Sport
Fussball

So ähnlich wie die EM, aber anders: Uefa führt neue Nationenliga ein

Bild
Bild: AP
Keine Testspiele mehr

So ähnlich wie die EM, aber anders: Uefa führt neue Nationenliga ein

Europas Nationalmannschaften kämpfen ab 2018 um einen weiteren Titel: Die Uefa führt einen neuen Wettbewerb, die «Nations League», ein. Dabei werden wohl auch vier fixe EM-Plätze vergeben.
27.03.2014, 12:5727.03.2014, 14:38

Die Uefa schafft die Freundschaftsspiele ab und lanciert dafür einen neuen Wettbewerb. Ab 2018 gibt es die so genannte «Nations League». Der Titel soll 2019 an einem Finalturnier erstmals vergeben und danach alle zwei Jahre ausgespielt werden.

Die Eckpunkte der neuen «Nations League»
Die Eckpunkte der neuen «Nations League»Bild: Twitter

Die Uefa hat das Vermarktungspotenzial der Nationalteams erkannt. Deshalb hat sie die Qualifikationsphase zur EM-Endrunde 2016 in Frankreich erstmals zentral vermarktet und während der sogenannten «Woche der Nationalmannschaft» einheitliche Anspielzeiten eingeführt. 

Nun ging sie an ihrem Kongress in Astana (Kas) nochmals einen Schritt weiter und schafft im Sinne seiner Mitgliedsverbände die für die Vermarktung uninteressanten Freundschaftsspiele ab.

Stattdessen wird ab 2018/2019 im Zwei-Jahres-Rhythmus ein weiterer Titel ausgespielt - im Rahmen der «Nations League». Diese sieht die Einteilung der 53 Verbände nach sportlichen Kriterien in vier Divisionen à jeweils zwischen 12 und 16 Teams vor.

Innerhalb der Divisionen gibt es Gruppen mit drei oder vier Mannschaften. Die Schweiz wäre derzeit ein Wackelkandidat bei der Einteilung. Sie liegt im Uefa-Ranking für Nationalteams auf Platz 15.

Die Nations League ist sicherlich auch für die Schweizer Nati interessant.Bild: AP/Keystone

Begonnen wird mit dieser «Ländermeisterschaft» im Herbst 2018. Dabei geht es in vier bis sechs Spielen pro Nationalteam um den Auf- und Abstieg zwischen den Divisionen sowie um das Erreichen von Playoff-Plätzen in der EM-Qualifikation 2020, welche nicht schon im Herbst 2018 sondern erst im Frühjahr 2019 beginnen soll.

Die vier Gruppensieger der Top-Division tragen wohl im Sommer 2019 ein Finalturnier auf neutralem Platz aus und dürften sich gleichzeitig für die EM-Endrunde qualifizieren. Im Detail steht der Modus jedoch noch nicht.

Der von der Uefa-Exekutive ausgearbeitete Vorschlag wurde trotz Bedenken von nicht wenigen Verbänden einstimmig angenommen. Uefa-Präsident Michel Platini sprach hinterher von einem «sehr demokratischen Entscheid». (pre/si)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
SCRJ-Sportchef Cadonau: «Ein Signal für andere Topspieler: Wir bauen hier etwas auf»
Die Erfolgsgeschichte am Obersee setzt sich auch nach dem Abgang von Janick Steinmann als Sportchef fort. Nachfolger Claudio Cadonau spricht im «Roost Röthlisberger – Hockey Talk» über seine neue Aufgabe und wie er die SC Rapperswil-Jona Lakers weiter voranbringen möchte.
Das Risiko scheut Claudio Cadonau nicht. Sonst wäre der 37-Jährige nicht direkt im Anschluss an seine Spielerkarriere Sportchef in der National League geworden. Noch dazu beim SC Rapperswil-Jona, der in den letzten fünf Saisons dreimal die Playoffs und einmal immerhin das Play-In erreicht hat – und damit wohl etwas über den eigenen Verhältnissen gespielt hat. Da die Nachfolge von Erfolgsarchitekt Janick Steinmann, der zu Lugano abgewandert ist, anzutreten, war mit Risiko verbunden.
Zur Story