DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Susie Wolff
Susie WolffBild: EPA
Schneller als der Weltmeister

Diese Frau trocknete Sebastian Vettel ab

Bei Testfahrten in der Formel 1 haben die Rundenzeiten grundsätzlich wenig Gewicht. Aber wenn ein Neuling dem dreifachen Weltmeister Sebastian Vettel fast sieben Zehntel abnimmt – und erst noch eine Frau ist – dann lässt dies doch aufhorchen.
15.05.2014, 09:1315.05.2014, 13:34
Reto Fehr
Folgen

Susie Wolff durfte am Mittwoch erstmals Formel-1-Testfahrten bestreiten. In Barcelona sorgte die Britin mit Wohnsitz in der Schweiz dabei gleich für Aufsehen.

Kurz nach dem Start der Tests drehte sie sich und landete im Kiesbett. Gegenüber der «Bild» erklärte die 31-Jährige den Zwischenfall: «Es ist einfach ein total anderes Auto als letztes Jahr. Da steckt so viel Drehmoment drin, das musst du erst einmal unter Kontrolle halten. Es passierte in meiner zweiten Runde. Als ich vom dritten in den vierten Gang geschaltet hab, hab ich über dem Randstein die Kontrolle über das Heck verloren. Nicht spektakulär, das passiert eben am Anfang.»

Danach legte die Ehefrau von Toto Wolff, dem Mercedes-Motorsportchef, aber einen Gang zu. Kurz vor Schluss absolvierte sie die Runde im Williams-Boliden in 1:27,280 Minuten, eine ganz passable Zeit für die Strecke in Katalonien. Am Testtag bedeutete dies die gute fünftbeste Zeit – und damit fast sieben Zehntelsekunden schneller als Weltmeister Sebastian Vettel. Allerdings war Pastor Maldonado der schnellste Fahrer des Testtages. Damit ist schon vieles gesagt.

«Die Entwicklung in der Formel 1 geht in eine Richtung, die Frauen helfen könnte»

Wolff, die bis 2012 in der DTM mitfuhr und ist seither bei Williams als Testfahrerin angestellt. Das Ziel bleibt natürlich ein Cockpit in der Formel 1. Wolff wäre nach Giovanna Amati die erste Frau seit 1992, die in der Königsklasse mitfahren dürfte. 

Susie Wolff bei der Teampräsentation von Williams mit Felipe Massa und Valtteri Bottas.
Susie Wolff bei der Teampräsentation von Williams mit Felipe Massa und Valtteri Bottas.Bild: EPA/Williams Martini Racing

Gegenüber «Focus» stellte sie schon vor den Tests klar: «Die Testreihe am Mittwoch ist eine riesige Chance für mich, da kann ich mich zeigen. Generell geht die Entwicklung in der Formel 1 aber in eine Richtung, die Frauen helfen könnte: Die Fahrer haben immer weniger Gewicht, die Autos sind leichter zu fahren als früher. Es geht also alles in eine gute Richtung.»

Ziel von Wolff sind jetzt die Tests in Silverstone und Hockenheim. Und dann winkt vielleicht bald ein wirkliches Duell mit Sebastian Vettel. Mal schauen, ob sich der Heppenheimer auch dann von einer Frau schlagen lässt, wenn es wirklich zählt. 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Auch heute kann niemand Sofia Goggia stoppen – Corinne Suter wird Vierte

Sofia Goggia feiert in der Weltcup-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo einen italienischen Heimsieg. Die Schweizerinnen verpassen in dem von Windböen beeinflussten Rennen das Podest.

Zur Story