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Willi Voegtlin, Chef Spielplan Swiss Ice Hockey, traegt den Meisterpokal vom Eis, vor dem ersten Eishockey Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem EV Zug, am Donnerstag, 6. April 2017, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Willi Vögtlin macht die Spielpläne neu. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Der Herr des Chaos – Willi Vögtlins neue Spielpläne

Nie war das Chaos im Eishockey grösser. Nun erarbeitet Spielplan-General Willi Vögtlin einen komplett neuen Spielplan. Und womöglich kommt die alte Redewendung «Jetzt schlägt's 13» wieder zu hohen Ehren.



Die Anekdote ist verbürgt. Spielplan-General Willi Vögtlin ist im Hauptberuf Händler von köstlichen Weinen. Wenn er den edlen Traubensaft an seine Kundschaft ausliefert, dann plant er seine Route manchmal so, dass er am Abend gleich am richtigen Ort ist, um ein Spiel vor Ort zu sehen. Kürzlich reiste er über Zürich. Und merkte erst kurz vor Ort, dass er das Spiel der ZSC Lions, das er sehen wollte, ja schon verschoben hatte. Auf Anfrage gibt er etwas mürrisch zu: «Ja, so ungefähr war es …»

Spielpläne können entsorgt werden

Von den 87 Partien, die bis heute gespielt sein sollten, sind schon 23 verschoben worden. Damit wie geplant bis am 22. März 2021 alle Qualifikationspartien gespielt sind, erstellt Willi Vögtlin diese Woche den Spielplan für die höchste Liga komplett neu. Wir können also alle gedruckten Spielplänchen, die wir im Portemonnaie verstaut haben, dem Altpapier übergeben.

Sein Konzept: Pro Woche setzt er fix nur noch zwei Partien an: eine am Dienstag und eine am Freitag. Doppelrunden (Freitag/Samstag oder Samstag/Sonntag) sind keine mehr fest im Plan. Die ebenso einfache wie geniale Idee: rund um diese zwei Fixdaten Dienstag und Samstag werden viel mehr Daten frei, um Nachholspiele anzusetzen. Es wird also weiterhin Doppelrunden geben – einfach dann, wenn ein Nachholspielauszutragen ist. Willi Vögtlin sagt: «Der neue Spielplan gilt erst einmal bis Ende Dezember. Dann sehen wir weiter.»

In der Dezember-Länderspielpause werden zwei Runden gespielt und zwischen Weihnachten und Neujahr müssen wir trotz Absage des Spengler Cups nicht auf Hockey verzichten: Bereits sind drei HCD-Heimspiele terminiert: am 27. Dezember gegen Lugano, am 28. Dezember gegen Ambri und am 30. Dezember gegen Zug. Gemäss Willi Vögtlin werden in der Festtagspause noch mindestens zwei weitere Partien im Flachland unten mit Flachland-Klubs gespielt.

Davos' Joe Thornton, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League zwischen dem HC Davos und Geneve Servette HC, am Samstag, 14. November 2020, im Eisstadion in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Trotz Absage des Spengler Cups: In der Altjahreswoche werden die HCD-Stars in die Schlittschuhe steigen. Bild: keystone

Damit zeichnet sich ab: Auch der ursprüngliche Spielplan vom Januar bis März wird Makulatur und neu erstellt. Allerdings erst dann, wenn klar ist, dass auch die Februar-Länderspielpause für Meisterschaftspartien genützt werden kann.

Wie lange dauert die Meisterschaft?

Willi Vögtlin geht zurzeit noch davon aus, dass die gesamte Qualifikation wie geplant bis zum 22.März gespielt werden kann. Ueli Schwarz, einer der Generäle beim Kult-Sportsender «MySports» ist da nicht ganz so sicher. «Es ist denkbar, dass die Qualifikation länger dauert.»

Der Grund für eine mögliche Prolongation: Sollte sich eine Beruhigung der Lage und damit eine Rückkehr der Zuschauer in die Stadien abzeichnen, dann ist es denkbar, die Qualifikation bis in den April hinein zu verlängern und trotzdem die ganzen Playoffs zuspielen. Bis zum Beginn der WM am 21. Mai gibt es noch viel Spielraum. Und was ist, wenn auch die WM in Weissrussland (Minsk) und Lettland (Riga) abgesagt wird? Ueli Schwarz sagt: «Wenn das der Fall sein sollte und bei uns die Möglichkeit besteht, wieder vor Zuschauern zu spielen, spricht nichts dagegen, die Saison bis Ende Mai oder bis in den Juni zu verlängern.»

Die Krise verursacht ein Chaos, aber Willi Vögtlin ist der Herr über das Chaos. Er hofft inzwischen inständig auf Corona-Schnelltestes. «Dann müssen nur noch die betroffenen Spieler und nicht mehr ganze Mannschaften in Quarantäne. Das wird es uns möglich machen, erstmals unsere 12 plus 1 Regel anzuwenden.» Wegen der Krise hat sich die Liga auf eine neue Regelung geeinigt: Wenn mindestens zwölf Feldspieler plus ein Torhüter eingesetzt werden können, dann muss eine Mannschaft antreten und eine von Willi Vögtlin angesetzte Partie bestreiten.

Dann können wir, wenn eine arg dezimierte Mannschaft wegen der 12 + 1 Regel antreten muss, jeweils sagen: Jetzt schlägt's dreizehn.

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