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Football Soccer - France v Albania - EURO 2016 - Group A - Stade Vélodrome, Marseille, France - 15/6/16
Albania players look dejected
REUTERS/Yves Herman
Livepic

Wie bitter: Albanien verliert gegen Frankreich erst in der 90. Minute.
Bild: Yves Herman/REUTERS

Kopf hoch! Albanien muss schmerzhaft erleben, dass nicht jeder Aussenseiter Erfolg haben kann

Die EM in Frankreich ist bislang auch ein wenig das Turnier der «Kleinen». Die Isländer kommen zu einem glücklichen Punkt, Ungarn und Wales gelingen gar Siege. Der albanische Doppeladler ist hingegen noch nicht ins Fliegen gekommen.



175 Minuten lang kassieren die Albaner gegen die Schweiz und gegen Frankreich keine Tore. Das sind fast zwei Spiele. Aber weil man gegen die Schweiz schon nach 5 Minuten 0:1 zurück liegt und weil man gegen Frankreich in der 90. Minute einen Treffer kassiert, steht in der Tabelle halt bloss:

4. Albanien: 2 Spiele, 0 Siege, 0 Tore.

So ist der Sport und der kann manchmal richtig brutal sein. Nicht, dass Albanien zwei Mal chancenlos ist. Im Gegenteil. Ohne die Weltklasse-Parade von Yann Sommer gegen Shkelzen Gashi holen die Skipetaren gegen die Schweiz ein Unentschieden. Gegen Frankreich sieht es nach aufopferungsvollem Kampf nach diesem ersten Turnier-Punkt der Geschichte aus. Bis der EM-Gastgeber mit dem Schlusspfiff doch noch trifft.

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Sommer rettet den Schweizer Sieg.
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Leidenschaft und Kampf – dieser Plan kann auch aufgehen

Die beiden vermeidbaren Niederlagen täuschen aber nicht darüber hinweg, wo Albaniens Platz in der Hierarchie der 24 EM-Teilnehmer ist: Im hinteren Teil des Feldes. Wer erstmals überhaupt an einem grossen Turnier dabei ist, der gehört fast zwangsläufig zu den Teams, für die schon ein Sieg in der Gruppenphase ein kleiner Titel ist.

Leidenschaft, Einsatz und Kampfkraft sollen dem Underdog dabei helfen, die technischen und spielerischen Schwächen wettzumachen. Dass dieser Plan aufgehen kann, haben andere «Kleine» an dieser EM schon gezeigt. Ungarn verteidigte knüppelhart aber fair gegen Österreich und schlug den vor Zuversicht strotzenden Nachbarn dank zwei blitzsauberen Kontertoren. Die Isländer eroberten die Herzen der Fans mit einem leidenschaftlichen Auftritt gegen Portugal, wo sie Ronaldo und Co. ein 1:1 abrangen. Generell fällt auf, dass an dieser EM kein Team abfällt.

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Griezmann zerstört Albaniens Hoffnungen auf den ersten Punkt.
streamable

«Wir werden wieder aufstehen»

Hätte Albanien das 0:0 gegen Frankreich über die Zeit gerettet, die Schulterklopfer wären den Spielern sicher gewesen. So aber bleiben ihnen bloss die Aufmunterungen, gut gekämpft zu haben. Und den Anhängern bleibt die Zuversicht, dass es im dritten und vielleicht letzten EM-Auftritt gegen Rumänien wenigstens noch mit dem ersten Tor klappt. Und wer weiss – unter Umständen könnten drei Punkte sogar für die Achtelfinals reichen.

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«Wir werden wieder aufstehen, das haben wir schon mehrmals gezeigt», kündigte Verteidiger Mergim Mavraj unmittelbar nach dem bitteren 0:2 gegen Frankreich an. Wer die Albaner in ihren ersten beiden Spielen gesehen hat, der hat keinen Zweifel an dieser Aussage.

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kimbolone 16.06.2016 11:47
    Highlight Highlight Die gelungene duale Integration der Albaner äusserte sich gestern bei mir so, dass ich für die Albaner "gefänt" habe. Mann haben die mir leid getan nach diesem späten Tor - so viel Kampf, so viel Leidenschaft trotz technischer Limiten! Hätte mir das jemand vor 10 Jahren gesagt, ich hätte gelacht.
    • Dingsda 16.06.2016 13:41
      Highlight Highlight Ja sehr gelungen 🙄
      Ich wurde gestern von einem haufen albanern aus einer neutralen Bar geschmissen, weil ich für Frankreich war. Als ich meine Regenjacke holen wollte, wurde ich von eben diesen verprügelt.
    • Nonqi 16.06.2016 14:28
      Highlight Highlight genau! und dann bist du aufgewacht und hast dich auf die RECHTE Seite gedreht und hast weitergeschlafen.
  • Hurlibueb 16.06.2016 10:18
    Highlight Highlight Schade. Hätte ihnen mindestens das Unentschieden gegönnt. War eine vorblidliche kämpferische Leistung und machte Freude zum zuschauen.
    Jetzt ein Sieg gegen Rumänien und die Schweiz und Albanien könnten weiter kommen.
  • Bullet-Tooth-Joni 16.06.2016 09:36
    Highlight Highlight Auch die Albaner sind noch nicht raus!!! Sieg gegen Rumänien und dann reichts wohl als 4bester gruppendritter...
  • mrgoku 16.06.2016 09:32
    Highlight Highlight "die Skipetaren"


    echt jetzt? hahaha
    • ahaok 16.06.2016 09:47
      Highlight Highlight Die Selbstbezeichnung der Albaner ist seit der Nationalbewegung im 18. und 19. Jahrhundert „Shqiptarët“. Diese ist etymologisch von shqiptoj - „aussprechen“ herzuleiten. Nur eine Volksetymologie ist dagegen die Ableitung von albanisch shqipe - „Adler“. Wie im Deutschen wird die Bezeichnung Skipetaren auch in anderen Sprachen als Synonym für die Albaner übernommen.
      Laut Wikipedia ist Skipetaren eine offizielle Bezeichnung.
    • mrgoku 16.06.2016 09:52
      Highlight Highlight mich hat lediglich die Schreibweise etwas verwundert. Shqiptars würde ich eher benutzen. Skipetaren liesst sich nicht so lässig :D
  • Beny 16.06.2016 09:28
    Highlight Highlight Schade. Diese Spannung war zu viel des guten.🇦🇱🇨🇭
  • SVARTGARD 16.06.2016 09:18
    Highlight Highlight Mal sehen wie lange Ihr🇨🇭 noch erfolgreich seid😂
    • Prof.Farnsworth 16.06.2016 10:15
      Highlight Highlight verstehe dein Kommentar nicht, wieso das bashing gegen die 🇨🇭Nati? Hast du dich durch diesen Artikel angegriffen gefühlt oder wo ist das Problem?

      Btw die Hoffnung stirbt zuletzt...

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