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Präsident Markus Lüthi verlässt den FC Thun – Andres Gerber soll übernehmen

Thuns Cheftrainer Marc Schneider, links, und Thuns Praesient Markus Luethi, rechts, sprechen waehrend des ersten Trainings von FC Thun, am Freitag, 14. Juni 2019 in der Stockhorn Arena in Thun. (KEYST ...
Marc Schneider (links) bleibt Trainer des FC Thun – Präsident Markus Lüthi demissioniert nach 10 Jahren.Bild: KEYSTONE

Präsident Markus Lüthi verlässt den FC Thun – Andres Gerber soll übernehmen

Der FC Thun nimmt nach dem Abstieg aus der Super League den angekündigten Umbau in Angriff. Präsident Markus Lüthi tritt per Ende Monat zurück – ersetzen soll ihn Andres Gerber.
20.08.2020, 11:1820.08.2020, 12:45
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Zehn Tage nach dem bittersten Sieg der Vereinsgeschichte stellt der FC Thun die Weichen für die Zukunft. Der 4:3-Heimsieg im Barrage-Rückspiel gegen den FC Vaduz am vorletzten Montag, der nach zehn Jahren Super-League-Fussball den Abstieg bedeutete, wird das letzte Pflichtspiel der Ära Markus Lüthi gewesen sein. Nach zehn Jahren im Verein, davon acht Jahre als FCT-Präsident, tritt Lüthi per Ende Monat zurück.

In einem persönlichen Schreiben begründete er seinen Abschied mit der Relegation in die Challenge League. Da das Ziel Klassenerhalt in der Barrage gegen den FC Vaduz nicht erreicht wurde, müsse «der 'oberste Chef' hinstehen und Platz machen», schrieb Lüthi auf der Klub-Website. Die vielen Baustellen um den Klub hätten ihn in den letzten Jahren müde gemacht.

Markus Luethi, Praesident, rechts, und Markus Peter, Vizepraesident vom Fussball Super League Club FC Thun, stellen an einer Medienkonferenz den neuen Investor Pacific Media Group aus Neuseeland vor,  ...
Markus Peter und Markus Lüthi treten von ihren Ämtern zurück.Bild: KEYSTONE

Neben Präsident Lüthi wird auch der langjährige Vizepräsident Markus Peter abtreten – dies soll jedoch erst an der nächsten Generalversammlung geschehen. Das Amt als Vizepräsident hat Peter bereits abgelegt, am Mittwoch ernannte der Verwaltungsrat Sportchef Andres Gerber an seiner Stelle in das Amt. Der 47-Jährige soll der neue starke Mann bei den Berner Oberländern werden. Gerber wird sich an der nächsten Generalversammlung für das Amt des Präsidenten zur Verfügung stellen.

ARCHIVBILD ZUM SDA-INTERVIEW MIT ANDRES GERBER - Thuns Sportchef Andres Gerber im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Thun und dem Sion, am Samstag, 19.Mai 2018, in der Stock ...
Sportchef Andres Gerber wird wohl bald Präsident des FC Thun.Bild: keystone

Der ehemalige Spieler des FC Thun stand seit seinem Rücktritt als Fussballer 2009 als Sportchef im Berner Oberland unter Vertrag und führte den Verein gemeinsam mit Trainer Murat Yakin in seiner ersten Saison zurück in die Super League. Bis vor zehn Tagen trotzten Gerber und der stetige Aussenseiter in jedem Jahr dem vermeintlichen Abstieg. Wie der Klub bekannt gab, sei eine Rückkehr in die oberste Liga das grosse Ziel der neuen Führungscrew. Die Führung der Mannschaft bleibt derweil bei Marc Schneider. Der 40-jährige Thuner amtet seit Juli 2017 als Trainer bei seinem Stammverein.

Die Mission Wiederaufstieg wird Thun mit einem geringeren Budget angehen müssen. Wie stark die Kosten gesenkt werden müssen, soll die «genau wirtschaftliche Planung» der kommenden Tage ergeben. Eine Reduktion der Personalkosten sei jedoch ohnehin nötig, schreibt der FC Thun in seinem Communiqué. Bis Ende September sollen die Personalentscheide gefällt und den betroffenen Mitarbeitern in «persönlichen Gesprächen» kommuniziert werden. Ebenso sollen die Stadionmiete und die Betriebs- und Sicherheitskosten für den Spielbetrieb in der Challenge League gesenkt werden.

Personelles beim FC Thun:

  • Präsident Markus Lüthi verlässt den Verein per Ende August 2020.
  • Neben Lüthi wird auch der bisherige Vizepräsident Markus Peter an der nächsten Generalversammlung seinen Rücktritt vollziehen.
  • Der bisherige Sportchef Andres Gerber wurde vom Verwaltungsrat zum Vizepräsidenten gewählt. Er plant, sich an der nächsten Generalversammlung als Präsident zur Verfügung zu stellen.
  • Marc Schneider bleibt auch in der Challenge League Chefrainer des FC Thun.

(zap/sda)

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Saskia_wettomauöppissäge
20.08.2020 11:23registriert März 2019
Als langjährige Thun-Anhängerin bedaure ich den Abgang von Märk Lüthi. Wir gingen aber von einem Konkurs aus des FC Thun, umso glücklicher sind wir über die heutige Mitteilung und freuen uns auf die Spiele in der Challenge League

Hopp Thun <3
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Campino
20.08.2020 12:41registriert Februar 2015
Ehrlich gesagt, ich hätte lieber den FC Thun in der Super League als GC!
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Limpleg
20.08.2020 12:28registriert November 2015
Danke Märk Lüthi!
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