Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Fans take in the opening ceremony ahead of Canada's game against Ghana in the FIFA U-20 women's World Cup soccer tournament Tuesday, Aug. 5, 2014, in Toronto. (AP Photo/The Canadian Press, Chris Young)

Am Dienstag wurde in Toronto die U20-Frauen-WM eröffnet. Findet in Kanada in zwölf Jahren die Männer-WM statt? Bild: AP/The Canadian Press

Soccer boomt wie nie in Nordamerika

Ist die Wahl schon entschieden, bevor es Kandidaten gibt? Blatter forciert WM 2026 in Kanada

Derzeit findet in Kanada die U20-Juniorinnen-WM statt, im nächsten Jahr die A-WM der Frauen. Die Anlässe gelten als Probeläufe für die WM der Männer 2026, für die sich Kanada zwar noch nicht beworben hat, aber interessiert zeigt. Ganz zur Freude von FIFA-Präsident Sepp Blatter.

06.08.14, 14:21

In Nordamerika ist Fussball, also Soccer, so populär wie nie. Die US-Nationalmannschaft sorgte an der WM in Brasilien für neue TV-Rekorde und Begeisterung bei vielen Public Viewings, und selbst Präsident Barack Obama drückte vor dem Bildschirm die Daumen. In diesem Sog fand vor wenigen Tagen mit dem Champions Cup ein Turnier statt, das nicht nur hochkarätig besetzt war, sondern auch exzellent besucht. Beim Spiel zwischen Manchester United und Real wurde mit fast 110'000 Anwesenden gar ein neuer Zuschauerrekord für Fussball in den USA aufgestellt.

Gewiss, Kanada und die Vereinigten Staaten von Amerika sind zwei Paar Schuhe. Im Sport jedoch teilen sich die beiden Nachbarn die Leidenschaften: Eishockey (in Kanada die Nummer 1), Football (in den USA die Nummer 1), Basketball und Baseball sind seit langer Zeit die Favoriten – doch Soccer hat mächtig aufgeholt. Zwar erhoffte man sich schon von der WM 1994 in den USA einen Schub, doch dieser setzte erst jetzt richtig ein.

ANN ARBOR, MI - AUGUST 02: An aerial view of Michigan Stadium during the Guinness International Champions Cup match between Real Madrid and Manchester United at Michigan Stadium on August 2, 2014 in Ann Arbor, Michigan.   Leon Halip/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==

Das Michigan Stadium in Ann Arbor beim Freundschaftsspiel zwischen Manchester United und Real Madrid. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

«Hier fühle ich mich äusserst willkommen»

Kanada ist ein sportbegeistertes Land, das mit der nun laufenden U20-Frauen-WM nicht zum ersten Mal ein Turnier ausrichtet. So waren 2007 schon die männlichen Alterskollegen zu Gast, der heutige Superstar Sergio Agüero schoss Argentinien damals zum Titel. Zuvor fanden 1987 die U17-WM und 2002 bereits einmal die U20-Frauen-WM in Kanada statt.

Das Gerücht, wonach sich Kanada womöglich für die Männer-WM 2026 bewerben will, sickerte bereits während des Turniers in Brasilien durch. Nun, zum Start der U20-Frauen-WM sorgte FIFA-Präsident Sepp Blatter höchstpersönlich dafür, dass aus dem Gerücht vielleicht schon bald mehr wird. «Ich bin gespannt darauf zu sehen, ob ihr es schafft, die WM ins Land zu holen», sagte Blatter in Toronto. «Ich bin sicher, Kanada wird so friedlich sein, wie es jetzt ist. Hier fühle ich mich äusserst willkommen.»

Auch auf Twitter freute sich der FIFA-Boss über die kanadischen Gedankenspiele einer WM-Kandidatur.

Blatters Logik: Wenn es in Brasilien geht, dann geht es in Kanada erst recht

Das gestern gestartete Juniorinnen-Turnier bezeichnete der FIFA-Präsident als einen notwendigen Schritt für eine erfolgreiche Kandidatur für 2026. «Wenn man eine Männer-WM austragen will, benötigt man Zeit und Erfahrungen. Der kanadische Verband war mutig genug, eine Frauen-WM mit 24 Teilnehmern auf die Beine zu stellen», nahm Blatter auf das Turnier im nächsten Jahr Bezug.

1986 konnte sich Kanada zum bislang einzigen Mal für eine WM qualifizieren. Dieser Dok-Film erinnert daran. Video: Youtube/sstackh2

Die WM in Brasilien habe Kanada gezeigt, dass es ebenfalls eine Weltmeisterschaft ausrichten könne, so Blatter weiter. «In Brasilien waren die Distanzen zwischen den Städten ebenfalls gross und es gab drei verschiedene Klimazonen. In Kanada wird das Klima überall gleich sein und Distanzen spielen sowieso keine Rolle.»

Ohne Zweifel: Nach der umstrittenen Vergabe der WM 2018 an Russland und der WM 2022 an Katar käme es der FIFA wohl mehr als nur gelegen, den grössten Sportanlass der Welt wieder einmal in einem ruhigen, wenig umstrittenen Land auszutragen. Ist das Rennen also etwa bereits entschieden, noch bevor überhaupt Kandidaturen bekannt sind?



Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SomeoneElse 06.08.2014 18:44
    Highlight aber bitte verbietet denen dort drüben auf der anderen seite des teiches das wort soccer... horror!
    3 0 Melden
  • droelfmalbumst 06.08.2014 17:04
    Highlight Eigentlich egal wo. Wichtig ist dass es irgendwo ist wo Fussball auch etwas bedeutet! Qatar...haben die überhaupt eine Meisterschaft oder gar Nationalmannschaft? In solchen Ländern geht es nur ums Geld und nicht um den Sport...das ging die letzten Jahren immer mehr vergessen. Nur noch Geld, Marketing, Profit... Der Sport an sich ist nur noch Beilage...
    1 0 Melden
  • pierolefou 06.08.2014 16:30
    Highlight Ich bin Doppelbürger: Canadier und Schweizer.
    Das wäre ein super Ding für alle.
    Bin überzeugt, dass es eine gute WM werden würde.
    HOFFEN!
    1 0 Melden
  • Kev 06.08.2014 15:44
    Highlight Vielleicht schon Katar zu Gunsten von Kanada oder USA streichen?
    11 0 Melden

Nati-Debütant Mvogo «musste leiden, aber es war für mich ein Supermatch»

Die Schweiz ist zum Siegen zurückgekehrt. Nach zuletzt zwei Niederlagen gewann die Nati in Reykjavik nach einer hektischen Schlussphase das dritte Spiel der Nations League gegen Island 2:1.

In den Schlussminuten mussten die Schweizer doch noch zittern. Alfred Finnbogason hatte in der 81. Minute mit einem herrlichen Weitschuss den starken Debütanten Yvon Mvogo bezwungen, womit die Isländer plötzlich wieder an sich glaubten.

Und nachdem die Schweizer defensiv lange überzeugt hatten, brachen sie plötzlich in Hektik aus. Fabian Schär klärte im letzten Moment auf der Linie (87.), Mvogo parierte den Schuss von Gylfi Sigurdsson glänzend (89.) und der Ex-Basler Birkir Bjarnason …

Artikel lesen