DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Feiernde Salzburger: Nach dem Meistertitel geht's zu 99 Prozent in die Champions League.
Feiernde Salzburger: Nach dem Meistertitel geht's zu 99 Prozent in die Champions League.Bild: EPA

Das ewige Scheitern hat ein Ende – Salzburg dank Ajax-Aus fix in der Champions League

09.05.2019, 11:5909.05.2019, 16:02

Fussball, du bist auch nicht mehr, was du einmal warst! Ja gut, das waren jetzt schon zwei sehr geile Halbfinals in der Champions League. Aber du brichst mit den allerschönsten Traditionen. Erst wird YB nach vielen Jahren der Titellosigkeit wieder Meister. Und jetzt kann nicht einmal mehr Red Bull Salzburg in der Qualifikation für die Champions League scheitern.

Es sei denn … der Fussballgott sorgt weiterhin für unfassbare Wenden.

Aber der Reihe nach. Das Scheitern von Red Bull Salzburg in der Champions-League-Qualifikation gehört zum Spätsommer wie ein Badi-Besuch mit Schoggi-Cornet. Elf Mal hat es der österreichische Meister versucht, elf Mal hat es nicht geklappt. Einmal flog Salzburg sogar gegen Luxemburgs Fussballzwerg F91 Düdelingen raus.

Doch nun ist es so gut wie amtlich, dass Red Bull Salzburg sich in der kommenden Saison endlich, endlich den grossen Traum von der Königsklasse erfüllen kann. Vielleicht schicken sie Lucas Moura zum Dank ein Paket silbrig-blaue Büchsen mit klebrigem Inhalt nach London. Denn der Treffer des Brasilianers zum 3:2-Sieg Tottenhams bei Ajax Amsterdam gestern Abend in der 96. Minute ermöglicht den Salzburgern die Champions League.

Es ist nicht ganz einfach …

Österreich wird in der massgebenden Fünfjahreswertung der UEFA nach der aktuellen Saison Rang 11 belegen. Der Meister 2019 – den Titel hat Salzburg bereits im Sack – ist deshalb für die Champions League fix qualifiziert. Das ist aber nur der Fall, weil der künftige Sieger der Champions League bereits über die heimische Liga für die nächste Ausgabe qualifiziert ist (Liverpool) bzw. sein wird (Tottenham).

Da die niederländische Liga in der Fünfjahreswertung wegen Salzburgs Europa-League-Erfolgen (Halbfinal 2018, Achtelfinal 2019) hinter Österreich liegt, hätte Ajax die Champions League gewinnen müssen, um fix dabei zu sein. In diesem Fall hätten die Amsterdamer einen Startplatz als Titelverteidiger erhalten, und zwar auf Kosten Österreichs und damit Salzburgs. Nun muss Ajax, sofern es im Duell mit dem PSV Eindhoven niederländischer Meister wird, durch die Qualifikation.

Zack! Schon ist es passiert

Eine klitzekleine, eigentlich nur noch rechnerische Möglichkeit gibt es aber noch, dass auch Red Bull Salzburg erneut durch die Qualifikation muss. Falls Tottenham in der letzten Runde der Premier League am Sonntag seinen Vorsprung von drei Punkten und acht Toren auf Arsenal noch irgendwie verspielt und sich vom Erzrivalen überholen lassen muss, Tottenham danach aber die Champions League gewinnt – dann erbt es den Fixplatz, mit dem sie in Salzburg wohl bereits rechnen.

Oder rechnen sie zu früh damit und mit der Startgage von 22 Millionen Euro? Mal angenommen, Tottenham verliert am Sonntag 0:4 gegen Everton, Arsenal überrollt Burnley 5:0, Jürgen Klopp verliert mit dem FC Liverpool wieder einmal einen Final, dann – zack! – ist es schon passiert.

Wenn ich mir überlege, wie der Fussballgott momentan gerade drauf ist, dann ist die Möglichkeit von Salzburgs erneutem, dramatischem Scheitern vielleicht gar nicht einmal so abwegig.

Und die Schweiz?

Meister YB muss wie in der aktuellen Saison erneut die Qualifikation überstehen, wenn es in die Champions League kommen will. Die Young Boys müssen in den Playoffs nur eine Hürde überspringen, Vizemeister Basel muss für den Einzug in die Königsklasse drei Gegner eliminieren.

Das YB-Jubeljahr 2018

1 / 90
Das phänomenale YB-Jubeljahr 2018
quelle: keystone / peter klaunzer
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Da Europacup-Erfolge von Schweizer Klubs in den vergangenen Jahren überschaubar waren, ist es unrealistisch, dass der Meister bald direkt für die Champions League qualifiziert sein wird. In der UEFA-Fünfjahreswertung ist die Schweiz auf Rang 17 abgerutscht.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die grössten Champions-League-Aufholjagden seit 1993

1 / 20
Die grössten Champions-League-Aufholjagden seit 1993
quelle: epa/efe / quique garcia
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Dr. G-Punkt – Warum schauen Frauen Schwulenpornos?

Video: watson

Abonniere unseren Newsletter

21 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
En Espresso bitte
09.05.2019 12:50registriert Januar 2019
Ich find's immer noch schade, dass vom ursprünglichen System des Europapokals der Landesmeister abgewichen wird und dafür gewisse Länder ein gefühltes Dutzend fixer Startplätze hat. Denen mehr zu geben, die bereits genug haben, reisst einfach eine riesige Lücke zwischen die Vereine.
864
Melden
Zum Kommentar
avatar
Arneis
09.05.2019 12:14registriert Januar 2017
Neiiiiiiin
876
Melden
Zum Kommentar
avatar
Ragy B. Rector
09.05.2019 15:42registriert März 2019
Was schön ist, ist das RB Salzburg keinen Rűckhalt hat, weder in Salzburg noch in Österreich. Das Stadion (30000) Plätze ist mehrheitlich leer - 7000 Zuschauern im Durchschnitt; Tendenz sinkend. Was bringt einem die Champions League wenn dein Stadion leer ist und keine Stimmung aufkommt.
297
Melden
Zum Kommentar
21
Barça wegen fehlender Registrierung unter Druck – Abgänge drohen, De Jong schlägt zurück
Einen Tag vor dem Saisonstart ist beim FC Barcelona noch immer kein Neuzugang registriert. Andreas Christensen und Franck Kessié könnten bereits wieder weg sein, bevor sie ein Pflichtspiel absolviert haben. Derweil geht der Streit zwischen Frenkie de Jong und dem Klub sowie seinen Fans in die nächste Runde.

Noch immer ist kein einziger Neuzugang registriert. Einen Tag vor dem Saisonauftakt am Samstag sind beim FC Barcelona nur gerade 17 Profis spielberechtigt. Darunter sind mehrere Spieler wie Memphis Depay oder Martin Braithwaite, die den Verein eigentlich verlassen sollen. Robert Lewandowski und Co. würden, Stand jetzt, nur auf der Tribüne sitzen, Trainer Xavi droht also ein unangenehmer Saisonstart.

Zur Story