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Champions League, Playoffs, Rückspiele

Tel Aviv – Basel 1:1; HS: 2:2

Malmö – Celtic Glasgow 2:0; HS: 2:3

Monaco – Valencia 2:1; HS: 1:3

Zagreb – Skenderbeu 4:1; HS: 2:1

Donezk – Rapid Wien 2:2; HS: 1:0

25.08.2015; Tel Aviv; Fussball Champions League FC Basel - Maccabi Tel Aviv; Breel Embolo nach einem Foulspiel;
(Steffen Schmidt/freshfocus)

Breel Embolo kann es nicht fassen: Der FC Basel muss in die Europa League. Bild: freshfocus

FCB verpasst die Königsklasse: «Es ist Wahnsinn, dass wir über 180 Minuten die bessere Mannschaft waren und uns nicht qualifizieren»

Der FC Basel verpasst zum ersten Mal seit 2012 die Gruppenspiele der Champions League. Bei Maccabi Tel Aviv reichte es nur zu einem 1:1. Der FCB scheidet wegen der Auswärtstor-Regel aus, die Enttäuschung ist grenzenlos.



» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen

Riesige Enttäuschung beim FCB

Marc Janko ist sprachlos

«Es ist Wahnsinn, dass wir über 180 Minuten die bessere Mannschaft waren und uns nicht qualifizieren. Das ist brutal.»

Davide Callà nach der Partie

Nach dem enttäuschenden 2:2 im Hinspiel in Basel erwischt der FCB in Tel Aviv einen guten Start. Schon nach elf Minuten liegen die Bebbi in Führung. Luca Zuffi zirkelt einen Freistoss über die Mauer und via Pfosten ins Tor. Damit haben die Basler das Handicap aus dem Hinspiel früh in einen Vorteil umgewandelt.

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Zuffis Freistoss passt perfekt. gif: srf

Die Führung ist verdient, weil der FCB schon in der Startviertelstunde das Geschehen klar dominiert. Und dies, obwohl der Captain Matias Delgado und der Mittelstürmer Marc Janko verletzt fehlen.

Samuels verhängnisvoller Fehler

Doch wie schon im Hinspiel wird Basel aus dem Nichts erwischt. Maccabi hat dem FCB eigentlich nicht viel entgegen zu setzen. Ausser, dass die Israeli mit Erhan Zahavi einen Stürmer mit herausragenden Abschlussqualitäten in seinen Reihen wissen.

Nach einem Steilpass enteilt Zahavi dem ungelenkten Basler Innenverteidiger Walter Samuel und trifft alleine vor Keeper Tomas Vaclik (24.). Es ist nach der Doublette im Hinspiel das dritte Tor im Duell mit dem FCB für den ehemaligen Palermo-Profi.

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Samuel lässt Zahavi laufen: Gebt ihm eine Chance und er macht sie. gif: srf

Die Parallelen zum Hinspiel halten sich auch nach der Pause. Basel hat mehr Qualität im Aufbau und die besseren Einzelspieler. Aber es fällt auch auf, wie wenig Überraschendes im gegnerischen Strafraum kreiert wird. Der FCB hat mehr Ballbesitz, mehr Corner und mehr Abschlüsse. Und doch wird es für den Maccabi-Keeper Juan Pablo kaum gefährlich. So fliegt in der zweiten Halbzeit nur ein einziger Basler Schuss auf das Tor.

Nur noch eine Chance in der zweiten Halbzeit

In der Schlussphase versucht Trainer Urs Fischer, mit der Einwechslung der Stürmer Boëtius, Gashi und Albian Ajeti den Druck zu erhöhen. Es nützt nichts mehr. Der FCB kommt zu keiner richtigen Chance mehr. Die einzige Gefahr für Maccabi nach der Pause war ein Weitschuss von Luca Zuffi. Das bereits in der 62. Minute.

«Finanziell sind wir solid aufgestellt. Das Geld stand nicht im Vordergrund.»

FCB-Sportchef Georg Heitz

«Das eine Tor hat gefehlt, das ist brutal», sagt Davide Callà nach der Partie. «Es ist Wahnsinn, dass wir über 180 Minuten die bessere Mannschaft waren und uns nicht qualifizieren. Wenn man den Gegner in zwei Spielen so dominiert, muss man auch mindestens einmal gewinnen. Wir haben gefightet und alles versucht. Aber wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen, die Enttäuschung natürlich ist gross.»

Basel's disappointed Breel Embolo, left, and Germano Vailati, right, leave the pitch after the UEFA Champions League play-off round second leg soccer match between Israel's Maccabi Tel Aviv FC and Switzerland's FC Basel 1893 in the Bloomfield stadium in Tel Aviv, Israel, on Tuesday, August 25, 2015. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Breel Embolo kann die Tränen nicht zurückhalten, Germano Vailati muss trösten. Bild: KEYSTONE

Während sich der FC Basel in diesem Herbst – wie letztmals vor drei Jahren – mit den Gruppenspielen der Europa League zufrieden geben muss, steht Maccabi Tel Aviv erstmals seit 2004 in der Champions League.

«Am Ende wurden wir brutal bestraft, aber wir müssen es akzeptieren, auch wenn es sehr weh tut.»

FCB-Trainer Urs Fischer

Riesengross ist die Enttäuschung auch bei Urs Fischer: «Mir fehlen die Worte. In zwei Spielen musste unser Goalie keinen Ball halten», so der FCB-Trainer, der aber nicht nur das mangelnde Glück monierte. «In der zweiten Halbzeit haben wir den Kopf verloren, das 1:1 hat unheimlich weh getan. Die Mannschaft hat alles versucht, aber wenn man nur durch die Mitte spielt, wird es schwierig. Am Ende wurden wir brutal bestraft, aber wir müssen es akzeptieren, auch wenn es sehr weh tut. Wichtig ist jetzt, dass wir das bittere Ausscheiden aus den Köpfen der Spieler raus bringen.»

Sportchef Georg Heitz erklärt nach der Partie, dass das Verpassen der Champions League vor allem sportlich und nicht unbedingt finanziell schmerzt: «In der Kabine herrscht nicht gerade die beste Stimmung. Finanziell sind wir solid aufgestellt. Das Geld stand nicht im Vordergrund. Dass wir über 180 Minuten gesehen die bessere Mannschaft waren, davon können wir uns nichts kaufen.» (pre/si)

Telegramm

Maccabi Tel Aviv – Basel 1:1 (1:1)
16'000 Zuschauer. – SR Skomina (Sln).
Tore: 11. Zuffi (Freistoss) 0:1. 24. Zahavi (Mitrovic) 1:1.
Maccabi Tel Aviv: Juan Pablo; Shpungin, Ben Haim I, Tibi, Ben Harush; Alberman, Igiebor (70. Peretz); Ben Haim II (83. Miha), Mitrovic (91. Itzhaki), Rikan; Zahavi.
Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Samuel, Safari; Elneny (76. Gashi), Xhaka; Callà (83. Albian Ajeti), Zuffi, Bjarnason (68. Boëtius); Embolo.
Bemerkungen: Basel ohne Delgado, Kuzmanovic, Janko und Ivanov (alle verletzt). – Verwarnungen: 49. Safari. 62. Rikan. 74. Zuffi. 84. Xhaka. 85. Suchy (alle Foul).

Zur Erinnerung: Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball

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