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epa03956763 Foreign construction workers qleave a construction site in Doha, Qatar, 19 November 2013. The previous day, football's ruling body FIFA said it will continue to put pressure on 2022 World Cup hosts Qatar over the conditions of migrant workers in the country's construction sector, but issued no deadline for improvement. Britain-based rights group Amnesty International said 17 November that workers in the oil- and gas-rich Gulf state suffered difficulties including 'non-payment of wages, harsh and dangerous working conditions, and shocking standards of accommodation.'  EPA/STR

Arbeiter der WM-Stadien von Katar. Bild: EPA

Eingeständnis von FIFA-Präsident

Blatter bezeichnet WM-Vergabe an Katar als Fehler

FIFA-Präsident Sepp Blatter kritisierte am Donnerstagabend in einem Interview im Westschweizer Fernsehens RTS die Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 an Katar in bislang nicht gekannter Schärfe. Zudem äusserte sich der Walliser zu einer möglichen fünften Amtsperiode.

«Natürlich war es ein Fehler. Aber wissen sie, man macht viele Fehler im Leben. Der technische Bericht zu Katar hat eindeutig gezeigt, dass die Temperaturen im Sommer zu hoch sind», antwortete Blatter auf die Frage, ob die Vergabe der WM an Katar ein Fehler gewesen sei. Mögliche Bestechung durch das Emirat wollte der ranghöchste Funktionär nicht kommentieren: «Nein, nein, das habe ich nie gesagt.» Allerdings stellte der Schweizer fest, dass es offenbar «politischen Druck» aus Frankreich und Deutschland gegeben habe. «Man weiss gut, dass grosse Firmen aus Frankreich und Deutschland in Katar arbeiten, aber sie arbeiten nicht nur für die WM. Die WM ist eine relativ kleine Angelegenheit für Katar.»

(FILES) - A picture taken on March 21, 2013 showss President of FIFA, Joseph Blatter, delivering a speech during the press conference following the meeting of the FIFA executive comittee in Zurich. Blatter announced on May 9, 2014 that he will stand for a fifth term as president of world football governing body FIFA in 2015.

Sepp Blatter Bild: AFP

Blatters Aussagen zu Katar konnten auch als Angriff gegen Michel Platini verstanden werden. Der UEFA-Chef bekannte sich damals als einziger Funktionär offen zu seiner Unterstützung für Katar und gilt als Konkurrent, der die Wiederwahl Blatters verhindern könnte. Laut dem 78-jährigen Walliser ist der Franzose indes noch kein Kandidat für das Präsidentenamt der FIFA. «Ich denke nicht. Er wird es sicher nicht machen. Man darf auch nicht vergessen, dass seine Karriere fest mit meiner verknüpft ist», stellte er fest und fügte an: «Ich habe nicht nur Lust, ich bin entschlossen weiterzumachen. Der Marsch zum Thron ist aber noch nicht eröffnet. Es gibt viele Menschen, die diesen Posten gerne einnehmen würden.»

Platini selbst hat seine Kandidatur noch nicht verkündet. Der Franzose will offenbar noch das Stimmungsbild beim FIFA-Kongress am 10./11. Juni in Sao Paulo abwarten. Sollte Blatter dort von den Delegierten aus den 209 Mitgliedsländern gefeiert werden, ist ein Verzicht des UEFA-Präsidenten wahrscheinlich. Dem bislang einzigen offiziellen Kandidaten, dem früheren Blatter-Vertrauten Jérôme Champagne, werden keine realistischen Chancen gegen den Amtsinhaber eingeräumt.

Angesichts vieler gegenseitig abgefeuerter verbaler Giftpfeile in den vergangenen Monaten klangen Blatters Bemerkungen zu Platinis Karriere im Interview fast schon heuchlerisch. Sein früherer «Zögling» habe ihn 1998 einst sogar als Präsident vorgeschlagen, erinnerte der Schweizer an die Zeiten der engen Kooperation. Auf die Frage, ob Platini einen «Vatermord» begehen könnte, antwortete Blatter mit einem Schmunzeln. «Das glaube ich nicht. Er hat einen guten Charakter. Ich kenne seine Eltern, seine Familie.» (si/qae)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 16.05.2014 18:30
    Highlight Highlight Fussball lebt von Fehlern. Wer das Perfekte sucht, soll sich anderstweitig umsehen.
  • droelfmalbumst 16.05.2014 14:47
    Highlight Highlight Nicht nur Qatar ist ein Fehler... Auch Brasilien ist ein Fehler. Die EM in Russland ist ebenfalls ein Fehler. Und der grösste Fehler ist Blatter selbst.

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