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epa08650372 German Formula One driver Sebastian Vettel of Scuderia Ferrari walks at pit lane prior to the 2020 Formula One Grand Prix of Italy at the Monza race track, Monza, Italy 06 September 2020.  EPA/Luca Bruno / Pool

Das Rennen in Monza läuft noch – Sebastian Vettel ist bereits Zuschauer. Bild: keystone

Vettel und sein Schrott-Ferrari: «Ich weiss nicht mehr weiter»



Wenn Pierre Gasly im Alpha Tauri einen Formel-1-GP gewinnt, dann muss das Rennen aussergewöhnlich gewesen sein. Das war der Grand Prix von Italien in Monza. Denn neben dem französischen Premierensieger standen mit Carlos Sainz (McLaren) und Lance Stroll (Racing Point) zwei weitere Fahrer auf dem Podest, die man dort nicht erwarten würde.

Race winner AlfaTauri driver Pierre Gasly of France, centre, speaks on the podium with second placed Mclaren driver Carlos Sainz of Spain, left, and third placed Racing Point driver Lance Stroll of Canada after the Formula One Grand Prix at the Monza racetrack in Monza, Italy, Sunday, Sept.6 , 2020. (Jennifer Lorenzini, Pool via AP)

Haben gut lachen: Sainz, Gasly und Stroll (von links). Bild: keystone

Dabei hatte Lewis Hamilton zunächst wie der sichere Sieger ausgesehen. Doch dann machte der Weltmeister den Fehler, zu früh die Reifen wechseln zu lassen: Die Boxengasse war noch nicht freigegeben, als das Rennen wegen Kevin Magnussens Ausscheiden neutralisiert war. Die Bestrafung Hamiltons öffnete dem Sensations-Trio den Weg auf das Podest. Der Brite wurde letztlich Siebter.

Ferrari erneut ohne Punkte

Einen weiteren Sonntag zum Vergessen erlebten die Tifosi der Scuderia Ferrari. Das italienische Kultteam kam nach einem Doppelausfall nicht in die Punkte. Charles Leclerc schied nach einem Fahrfehler aus, Routinier Sebastian Vettel hingegen machte wieder einmal das Auto einen Strich durch die Rechnung. Mit über 300 km/h raste der Deutsche durch am Streckenrand aufgestellte Styropor-Schilder, nachdem plötzlich Probleme mit den Bremsen aufgetreten waren.

Die Ausfälle der beiden Ferrari. Video: SRF

«Ich weiss im Moment nicht weiter», sagte der frustrierte Vettel. «Man denkt, schlimmer geht nicht mehr, aber schlimmer geht immer dieses Jahr. Es ist echt … es nervt.»

Nach acht der geplanten 17 WM-Rennen findet man den vierfachen Weltmeister erst auf Rang 13, ein sechster Platz war das höchst bescheidene Bestresultat Vettels. Leclerc stand Anfang Saison zwar zwei Mal auf dem Podest, doch in den letzten drei Grand Prix schied er zwei Mal aus und fuhr einmal auf Platz 14. Bloss Rang 6 in der Konstrukteurswertung für Ferrari ist ein Desaster.

Ende Jahr ist Schluss

Schon vergangene Woche beim GP von Belgien hatten beide Ferrari die WM-Punkte verpasst. Zuvor hatte es das zehn Jahre lang nicht gegeben, stets holte zumindest ein «Roter» Zähler für die Gesamtwertung.

Vettel hilft in seiner Situation mit einem offenbar nicht konkurrenzfähigen Auto nur noch Galgenhumor. Zu RTL sagte der Wahl-Thurgauer sarkastisch: «Am Dienstag sitze ich im Simulator. Das Auto hält wenigstens.»

Noch vor dem Saisonstart hatten Ferrari und Vettel bekanntgegeben, dass die Zusammenarbeit nach dieser Saison beendet wird. Die Zukunft des 33-jährigen Deutschen ist offen, von einem neuen Vertrag bei einem anderen Team ist nichts bekannt. Auch ein Abschied aus der Formel 1 oder eine einjährige Auszeit sind denkbare Szenarien.

Längst geht es bei Ferrari in dieser Saison nur noch darum, diese einigermassen in Würde beenden zu können. Teamchef Mattia Binotto sprach nach dem verkorksten GP in Monza von einem «schlechten Abschluss eines schwierigen Wochenendes». Er wolle dieses aber rasch abhaken: «Jetzt müssen wir nach vorne schauen. Wir müssen daraus lernen. Diese Saison wird uns stärker machen.» (ram)

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • massi.lucca 07.09.2020 19:53
    Highlight Highlight Leute, nicht nur Ferrari ist dieses Jahr ein trauriger Witz, sondern die komplette Formel 1 !!!

    Vettel zieht seine Teamcrew durch den Dreck, Helmut Marko stänkert ständig gegen Mercedes, Renault rannte nach jedem Rennen zur FIA um Protest einzulegen, Mattia Binotto redet sich die Katastrophe schön und Toto Wolff erklärt dem italienischen Sender Sky das es für die Formel 1 wichtig ist, dass Ferrari wieder Top ist, nach dem er die letzten Jahre immer derjenige war, der ständig was über die Roten zu motzen hatte.

    Und über Sauber Alfa Romeo ist es besser zu schweigen...
  • I_am_Bruno 07.09.2020 13:57
    Highlight Highlight Watson, geht Euer Baroni mal auf die Angelegenheit Alpine ein? Eigentlich schöne Autos, die jedoch an einem Designelement kranken, welches schon im Original hässlich war und an dem die Ingenieure trotzdem oder gerade deswegen festhielten. Darum herum lassen sich doch einige schöne Stories bauen...
    Ist gerade aktuell durch den Wechsel von Renault zu Alpine.
    • Hans Jürg 07.09.2020 14:05
      Highlight Highlight Wieso hässlich? Ich habe als Kind diese Alpine geliebt. In unserer Nachbarschaft hatte jemand einen Alpine in wunderschönen Alpine-Blau. Damals mein Traumauto.
    • I_am_Bruno 07.09.2020 14:25
      Highlight Highlight Ohne die beiden Scheinwerfer in der Motorhaube wäre es ein schönes Auto.
    • wizzzard 07.09.2020 16:51
      Highlight Highlight Den historischen A110 gab es durchaus auch ohne die Doppelscheinwerfer. Mir persönlich gefällt die Rallye-Optik mit den Doppelscheinwefern besser.
  • Zeit_Genosse 07.09.2020 13:15
    Highlight Highlight Das Ferrari-Tief ist menschengemacht, aber nicht von den Fahrern.

    Wenn ein Teamchef solchen Schwachsinn erzählt wie es war ein schlechtes Wochenende. abhacken und vorwärts schauen. ja wohin den vorwärts und ewiges vorwärts schauen bringt nichts. Das muss personelle Konsequenzen haben, die hinter den Kulissen sicher bereits eingefädelt werden. Ferrari mit dem Rücken an der Wand, wann kommt die Explosion? Das Auto ist für 2020 durch. Tiefer geht noch, wenn die aus Verzweifeln anfangen zu tricksen und es auffliegt. Mercedes als Brand steht wie ein Fels, Ferrari bröselt.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 07.09.2020 13:01
    Highlight Highlight Vettel ist ein guter Rennfahrer, das hat er mit 4 Weltmeitertiteln in Folge bewiesen. Seit er bei Ferrari fährt und Kinder hat, scheint aber etwas der Wurm drin zu sein. An seine grossen Erfolge konnte er nie wieder richtig anknüpfen. Dass auch ein grosser Fahrer wie Hamilton mit einem Ferrari keine Rennen gewinnen würde, davon gehen die meisten Experten davon aus. Aber ein Micheal Schumacher zu Ferrari kam, hat er daraus ein Spitzenteam gemacht und jahrelang alles in Grund und Boden gefahren, selbst seinen Wasserträger Barichello hat er mehrmals überrundet.
    • Junge Schnuufer 07.09.2020 15:53
      Highlight Highlight Was soll Vettel denn deiner Meinung nach machen, wenn die Bremsen nicht funktionieren? Einfach mit 300 Sachen durch die Kurve?
    • [Nickname] 07.09.2020 16:07
      Highlight Highlight Man sieht ja wie schnell das Auto auf der Geraden ist. Eben gar nicht.
    • Maubro_ 07.09.2020 16:10
      Highlight Highlight Das Team war nicht nur wegen Schumi gut damals sonder wegen des ganzen Teams und Managements.
    Weitere Antworten anzeigen
  • cheko 07.09.2020 12:28
    Highlight Highlight Das ist einfach nur blamabel was Ferrari da zeigt! Da kann man weder Vettel noch Leclerc was vorwerfen. Sie können schlicht nicht mehr herausholen aus den Kisten.
    • Oban 07.09.2020 18:27
      Highlight Highlight Man sollte nicht vergessen das sich die FIA ende Februar mit Ferrari „geeinigt“ hat. Wie man sich „geeinigt“ hat und wegen welchem Verstoss ist bis heute nicht ganz bekannt. Was man aber weiss ist, dass es um den Motor im 2019 ging. Das 2020 Auto basiert ja grundlegend auf dem 2019 Auto, damals hatte man noch wesentlich mehr Motoren-Power. Im Endeffekt büssen sie jetzt für die Schummelei im letzten Jahr....

      ...und das ist auch richtig so.

      Aber der Vettel lässt sich dieses Jahr auch gleich noch vom Teamkollegen vorführen und schmollt dabei, das kann man ihm vorwerfen.

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