wir aus unserem begrenzten Potenzial herausholen. Das ist uns nur gelungen, weil bei allen Diskussionen stets der Sport im Zentrum stand.

Und nun nicht mehr …
… weil durch die Pandemie eine ganz besondere wirtschaftliche Situation entstanden ist. Nun sind vorübergehend die wirtschaftlichen Überlegungen wichtiger als der Sport.

Sie glauben doch nicht im Ernst, dass die Erhöhung der Ausländer zur Kostenreduktion beiträgt.
Doch, aber nur wenn das Financial Fairplay gleichzeitig kommt.

Ein reiner Papiertiger. Nur wenn Budgetüberschreitungen richtig weh tun würden – also ein harter Salary Cap – wäre ein Financial Fairplay wirkungsvoll. Es wird Walter Frey oder Vicky Mantegazza oder Hans-Peter Strebel nicht kratzen, wenn aus dem Topf der TV-Gelder ein oder zwei Millionen weniger kommen.
Es mag sein, dass da und dort, wenn es um den Titel geht, gesagt wird: Nun leisten wir uns diesen zusätzlichen Ausländer doch noch. Aber das wird die Ausnahme sein. Ich bin sicher, dass alle sich an einen bestimmten Budgetrahmen halten würden.

Ihre Worte in Gottes Ohr. Sie haben einen guten Überblick über die Liga …
… erst recht von Davos oben, da schaut man ja aufs Flachland hinunter.

Richtig. Wenn Sie also so übers Land und die Liga blicken: Wie lange braucht der SCB, um in die Spitzengruppe zurückzukehren?
Drei Jahre.

Warum drei Jahre?
Der SCB befindet sich im Umbruch und ein Umbruch braucht Zeit. Das geht nicht von heute auf morgen.

Aus dem Hockey-Fachmagazin «Slapshot».

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