Jetzt ist Duca der Kronfavorit als neuer Sportchef des Verbands
Lars Weibel verlässt den Schweizerischen Eishockeyverband per 1. Juni und wird Sportchef in Ambri. Er arbeitet derzeit also noch immer als Sportdirektor des Verbandes und führt Ambris Sportabteilung am Hosentelefon.
Spätestens im April (und noch vor der WM, die am 14. Mai beginnt) soll Weibels Nachfolge geregelt werden. Nach einer Ausschreibung des Jobs hat ein Wahlgremium drei Kandidaten ausgewählt: Ex-SCB-Sportchef Alex Chatelain (48), Ex-Ambri-Sportchef Paolo Duca (44) und Patrick von Gunten (41, WM-Silberheld von 2013, Verteidiger Biel und Kloten), aktuell im OK der WM in Zürich und Fribourg, aber ohne jede Führungserfahrung im Profihockey.
Chatelain galt als Favorit von Verbandspräsident Urs Kessler. Doch nun hat der präsidiale Wunschkandidat das Handtuch geworfen und verzichtet, wie er schreibt:
Damit ist der Weg frei für Duca, den Wunschkandidaten der National League. Da der Sportdirektor des Verbandes zu 90 Prozent mit den Klubs der National League zusammenarbeitet, die ihm ja die Spieler für die Nationalteams zur Verfügung stellen, wäre es eine Torheit sondergleichen gewesen, nicht den Kandidaten der Liga – also Duca – zu berücksichtigen.
Mit seinem Rückzug bewahrt Chatelain den neuen Verbands-Obmann vor einem Personalentscheid, der ihm die Unterstützung der National League und letztlich das Amt hätte kosten können wie seinem Vorgänger Stefan Schärer.
Nun ist Paolo Duca Kronfavorit. Ein Vorschlag ohne Boshaftigkeit: Je früher Duca angestellt wird, desto besser: Dann kann ihn Lars Weibel beim Verband einarbeiten und im Gegenzug ist Duca bis zum 1. Juni der denkbar beste Berater von Weibel und er kann seinen Nachfolger in Ambri sicherlich vor mancher Fehleinschätzung bewahren. Vom 1. Juni an müssen dann aber beide getrennte Wege gehen.
Die Anstellung des neuen Verbands-Sportdirektors erfolgt durch den Verwaltungsrat des Verbandes unter dem Vorsitz von Urs Kessler.
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