
Charles Leclerc jubelt bei Heimrennen von Ferrari.Bild: keystone
Charles Leclerc lässt die Ferrari-Fans jubeln. Der Monegasse gewinnt zum zweiten Mal nach 2019 den Grand Prix von Italien in Monza. Leclerc siegt vor Oscar Piastri und Lando Norris in den McLaren.
01.09.2024, 16:5001.09.2024, 19:41
Oft waren sie bei der Scuderia in jüngster Vergangenheit für strategisches Fehlverhalten kritisiert worden. Nun aber waren es die Techniker in Rot, die zum gewinnbringenden taktischen Schachzug ansetzten. Im Gegensatz zur direkten Konkurrenz entschieden sie sich, Leclerc und auch Sainz, der an seinem 30. Geburtstag Vierter wurde, nur einmal zum Reifenwechseln an die Box zu beordern.
Es war ein Entscheid, mit dem sie goldrichtig lagen, der Leclerc den zweiten Grand-Prix-Sieg in der laufenden Saison nach jenem in Monaco eintrug und den einheimischen Fans einen unvergesslichen Tag bescherten.
Es brauchte etwas Mut, doch mit der auf einem Zwischenhalt beruhenden Taktik sahen sie bei Ferrari die einzige Möglichkeit, die favorisierten Fahrer in den orangen Autos hinter sich zu lassen. Leclerc erreichte das Ziel mit 2,6 Sekunden Vorsprung vor Oscar Piastri. Der aus der Pole-Position gestartete Norris büsste als Dritter 6,1 Sekunden ein und verpasste damit die Chance, den Rückstand in der WM-Wertung auf Max Verstappen ernsthaft zu verkleinern.
Die entscheidende Szene geschah dabei schon in der ersten Runde. Nach einem guten Start wurde Norris in der zweiten Schikane von seinem Teamkollegen Piastri attackiert und überholt. Auch Leclerc profitierte von der Szene und konnte sich vor den Briten setzen.
Trotz des verpassten (Doppel-)Sieges machte McLaren aber immerhin in der Teamwertung weiter Boden auf Red Bull gut. Der Rückstand auf die führende Equipe schmolz um 22 auf 8 Punkte. Max Verstappen und Sergio Perez wurden in den blauen Autos Sechster beziehungsweise Achter. Verstappen führt in der WM-Wertung weiterhin klar mit 62 Punkten Vorsprung vor Lando Norris.
Die Fahrer des Rennstalls Sauber hatten einmal mehr nur Nebenrollen inne. Valtteri Bottas und Zhou Guanyu beendeten das Rennen mit einer Runde Rückstand als Sechzehnter und Achtzehnter. (nih/sda)
Magnussen darf in Baku nicht starten
Kevin Magnussen kann am Grand Prix von Aserbaidschan in zwei Wochen in Baku nicht teilnehmen. Der Däne in Diensten des Teams Haas ist wegen seiner Strafpunkte gesperrt.
Die Stewards ahndeten Magnussens Rencontre mit dem Franzosen Pierre Gasly im Alpine im Grossen Preis von Italien nicht nur mit dem Zuschlag von zehn Sekunden auf die Fahrzeit, sondern auch mit zwei Strafpunkten. Mit nunmehr zwölf Strafpunkten, die er in den letzten zwölf Monaten angehäuft hat, muss der Nordländer gemäss Reglement einmal aussetzen.
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Red Bull: Max Verstappen (26): Niederlande, 3-facher Weltmeister, 185 Rennen, 54 Siege, 98 Podien. Stand: 1. März 2024.
quelle: keystone / darko bandic
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Im letzten Herbst hat die Postbank (PostFinance) angekündigt, künftig nur noch NL-Klubs mit Direktsponsoring zu alimentieren, die ein Frauenteam in der höchsten Liga betreiben. Nun folgt die offizielle Bestätigung, dass diese «Drohung» tatsächlich wahr gemacht wird.
Die Kommunikations-Abteilung der PostFinance bestätigt auf Anfrage: «Ja, das Konzept wird wie angekündigt umgesetzt.» Und im Detail wird ausgeführt: «Unsere Ligapartnerschaften mit der National League und der PostFinance Women’s League stehen im Mittelpunkt unseres Engagements. Alle Klubs beider Ligen profitieren weiterhin von der Topscorer-Prämie, die direkt an die Klubs ausgezahlt wird. Zusätzlich engagieren wir uns gezielt im Sponsoring von einzelnen Klubs. Ab der nächsten Saison ist eine der Voraussetzungen für ein solches Sponsoring, dass der Klub sowohl in der National League als auch in der PostFinance Women’s League ein Team stellt. Mit den betroffenen NL-Klubs haben wir bereits vor über einem Jahr das Gespräch gesucht und unsere Strategieanpassung frühzeitig kommuniziert. Die Partnerschaften mit dem HC Ambri-Piotta und dem SC Bern sind verlängert worden.»