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Alle Schweizer Cupsieger seit 1990

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Alle Schweizer Cupsieger seit 1990
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Der FC Basel ist Cupsieger 2019: «Wir mussten zittern, nun feiern wir bis zum Morgen»



Der FC Basel ist zum 13. Mal Schweizer Cupsieger. Das Team von Trainer Marcel Koller setzte sich im Final im Stade de Suisse in Bern vor gut 20'000 Zuschauern gegen Thun 2:1 durch.

Es dauerte mehr als 80 Minuten, bis im 94. Schweizer Cupfinal doch noch die grossen Emotionen ausbrachen. Als Dejan Sorgic für Thun im Anschluss an einen Corner der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang, kehrte die Spannung in die zuvor über weite Strecken wenig prickelnde Partie zurück.

Mit der Unterstützung der rund 10'000 Fans stürmten die Berner Oberländer an und brachten den grossen Favoriten noch einmal ins Zittern. Klare Torchancen zum Ausgleich erspielten sich die Thuner aber nicht mehr. Wir bereits zuvor fehlte dem Team von Marc Schneider nicht viel, aber dennoch das gewisse Etwas, um den Ausgleich noch zu erzielen und den ersten Titel in der 121-jährigen Vereinsgeschichte doch noch zu gewinnen.

Vier Minuten vor Sorgics Anschlusstreffer hatte Fabian Frei mit dem 2:0 für Basel für die vermeintliche Entscheidung gesorgt. Seit der 23. Minute hatte der Favorit in Führung gelegen. Der Schweizer Internationale Albian Ajeti, einer der besten an diesem Nachmittag, verwertete eine Flanke von Valentin Stocker mit dem Kopf zum 1:0. Die Basler profitierten dabei von mehreren Fehlern in der Thuner Abwehr. Chris Kablan, Roy Gelmi und Torhüter Guillaume Faivre machten keine gute Figur.

Der Sieg für das Team von Marcel Koller war zwar kein berauschender, aber ein verdienter. Die Basler boten wie so oft in dieser Rückrunde einen pragmatischen, aber erfolgreichen Auftritt. Letztlich entschied die grössere individuelle Klasse und das breitere Kader zugunsten des FCB. Thun hatte kurzfristig auch auf den Innenverteidiger Miguel Rodrigues verzichten müssen, zu allem Überfluss schied mit Nicola Sutter ein weiterer Verteidiger Mitte der ersten Halbzeit verletzt aus.

Thuns Nicola Sutter, ist enttaeuscht im Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun, am Sonntag 19. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Nicola Sutter musste verletzt raus. Bild: KEYSTONE

Die Thuner verpassten in ihrer zweiten Cupfinal-Teilnahme nach 1955 die erste Chance auf den direkten Einzug in die Europa League, nun muss sich der Tabellendritte der Super League diesen Platz im europäischen Wettbewerb über die Meisterschaft sichern. Basel wird die Qualifikation für die Champions League bestreiten.

Für den FCB war es bereits der achte Cupsieg seit der Jahrtausendwende, der erste seit 2017. Es ist der erste Titel in der Ära von Präsident Bernhard Burgener und Sportchef Marco Streller (seit 2017).

Die Stimmen

Marek Suchy, Captain FC Basel

«Ich bin überglücklich, es freut mich sehr für die Mannschaft. Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gezeigt, das wissen wir. Aber im Final zählt nur, wer das Spiel gewinnt. Am Ende haben wir doch ein Bisschen zittern müssen, nun wollen wir feiern bis zum Morgen.»

Bernhard Burgener, Präsident FC Basel

«Die Mannschaft und der Trainer haben diesen Titel verdient. Es war spannend bis zum Schluss, aber zum Glück ging es gut aus. Heute haben die Spieler zusammen mit dem Staff das geliefert, was wir uns immer gewünscht haben. Die Feier-Bühne soll deshalb ihnen gehören.»

Marcel Koller, Trainer FC Basel

«Ich stand schon einmal im Final, mit GC, und habe dort gegen den FC Basel verloren (2002). Jetzt bin ich glücklich, den Cup gewonnen zu haben. In der Schlussphase wurde es eng, weil wir ein paar Konter nicht gut ausgespielt haben. Thun war ein sehr starker Gegner.»

Valentin Stocker, FC Basel

«Das Spiel hätte auch auf die andere Seite kippen können, denn wir haben keine Super-Leistung gezeigt. Thun hätte den Sieg auch verdient, das müssen wir zugeben. Doch wir haben in Viertelfinal und Halbfinal auswärts gespielt (in Sitten und Zürich) und dort tolle Spiele abgeliefert. Deshalb haben wir diesen Cupsieg absolut verdient.»

Basels Valentin Stocker, links, im Kampf mit Thuns Marvin Spielmann, im Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun, am Sonntag 19. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Valentin Stocker findet, dass auch Thun den Sieg verdient gehabt hätte. Bild: KEYSTONE

Marc Schneider, Trainer FC Thun

«Es schmerzt, weil wir ein gutes Spiel gemacht haben. Wir waren nahe dran. Wir hatten Pech mit den Abwesenden (Hediger, Glarner, Rodrigues), dann ist auch noch Sutter früh ausgefallen. Wir kamen trotzdem zu Chancen, aber wir haben sie nicht genutzt. Wir nehmen uns vor, in einem Jahr wieder in den Cupfinal zu kommen. Viele Spieler haben am Cupsieg schnuppern können, sie haben diesen Rummel zum ersten Mal erlebt. Das Erlebnis macht uns stärker.»

Thuns Dejan Sorgic, rechts, kaempft um den Ball mit Basels Carlos Zambrano, links, im Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun, am Sonntag 19. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Dejan Sorgic im Zweikampf mit Carlos Zambrano. Bild: KEYSTONE

Dejan Sorgic, Torschütze FC Thun

«Wir haben zu spät begonnen, Fussball zu spielen. In einem Cupfinal hätten wir von Beginn weg mit mehr Herz spielen müssen. Deshalb hat Basel verdient gewonnen. Ich bin sehr enttäuscht, denn wir wären gerne Cupsieger geworden. Wir haben in dieser Saison viel für einen Titel gearbeitet. Dass es am Ende wegen Kleinigkeiten nicht gereicht hat, ist sehr schmerzhaft.» (sda)

Das Telegramm

FC Basel - FC Thun 2:1 (1:0)
Stade de Suisse, Bern. - 20'500 Zuschauer. - SR San. -
Tor: 23. Ajeti (Stocker) 1:0. 77. Frei (Riveros) 2:0. 81. Sorgic (Kablan) 2:1.
Basel: Omlin; Xhaka, Suchy, Zambrano, Riveros; Balanta, Frei (91. Van Wolfswinkel); Stocker (67. Bua), Zuffi (72. Kuzmanovic), Okafor; Ajeti.
Thun: Faivre; Joss, Gelmi, Sutter (26. Karlen), Kablan; Fatkic; Tosetti (79. Salanovic), Costanzo, Stillhart, Spielmann (94. Schwizer); Sorgic.
Bemerkungen: Basel ohne Petretta (gesperrt) und Widmer (verletzt), Thun ohne Glarner (gesperrt), Hediger, Rodrigues und Ziswiler (alle verletzt). Verwarnung: 13. Okafor (Foul). 23. Stillhart (Foul). 26. Balanta (Foul). 65. Riveros (Foul). 94. Ajeti (Reklamieren). 94. Costanzo (Foul).

(zap/sda)

Der Liveticker

Liveticker: 19.05.2019 Cupfinal Basel-Thun

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FC Basel
2:1
Logo
FC Thun
LogoF. Frei 77'
LogoA. Ajeti 23'
IconD. Sorgic 82'
Stocker, der Ehrenmann
«Nun stehen wir Spalier für Thun. Die Partie hätte auf beide Seiten kippen können und wir haben alles andere als eine gute Leistung gezeigt. Wir hätten die Partie mit den Konter entscheiden können und ich denke, Thun hätte diesen Sieg auch verdient gehabt.»
Präsi Burgener über den Titelgewinn
«Ich freue mich für die Mannschaft und den Trainer, die haben das verdient. Es blieb spannend bis zum Schluss. Heute haben die Spieler das geliefert, was wir uns gewünscht haben.»
Captain Suchy gibt Auskunft
«Wir sind überglücklich. Zwar haben wir nicht unser bestes Spiel gezeigt, das wissen wir. Nach dem 2:1 mussten wir noch zittern aber nur feiern wir mit ganzem Herz. Alkohol gehört natürlich auch dazu.»
Entry Type
Der Cupsieger 2019 heisst FC Basel - Spielende
Die Partie ist zu Ende, Basel gewinnt gegen Thun mit 2:1 und ist Cupsieger!
Obwohl die Thuner besser in die Partie starten, sind es die Bebbi, die in Führung gehen. Ajeti profitiert von einem ungenügend abgewehrten Kopfball von Faivre. In der zweiten Halbzeit sind es die Basler, die mehr von der Partie haben und verdient die Führung ausbauen. Fabian Frei trifft zum 2:0. Der Mist schien schon geführt zu sein, als plötzlich Sorgic mit einem Abstauber die Thuner zurück ins Geschäft brachte. Am Ende konnte der FCB die Führung über die Zeit bringen und darf sich nun verdient als Cupsieger feiern lassen.
94'
Entry Type
- FC Thun - Moreno Costanzo
Auch Costanzo wird noch verwarnt.
94'
Entry Type
- FC Thun
rein: Dominik Schwizer, raus: Marvin Spielmann
Für Spielmann kommt Schwizer noch ins Spiel.
94'
Entry Type
- FC Basel - Albian Ajeti
Ajeti fordert nach einem grenzwertigen Tackling vehement einen Elfmeter, stattdessen wird er verwarnt.
92'
Den musst du als Stürmer machen! Okafor rennt den Bernern davon und spielt Ajeti an, dessen Schuss landet im Aussennetz.
91'
Entry Type
- FC Basel
rein: Ricky van Wolfswinkel, raus: Fabian Frei
Letzter Wechsel beim FCB: Frei geht, van Wolfswinkel kommt für die Schlussminuten.
91'
Vier Minuten gibt's oben drauf.
90'
Bua lanciert Ajeti, der eigentlich schon auf und davon wäre, doch im letzten Moment rutscht der Stürmer weg.
87'
Entry Type
- FC Basel - Jonas Omlin
Der Basler Torhüter lässt sich nun viel Zeit und wird von Fedayi San verwarnt.
86'
Costanzo mit viel Platz und Zeit für eine Flanke, doch der Thuner rutscht im dümmsten Moment weg.
85'
Nun bietet sich nach einer Balleroberung viel Platz für den FCB. Okafor lanciert einen Konter, doch Stillhart grätscht ihm den Ball ab.
82'
Entry Type
- 2:1 - FC Thun - Dejan Sorgic
Tor für den FC Thun! Sorgic trifft. Nach einem Eckball staubt der Stürmer gekonnt ab und bringt die Berner zurück ins Cupgeschäft. Nun wird es doch noch eng für den FCB.

81'
San unterbricht die Partie kurzzeitig, weil im Basler Sektor Petarden abgebrannt werden. Wenige Augenblicke später geht es dann weiter.
80'
Entry Type
- FC Thun
rein: Dennis Salanovic, raus: Matteo Tosetti
Noch einmal wechselt Marc Schneider. Für Tosetti kommt Dennis Salanovic.
77'
Entry Type
- 2:0 - FC Basel - Fabian Frei
Fabian Frei trifft zum 2:0. Der Routinier steht nach einem Konter der Basler goldrichtig in der Mitte und muss nur noch einschieben.
von Nelson Muntz
Die Verbandspreise, ob Cupfinal oder Natispiel sind allgemein viel zu hoch. Ist ja nicht so, dass solche Spiele x-fach ausverkauft sind
73'
Gute Gelegenheit für die Thuner! Sorgic zieht ab, Omlin pariert stark. Der anschliessende Eckball wird zur Konterchance von Okafor, doch im letzten Moment können die Berner Oberländer gerade noch klären.
72'
Entry Type
- FC Basel
rein: Zdravko Kuzmanovic, raus: Luca Zuffi
Marcel Koller tätigt seinen zweiten Wechsel. Der gebürtige Thuner Kuzmanovic kommt für Zuffi.
67'
Entry Type
- FC Basel
rein: Kevin Bua, raus: Valentin Stocker
Valentin Stocker geht vom Platz, Marcel Koller bringt Kevin Bua.
65'
Entry Type
- FC Basel - Blas Riveros
Riveros säbelt seinen Gegenspieler um und wird zurecht verwarnt.
62'
Nur 20500 Zuschauer sind die Quittung für das ungünstige Datum während dem Liga-Alltag und die von vielen Fans als zu hoch angesetzten Ticketpreise. Gut ein Drittel aller Plätze ist heute Nachmittag nicht besetzt. Da muss der Verband über die Bücher und solche Partien attraktiver gestalten.
61'
Thun operiert nun vermehrt mit hohen Bällen, doch Marek Suchy und Co. köpfeln das Leder jeweils problemlos aus der Gefahrenzone.
58'
Fast aktiver als die beiden Mannschaften ist momentan die Twitter-Gemeinde, die sich über den Cupfinal auslässt.


55'
Wo die Thuner den ersten Durchgang dominierten, sind nun die Basler in der zweiten Hälfte. Logische Schlussfolgerung: Thun müsste nun treffen. Ein Thuner Ausgleich würde den Spannungs-Seismograph durchaus wieder zum Ausschlagen bringen.
53'
Eine Eckball-Überdosis sorgt vor Faivre für stetige Gefahr. Vor allem der junge Noah Okafor entpuppt sich als Brandherd auf der linken Seite und stellt die Thuner immer wieder vor Probleme.
51'
Die Basler kommen definitiv besser aus der Kabine, immer wieder können sie nur durch Fouls gestoppt werden. Frei holt geschickt einen vielversprechenden Freistoss heraus. Sein Schuss bleibt allerdings in der Mauer hängen.
49'
Dass die Bebbi aufdrehen, zeigt auch das Corner-Verhältnis mit 4:2 zugunsten der Basler. Bislang wird es nach den Standards aber kaum gefährlich für Faivres Tor.
46'
In gut 45 Minuten werden wir sehen, wer Cupsieger 2019 sein wird. San pfeift die zweite Hälfte an.
Einige nehmen den «Platzsturm» mit Humor

45'
Entry Type
Die erste Halbzeit ist vorbei. Kurz zusammengefasst: Flitzer auf dem Platz, Thun nimmt die Partie in die Hand, Ajeti trifft.

Lange waren die Thuner aktiver und gewannen viele Zweikämpfe, der FCB wirkte etwas zurückhaltend und hatte wohl Mühe, mit den zuvor geschonten Spieler in die Partie zu finden. Entgegen des Spielverlaufs traf dann Albian Ajeti, weil sein Kopfball nur ungenügend von Goalie Faivre gehalten werden konnte. Die beste Chance für die Berner Oberländer hatte Fatkic mit einem Distanzschuss, doch Omlin konnte dessen Geschoss sicher parieren.

Leider krankt die ganze Affiche am spärlich gefüllten Stade de Suisse. Viele Tickets wurden nicht abgesetzt, nur die beiden Fankurven scheinen vollständig gefüllt zu sein.
45'
Für den Platzsturm und andere Unterbrüche packt Schiedsrichter San drei Minuten obendrauf.
43'
Wirklich Cupfieber scheint bei den Zuschauern nicht aufzukommen.


41'
Durch einen Freistoss kommen die Berner Oberländer zu einer guten Gelegenheit, doch Gregory Karlen bringt zu wenig Druck hinter seinen Kopfball. Der Ball schlittert knapp am Pfosten vorbei.
40'
Die Thuner scheinen den Gegentreffer verdaut zu haben und versuchen erneut, das Spieldiktat in die Hand zu nehmen. Die etwas gar unpräzisen finalen Pässe sind ein dankbares Fressen für die Basler Abwehr.
36'
Gute Chance für Thun! Fatkic zieht nach einem Durcheinander vor dem Basler Strafraum ab, doch Omlin pariert sicher. Da wurde der Keeper ein erstes Mal richtig gefordert.
33'
Warum ist die Abkürzung eigentlich #BASTHU und nicht #THUBAS? So würde immerhin etwas für Musik sorgen.
32'
Auf Basler Seite wärmt sich Kevin Bua ein und zwar nicht mit irgendwelchen Alibi-Dehnübungen. Doch beim FCB scheint kein Spieler schwere Beine zu haben.
29'
Die Thuner wirken etwas unsortiert. Nach Xhakas Flanke muss Okafor eigentlich die Führung ausbauen, doch der junge Basler rutscht völlig freistehend an der Hereingabe vorbei.
27'
Entry Type
- FC Thun
rein: Gregory Karlen, raus: Nicola Sutter
Marc Schneider wird zu einem Wechsel gezwungen. Weil Sutter verletzungsbedingt raus muss, bringt Schneider Gregory Karlen.
25'
Entry Type
- FC Basel - Eder Balanta
Nächste Verwarnung für einen Basler. Nach Okafor sieht auch Balanta für ein überhartes Einsteigen Gelb.
23'
Entry Type
- 1:0 - FC Basel - Albian Ajeti
Tor für den FCB! Ajeti wird nicht richtig gedeckt und kommt frei zum Kopfball, welcher Faivre nur ungenügend ablenkt. Hinter dem unglücklichen Thuner Schlussmann fällt das Leder in die Maschen.

21'
Toller Konter der Basler, da sind die Bebbi sogar in der Überzahl, doch weil Balanta und Ajeti sich uneinig sind, bringen die Thuner die Situation unter Kontrolle.
19'
Okafor lässt die Thuner Hintermannschaft stehen, doch für seine Hereingabe ist weit und breit kein Basler zur Stelle. Da wirken selbst seine Mitspieler vom Tempo überfordert.
18'
Die Thuner Mannschaft gibt der Partie zwar schon einen Hauch von Cupfight, doch insgesamt hat dieses Spiel doch sehr viel Testspiel-Charakter. Das liegt wohl auch daran, dass im Stade de Suisse viele Plätze leer geblieben sind.
14'
Entry Type
- FC Basel - Noah Okafor
Noah Okafor wird verwarnt, weil er einen Thun-Konter mit einem Foul an Tosetti unterbindet. Klare Sache, da hatte der Jungspund keine Chance, an den Ball zu kommen.
12'
Wieder tauchen die Thuner gefährlich vor Omlin auf und lassen die Basler mit einigen tollen Ballstafetten alt aussehen. Schlussendlich fehlt aber der entscheidende Pass und die Basler können klären. Die Mannschaft von Marcel Koller scheint noch nicht besonders gut eingespielt zu sein.
10'
Wieder wird ein Basler umgehauen. Schön anzusehen, wie resolut die Thuner in die Zweikämpfe gehen, doch irgendwann wird sich Schiedsrichter San gezwungen sehen, die Berner Oberländer zu verwarnen.
7'
Die Thuner legen aggressiv los und gehen die Basler hart an. Taulant Xhaka ist eines der Opfer.
3'
Thun gibt Gas und kommt durch Spielmann zu einer ersten Halbchance. Omlin bereinigt für den FCB.
Kimastreik-Platzsturm
Einige Chaosköpfe nutzen den Cupfinal, um ihre Anliegen zu vertreten. Ziemlich unnötig. Der Unparteiische setzt die Partie mit einem Schiedsrichterball fort.
cupfinal platzsturm
1'
Entry Type
Los geht's! Fedayi San pfeift die Partie an, die Thuner haben Anstoss.
In Kürze geht es los
Beide Equipen stehen in den Katakomben, die Anspannung ist fast greifbar.
Fast problemlos fanden die beiden Fanlager ihre Wege ins Stadion

Für Hanspeter Latour tippt den Sieger

Die Aufstellungen
Die Fans sind da!
Bern ganz in der Hand der Fussball-Fans:
Singend ziehen sie am Bahnhof Bern vorbei: Fans des FC Basel auf dem Weg an den Cupfinal im Stade de Suisse.
Fanmarsch der FC Thun Fans anlaesslich des Cup-Finals zwischen dem FC Thun und dem FC Basel, am Sonntag, 19. Mai 2019, in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Fans des FC Basel gehen waehrend ihrem Fanmarsch ueber die Kornhausbruecke, vor dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun, am Sonntag 19. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Fans des FC Basel gehen waehrend ihrem Fanmarsch ueber die Kornhausbruecke, vor dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun, am Sonntag 19. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Tausende Fussballfans aus Basel und Thun sind strömen ins Berner Wankdorf. Sie fiebern dem Cupfinal im Stade de Suisse entgegen.

Auf dem Weg zum Stadion kamen sich die Anhänger der beiden Lager nicht in die Quere: Die Basler marschierten vom Bahnhof aus durchs Breitenrainquartier zum Stadion, die Thuner stiegen im Bahnhof Ostermundigen aus und nahmen von dort den Weg zum Stade de Suisse unter die Füsse.

Die Polizei riegelte den Guisanplatz kurzzeitig ab, um ein Aufeinandertreffen der beiden Lager zur verhindern. Am Mittag waren die Fans beider Klubs am Ziel angelangt und strömten ins Stadion.

Die Basler Fans waren schon am Vormittag nach 9.30 Uhr singend durch die Stadt gezogen. Anders als vor Jahresfrist beim Cupfinal YB-Zürich gab es keine Vermummten. Auf dem Weg zum Stadion zündeten FCB-Fans einige Rauchpetarden, worauf sich die Berner Luft rot-blau färbte.
So spielt der FC Basel

«Wir haben leider nicht Figgi und Müli»
Noch hat Thun auch in der Meisterschaft gute Karten, sich Rang 3 und damit den Fixplatz im internationalen Geschäft zu sichern – vier andere Klubs allerdings auch. «Wir haben leider nicht Figgi und Müli», sagte Präsident Markus Lüthi. Trotz aller Vorfreude und Euphorie weiss auch er: Am Ende einer über weite Strecken erfolgreichen Saison könnten die Thuner am Ende mit leeren Händen dastehen. «Wir müssen schauen, dass die Überraschung stattfindet», so Lüthi.
FC Thun Praesident Markus Luethi applaudiert im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC Thun und dem FC Lausanne-Sport, am Samstag, 15. Oktober 2016, in der Stockhorn Arena in Thun. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Mindestens drei Millionen stehen auf dem Spiel
Auch für die Thuner, die als klarer Aussenseiter ins Spiel gehen, steht aber viel auf dem Spiel. Der erste Titel in der Vereinsgeschichte würde dank der direkten Qualifikation für die Europa League allein schon gut drei Millionen Franken Startgeld einbringen. Falls Basel gewinnen sollte, zieht der Tabellendritte der Super League in die Europa League ein. Der FCB bestreitet im Sommer als Zweiter der Super League die Qualifikation für die Champions League.
«Basel ist nicht mehr dasselbe wie früher.»
Auch sportlich rechnen sich die Thuner etwas aus. «Wir haben bewiesen, dass wir sie schlagen können», sagte Schneider, der als Spieler den Cup 2005 mit dem FC Zürich gewann. Ein Sieg, ein Remis und eine Niederlage stehen im Direktvergleich mit dem FCB in dieser Saison zu Buche. Dass der FCB das Selbstverständnis der Meisterjahre verloren hat, ist Schneider nicht entgangen. «Basel ist nicht mehr dasselbe wie früher.» Auch deshalb fordert er einen mutigen Auftritt seiner Mannschaft. «Eine defensive und vorsichtige Ausrichtung würde ich mir nicht verzeihen.»
Der Trainer von Thun, Marc Schneider beim Schweizer Cup 1/2 Final Spiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Thun vom Dienstag, 23. April 2019 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Der erste Titel und hohe Prämien locken
Anders präsentiert sich die Ausgangslage beim FC Thun. Seit einer Woche sind die letzten Zweifel am Ligaerhalt beseitigt, so dass die Vorfreude auf den Cupfinal und die anschliessende Feier auf dem Thuner Rathausplatz nicht getrübt wurde. «Viele haben einen Cupfinal mit dem FC Thun noch nicht erlebt», sagte Trainer Marc Schneider, deshalb soll auch bei den Spielern die Vorfreude und der Genuss des Events im Vordergrund stehen. 1955 verloren die Thuner bei ihrer bislang einzigen Teilnahme gegen La Chaux-de-Fonds 1:3.
Hoher Stellenwert bei den Spielern
Die Euphorie rund um den 22. Cupfinal der Vereinsgeschichte hält sich am Rheinknie in Grenzen, nur 5500 Tickets beantragte der FCB beim Verband. Innerhalb der Mannschaft geniesst der K.o.-Wettbewerb aber einen hohen Stellenwert. Für einige FCB-Spieler wäre es der erste Titel, für Trainer Koller der erste Cupsieg als Trainer, nachdem er als Spieler mit den Grasshoppers den Pokal fünfmal in die Höhe gestemmt hatte. «Es freuen sich alle auf den Cupfinal», so Koller. «Wir wollen den Kübel unbedingt nach Basel bringen.»
Basels Trainer Marcel Koller gibt Anweisungen waehrend einem Training, einen Tag vor dem Schweizer Fussball Cupfinalspiel gegen den FC Thun, am Samstag 18. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Burgener und Streller wollen ihren ersten Titel
Der erste Titelgewinn in der Ära von Präsident Bernhard Burgener und Sportchef Marco Streller wäre ein versöhnlicher Abschluss einer schwierigen Saison. Der frühe Trainerwechsel von Raphael Wicky zu Marcel Koller, das Verpassen einer europäischen Gruppenhase, der grosse Rückstand in der Meisterschaft auf die Young Boys; beim FCB lief in der zweiten Saison nach dem Ende der Ära Heusler/Heitz vieles nicht nach Wunsch. Auch finanziell muss der Liga-Krösus kürzer treten. Trotz mehr als 50 Millionen Franken Transfergewinn resultierte laut «Basler Zeitung» 2018 nur dank der Auflösung von 13 Millionen Reserven ein kleiner Gewinn.
Wir müssen diesen Cup unbedingt gewinnen
Die Rollenverteilung vor dem 94. Schweizer Cupfinal auf dem Kunstrasen des Stade de Suisse in Bern ist zumindest auf dem Papier klar: Der grosse FC Basel, der 2018 knapp 100 Millionen Franken ausgegeben und bereits zwölfmal den Cup gewonnen hat, trifft auf den kleinen FC Thun, der erst nach der Jahrtausendwende in die nationale Spitze vorstiess und mit einem Budget von rund zwölf Millionen operiert. ««Wir müssen diesen Cup unbedingt gewinnen», um die Saison ein wenig zu retten», sagte Basels Mittelfeldspieler Zdravko Kuzmanovic.
Basels Zdravko Kuzmanovic, links, jubelt nach seinem Elmetertor waehrend Luzerns Christian Schneuwly, rechts, sein Gesicht verdeckt, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Luzern im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Mittwoch, 15. Mai 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
David gegen Goliath
Der Cupfinal Basel gegen Thun in Bern ist zwar das Duell zwischen dem Zweiten und Vierten der Super League, dennoch aber ein Vergleich von David und Goliath. Während der FCB eine verkorkste Saison retten könnte, wäre es für Thun der erste Titel überhaupt. Wir tickern die Partie ab 14 Uhr live.
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