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St. Gallens Cedric Itten, Victor Ruiz Abril, und Ermedin Demirovic, bejubeln dessen 2-0, beim Fussball Super-League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Sion, am Samstag, 2. November 2019, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Freude herrscht beim FC St.Gallen. Bild: KEYSTONE

St.Gallen begeistert weiter und schliesst dank Sieg gegen Sion zu Basel auf – FCZ gewinnt



St.Gallen – Sion 3:0

– Der St.Galler Höhenflug hält an. Mit dem 3:0 gegen Sion festigten die erfrischend und attraktiv aufspielenden Ostschweizer den 3. Platz. Der Auftritt war ein weiteres Indiz dafür, dass sie ein konstantes Spitzenteam sind. Die Treffer bei den St.Galler Festspielen vor 13'750 Zuschauern fielen alle in der zweiten Halbzeit. Als Torschützen liessen sich Jordi Quintilla (56.) nach einem raffinierten Freistossaufsetzer, Ermin Demirovic (61.) nach einem Pfostenschuss von Lukas Görtler und Captain Silvan Hefti (73.) nach einem Absatztrick des dynamischen Dauerläufers Boris Babic feiern. St.Gallen ist nunmehr seit acht Partien ungeschlagen und hat seit dem Cup-Out in Winterthur sieben Siege und ein Remis und somit 22 Punkte eingefahren. Werte, die zuletzt im Meisterjahr um die Jahrhundertwende erreicht wurden.

– Sion war über weite Strecken Statist und nur bei zwei Standards gefährlich. Der Freistoss von Anto Grgic (32.), den Dejan Stojanovic grossartig aus der Lattenkreuz fischte, hätte aber beinahe das (unverdiente) 0:1 bedeutet. «Doch», wandte Ermir Lenjani ein, «wir waren von Beginn weg nicht da. Es kam deutlich zu wenig von uns. Wir müssen mehr leisten und kämpfen.» Einzig Goalie Anton Mitrjuschkin überzeugte. Andere wie Seydou Doumbia, Bastien Toma oder auch Pajtim Kasami enttäuschten. So sind die phantasielosen Walliser, bei denen Präsident Christian Constantin auf der Spielerbank sass, nun seit sieben Spielen sieglos. Die Luft für Trainer Stéphane Henchoz wird zunehmend dünner.

– Die Walliser kamen in den ersten 30 Minuten kaum aus der eigenen Platzhälfte heraus und konnten von Glück reden, dass St.Gallen nach der ersten halben Stunde nicht bereits 2:0 führte. Zahlreiche Chancen waren vorhanden. Die besten vergaben Görtler nach 59 Sekunden und Hefti. St.Gallen bewahrte aber Geduld, powerte auch nach der Pause weiter, presste und wurde belohnt. «Es läuft», stellte Quintilla fest. «So macht Fussball Spass. Wenn alle in die gleiche Richtung gehen und die Ideen des Trainers umsetzen, können wir in der Schweiz jeden Gegner schlagen.»

St.Gallens Ermedin Demirovic bejubelt sein 2-0, beim Fussball Super-League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Sion, am Samstag, 2. November 2019, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Demirovic jubelt nach seinem 2:0. Bild: KEYSTONE

St.Gallen - Sion 3:0 (0:0)
13'750 Zuschauer. - SR Bieri. -
Tore: 56. Quintilla (Freistoss) 1:0. 61. Demirovic (Görtler) 2:0. 73. Hefti (Babic).
St.Gallen: Stojanovic; Hefti, Stergiou, Letard, Muheim; Görtler, Quintilla (84. Wiss), Victor Ruiz (74. Fazliji): Itten; Babic, Demirovic (74. Guillemenot).
Sion: Mitrjuschkin; Maceiras, Ndoye, Abdellaoui, Facchinetti (71. Song); Kouassi; Kasami, Toma, Grgic (64. Fortune), Lenjani; Doumbia (54. Luan).Bemerkungen: St. Gallen ohne Lüchinger und Nuhu (beide verletzt), Vilotic, Fabiano, Ribeiro, Rüfli und Campos (alle nicht im Aufgebot). Sion ohne Fickentscher, Khasa und Raphael (alle verletzt), Adao, Bamert, Itaitinga und Morgado (alle nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 14. Kouassi (Foul). (sda)

Thun – Zürich 0:1

– Das personell arg gebeutelte Thun fand auch im Heimspiel gegen den FC Zürich nicht aus dem Tief. Ein Konter besiegelte die 0:1-Niederlage. Man konnte den Schützlingen von Marc Schneider das Bemühen um das dringend benötigte Erfolgserlebnis nicht absprechen. Trotz diverser gewichtiger Absenzen und einigen Spielern in der Startformation, die ansonsten selten zum Zug kamen – unter anderem gelangte der 19-jährige Justin Roth im defensiven Mittelfeld zu seinem zweiten Super-League-Einsatz –, waren die Thuner mehrheitlich am Drücker. Sie gingen mit der nötigen Intensität zu Werke und erspielten sich mehrere gute Chancen. Mit einem Platzverweis nach einer knappen Stunde öffnete der Gegner die Tür zu Zählbaren zusätzlich. Nur, am Ende war es wie so oft in dieser Saison: Trotz einer Vielzahl an Chancen setzte es eine Niederlage ab. Blaz Kramer erzielte den einzigen Treffer nach knapp 40 Minuten.

– In diesem Fall war es Thuns 9. Niederlage im 13. Spiel. Und es war eine, zu der Zürichs Goalie Yanick Brecher mit einer Handvoll guter Aktionen wesentlich beitrug. Allein dreimal war der FCZ-Schlussmann nach Kopfbällen von Simone Rapp mit starken Reflexen zur Stelle. Die drei besagten Szenen spielten sich ab, nachdem Zürichs Simon Sohm wegen eines taktischen Fouls die Gelb-Rote Karte gesehen hatte und bevor in der 82. Minute Sven Joss die Thuner mit einem ähnlichen Vergehen dezimierte.

– Die Zürcher ihrerseits hatten sich schon bei numerischem Gleichstand aufs Kontern fokussiert. Ein solcher verhalf auch zum Tor und zum fünften Sieg aus den letzten acht Ligaspielen. Antonio Marchesano lancierte nach einem Ballgewinn in der Mittelzone Kramer mit einem Steilpass, und weil Miguel Rodrigues ohne Erfolg auf Abseits spekulierte, konnte er alleine auf Guillaume Faivre losziehen und den Ball an diesem vorbei lupfen. Der FCZ behauptete sich damit in der oberen Platzhälfte, während sich die Situation für die seit dem 4. Spieltag sieglosen Thuner am Tabellenende vor den kapitalen Spielen gegen Xamax und Lugano weiter zuspitzte.

Zuerichs Spieler feiern ihren Treffer zum 1:0 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Thun und dem FC Zuerich, am Samstag, 2. November 2019, in der Stockhorn Arena in Thun. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Auch gegen den FC Zürich gibt es keine Thuner Punkte. Bild: KEYSTONE

Thun - Zürich 0:1 (0:1)
6201 Zuschauer. - SR Schärer. -
Tor: 39. Kramer (Marchesano) 0:1.
Thun: Faivre; Glarner, Rodrigues (87. Havenaar), Sutter (79. Munsy), Joss; Gelmi, Roth (70. Hiran), Karlen; Tosetti, Rapp, Vasic.
Zürich: Brecher; Britto, Omeragic, Bangura, Pa Modou (81. Tosin); Domgjoni, Sohm; Schönbächler (63. Janjicic), Marchesano (70. Rüegg), Kololli; Kramer.
Bemerkungen: Thun ohne Castroman, Fatkic, Stillhart (alle gesperrt), Hediger, Salanovic, Ziswiler, Bigler (alle verletzt), Wanner und Righetti (krank). Zürich ohne Nathan (gesperrt), Hekuran Kryeziu, Mirlind Kryeziu, Charabadse, Mahi, Winter und Aliu (alle verletzt) und Ceesay (nicht im Aufgebot). 59. Gelb-Rote Karte gegen Sohm (Foul). 82. Gelb-Rote Karte Joss (Foul). Verwarnungen: 8. Joss (Foul). 34. Sohm (Foul). 37. Kololli (Foul). 37. Glarner (Foul). 90. Tosin (Foul). 94. Rapp (Foul). (zap/sda)

Die Tabelle

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