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Umaru Bangura am Zürcher Flughafen: In der WM-Qualifikation fehlt er dem FCZ nicht mehr.
Umaru Bangura am Zürcher Flughafen: In der WM-Qualifikation fehlt er dem FCZ nicht mehr.
Bild: KEYSTONE

FCZ-Bangura muss sich nach verschossenem Penalty im Schlafzimmer verstecken

Die Fussball-Nationalmannschaft von Sierra Leone zählt zu den schlechtesten in Afrika. Nun winkte immerhin das Überstehen der Vorqualifikation für die WM 2022. Hätte Umaru Bangura doch bloss in der 93. Minute getroffen.
11.09.2019, 11:0411.09.2019, 13:11

Was für ein Herzschlagfinale in Freetown! Sierra Leone und Liberia ermitteln in einem Hin- und Rückspiel, wer an der eigentlichen Qualifikation für die Fussball-WM 2022 teilnehmen darf.

Das favorisierte Liberia geht mit einem 3:1-Heimsieg ins Rückspiel, doch in diesem winkt Sierra Leone die grosse Chance aufs Weiterkommen. Die «Leone Stars» führen mit 1:0 und in der 93. Minute erhalten sie einen zweifelhaften Penalty zugesprochen. Geht er rein, ist das Heimteam eine Runde weiter.

Das Foul, das zum Penalty führte.
Video: streamable

Umaru Bangura übernimmt die Verantwortung, der Captain des Teams. Der 31-jährige Innenverteidiger des FC Zürich läuft an – rutscht beim Schuss aus und verschiesst.

Banguras fataler Fehlschuss.
Video: streamable

Danach ist das Spiel aus. Liberia kann das 0:1 über die Zeit retten und zieht mit dem Gesamtskore von 3:2 in die nächste Qualifikationsrunde ein.

Doch der Schlusspfiff im Stadion war bloss der Anpfiff zu Ausschreitungen in der Stadt. Wütende Anhänger nahmen Banguras Haus in Freetown ins Visier. Sie warfen mit Steinen und beschädigten damit Fenster und Türen.

«Das war einer der schlimmsten Tage meines Lebens», sagte der FCZ-Verteidiger zur BBC. Auskunft gab er verbarrikadiert in seinem Schlafzimmer: «Ich kann mein Haus nicht verlassen.»

Bangura äusserte auch seine grosse Enttäuschung über den Fehlschuss. «Es war meine Aufgabe als Captain, in dieser Situation die Verantwortung zu übernehmen. Ich bin sehr enttäuscht über diese Reaktionen und möchte bei den Fans um Vergebung bitten.»

Bei einem Fahrzeug des Roten Kreuzes wurden Scheiben eingeschlagen.
Bei einem Fahrzeug des Roten Kreuzes wurden Scheiben eingeschlagen.
bild: facebook/Umaru Fofana

Auch ein Fahrzeug des Roten Kreuzes wurde von Anhängern ins Visier genommen. Vier Sanitäter erlitten Verletzungen. Die Fans glaubten, sie würden Bangura dabei helfen, unerkannt aus dem Stadion zu gelangen. «Ich bin sehr enttäuscht von diesen Sierra-Leonern», sagte Sportminister Ibrahim Nyelenkeh. «Er ist unser Captain und Fussball hat auch mit Glück zu tun.» (ram)

Die Zusammenfassung des Spiels.
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