Das Eishockey-Turnier der Winterspiele 2030 soll in einem Fussballstadion gespielt werden
Die Eishockey-Arena für die Olympischen Spiele in Mailand sorgte bereits im Vorfeld für grosse Schlagzeilen. Zuerst war befürchtet worden, dass die Santagiulia Arena nicht rechtzeitig fertig wird. Es war verdammt eng – letzte Bauarbeiten wurden noch bis kurz vor der Eröffnungsfeier durchgeführt – am Ende waren Stadion und Eisfläche rechtzeitig fertig.
Auch über die Grösse des Eisfelds – rund 60 Zentimeter kürzer als ein Spielfeld in der NHL – wurde viel geschrieben. Da die Masse aber problemlos den Vorgaben des internationalen Eishockeyverbands (IIHF) entsprachen, war dies nicht viel mehr als ein Sturm im Wasserglas der nordamerikanischen Medien.
Und es scheint, als sorgten auch das Eishockeystadion der nächsten Olympischen Winterspiele wieder für Gesprächsstoff. Bei den Spielen in den französischen Alpen sollen die Olympiaturniere nämlich in einem Fussballstadion über die Bühne gehen. Das OK der Spiele plant mit der Mittelmeerstadt Nizza als Zentrum vieler Eissportarten – Curling, Eiskunstlauf, Shorttrack und eben auch Eishockey.
The hockey arena at the Milan Olympics has been controversial, and it might be in 2030 as well. The plan is to divide the soccer stadium in Nice, France with a wall built down the middle of the field to create two 15,000 seat temporary arenas. The roof will also be filled in. pic.twitter.com/R783qtBmHE
— Brent Bellamy (@brent_bellamy) February 13, 2026
Die Allianz Riviera Arena – das Heimstadion des Ligue-1-Klubs OGC Nice – soll dabei gleich beide Hockey-Eisfelder beherbergen. Das Fussballstadion, das auch über ein Dach verfügt, soll zweigeteilt werden. In der Mitte sieht der Plan eine Wand mit Tribünen auf beiden Seiten vor. So sollen in einem Fussballstadion zwei Hockeystadien mit je bis zu 15'000 Zuschauern entstehen. Die Organisatoren in Frankreich wollen so den Bau zweier neuer Stadien verhindern und stattdessen bestehende Infrastrukturen nutzen. (abu)
