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epa08666738 Winner British Formula One driver Lewis Hamilton of Mercedes-AMG Petronas reacts after the Formula One Grand Prix of Tuscany at the race track in Mugello, Italy 13 September 2020.  EPA/Bryn Lennon / Pool

Lewis Hamilton und seine jüngste Botschaft im Kampf gegen Rassismus. Bild: keystone

«Verhaftet die Cops» – Lewis Hamilton droht Ärger wegen T-Shirt



Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton droht wegen einem T-Shirt mit einer Botschaft gegen Polizeigewalt Ärger. Der Brite hatte vor dem Grand Prix in Mugello und nach seinem Sieg ein T-Shirt mit der Aufschrift «Verhaftet die Polizisten, die Breonna Taylor getötet haben» getragen.

Auf der Rückseite war ein Foto der Schwarzen zu sehen, die in den USA von der Polizei erschossen worden war. Wie ein Sprecher des Weltverbands FIA gegenüber BBC bestätigte, wird der Vorfall nun «aktiv geprüft».

epa08666705 The winner British Formula One driver Lewis Hamilton of Mercedes-AMG Petronas (R) and second placed Finnish Formula One driver Valtteri Bottas of Mercedes-AMG Petronas celebrate on the podium after the Formula One Grand Prix of Tuscany at the race track in Mugello, Italy 13 September 2020.  EPA/Miguel Medina / Pool

Die Rückseite des Shirts mit Taylors Konterfei. Bild: keystone

Die FIA untersucht, ob der Mercedes-Pilot mit dem Shirt gegen die Statuten des Verbands verstossen hat. Der Weltverband sieht sich als unpolitische Organisation und hat für das Verhalten auf den Rennstrecken ein detailliertes Regelwerk.

Zuletzt hatten Fahrer und Teams allerdings im Zuge der weltweiten Anti-Rassismus-Proteste und der «Black lives Matter»-Bewegung jeweils vor den Rennen Zeichen setzen dürfen. Zudem hat die Formel 1 mit Unterstützung von Hamilton ein Programm für mehr Diversität im Motorsport ins Leben gerufen.

Hamilton ist der einzige schwarze Formel-1-Pilot und hat sich zuletzt immer wieder deutlich gegen Rassismus und Polizeigewalt zu Wort gemeldet. «Es hat lange gedauert, dieses Shirt zu bekommen», sagte Hamilton in Mugello. «Wir können uns nicht ausruhen, wir müssen darauf aufmerksam machen.» (ram/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ehrenmann 15.09.2020 08:14
    Highlight Highlight Respekt Lewis. Ihm wurde noch vor dem Podium, soweit ich dasd etwa einschätzen kann von einem FIA Mitglied nahe gelegt, das Shirt abzuziehen. Das wird wohl Konsequenzen haben. Das wusste er wohl auch und hatte es durchgezogen.
  • LalaLama 15.09.2020 01:47
    Highlight Highlight Anti-Rassismus ist keine Politik. Es gehört zu den Menschenrechten.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 15.09.2020 08:19
      Highlight Highlight Und "die Menschenrechte" sind unpolitisch?
    • T13 15.09.2020 11:47
      Highlight Highlight Ehhh jaa.
      es sind Rechte die jeder Mensch unabhängig von politischer, sexueller, religiöser, ethnischer Herkunft haben sollte.
      Und nicht weil die Politik ihnen diese zu- oder abspricht.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 15.09.2020 12:13
      Highlight Highlight @T13 Sie wurden von Politikern definiert. In anderen Ländern gibt es sie nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BetterTrap 14.09.2020 22:46
    Highlight Highlight War die Schrift etwa zu klein @FIA? Sehe sonst keinen Grund.
  • givemeajackson . 14.09.2020 22:36
    Highlight Highlight Jaja, die FIA, die unpolitische organisation. Aber die aramco-sponsorship ist natürlich völlig unpolitisch, da ist ja geld geflossen dafür...

    Eine organisation, die ohne irgendwelche bedenken mit menschenrechtsverachtenden regimes kooperiert, sich selbst mit "we race as one" und regenbogen probiert zu promoten, sagt lewis hamilton was er anziehen darf und was nicht. Wunderbar.
  • Neruda 14.09.2020 22:26
    Highlight Highlight FIA: He in unseren Statuten steht, dass Missstände nicht aufgezeigt werden dürfen! Wo kämen wir da hin? Am Schluss hätten wir gar keine Sponsoren mehr!

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