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Alle Schweizer Cupsieger seit 1990

Der FC Basel ist Cupsieger 2019: «Wir mussten zittern, nun feiern wir bis zum Morgen»



Der FC Basel ist zum 13. Mal Schweizer Cupsieger. Das Team von Trainer Marcel Koller setzte sich im Final im Stade de Suisse in Bern vor gut 20'000 Zuschauern gegen Thun 2:1 durch.

Es dauerte mehr als 80 Minuten, bis im 94. Schweizer Cupfinal doch noch die grossen Emotionen ausbrachen. Als Dejan Sorgic für Thun im Anschluss an einen Corner der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang, kehrte die Spannung in die zuvor über weite Strecken wenig prickelnde Partie zurück.

Mit der Unterstützung der rund 10'000 Fans stürmten die Berner Oberländer an und brachten den grossen Favoriten noch einmal ins Zittern. Klare Torchancen zum Ausgleich erspielten sich die Thuner aber nicht mehr. Wir bereits zuvor fehlte dem Team von Marc Schneider nicht viel, aber dennoch das gewisse Etwas, um den Ausgleich noch zu erzielen und den ersten Titel in der 121-jährigen Vereinsgeschichte doch noch zu gewinnen.

Vier Minuten vor Sorgics Anschlusstreffer hatte Fabian Frei mit dem 2:0 für Basel für die vermeintliche Entscheidung gesorgt. Seit der 23. Minute hatte der Favorit in Führung gelegen. Der Schweizer Internationale Albian Ajeti, einer der besten an diesem Nachmittag, verwertete eine Flanke von Valentin Stocker mit dem Kopf zum 1:0. Die Basler profitierten dabei von mehreren Fehlern in der Thuner Abwehr. Chris Kablan, Roy Gelmi und Torhüter Guillaume Faivre machten keine gute Figur.

Der Sieg für das Team von Marcel Koller war zwar kein berauschender, aber ein verdienter. Die Basler boten wie so oft in dieser Rückrunde einen pragmatischen, aber erfolgreichen Auftritt. Letztlich entschied die grössere individuelle Klasse und das breitere Kader zugunsten des FCB. Thun hatte kurzfristig auch auf den Innenverteidiger Miguel Rodrigues verzichten müssen, zu allem Überfluss schied mit Nicola Sutter ein weiterer Verteidiger Mitte der ersten Halbzeit verletzt aus.

Thuns Nicola Sutter, ist enttaeuscht im Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun, am Sonntag 19. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Nicola Sutter musste verletzt raus. Bild: KEYSTONE

Die Thuner verpassten in ihrer zweiten Cupfinal-Teilnahme nach 1955 die erste Chance auf den direkten Einzug in die Europa League, nun muss sich der Tabellendritte der Super League diesen Platz im europäischen Wettbewerb über die Meisterschaft sichern. Basel wird die Qualifikation für die Champions League bestreiten.

Für den FCB war es bereits der achte Cupsieg seit der Jahrtausendwende, der erste seit 2017. Es ist der erste Titel in der Ära von Präsident Bernhard Burgener und Sportchef Marco Streller (seit 2017).

Die Stimmen

Marek Suchy, Captain FC Basel

«Ich bin überglücklich, es freut mich sehr für die Mannschaft. Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gezeigt, das wissen wir. Aber im Final zählt nur, wer das Spiel gewinnt. Am Ende haben wir doch ein Bisschen zittern müssen, nun wollen wir feiern bis zum Morgen.»

Bernhard Burgener, Präsident FC Basel

«Die Mannschaft und der Trainer haben diesen Titel verdient. Es war spannend bis zum Schluss, aber zum Glück ging es gut aus. Heute haben die Spieler zusammen mit dem Staff das geliefert, was wir uns immer gewünscht haben. Die Feier-Bühne soll deshalb ihnen gehören.»

Marcel Koller, Trainer FC Basel

«Ich stand schon einmal im Final, mit GC, und habe dort gegen den FC Basel verloren (2002). Jetzt bin ich glücklich, den Cup gewonnen zu haben. In der Schlussphase wurde es eng, weil wir ein paar Konter nicht gut ausgespielt haben. Thun war ein sehr starker Gegner.»

Valentin Stocker, FC Basel

«Das Spiel hätte auch auf die andere Seite kippen können, denn wir haben keine Super-Leistung gezeigt. Thun hätte den Sieg auch verdient, das müssen wir zugeben. Doch wir haben in Viertelfinal und Halbfinal auswärts gespielt (in Sitten und Zürich) und dort tolle Spiele abgeliefert. Deshalb haben wir diesen Cupsieg absolut verdient.»

Basels Valentin Stocker, links, im Kampf mit Thuns Marvin Spielmann, im Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun, am Sonntag 19. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Valentin Stocker findet, dass auch Thun den Sieg verdient gehabt hätte. Bild: KEYSTONE

Marc Schneider, Trainer FC Thun

«Es schmerzt, weil wir ein gutes Spiel gemacht haben. Wir waren nahe dran. Wir hatten Pech mit den Abwesenden (Hediger, Glarner, Rodrigues), dann ist auch noch Sutter früh ausgefallen. Wir kamen trotzdem zu Chancen, aber wir haben sie nicht genutzt. Wir nehmen uns vor, in einem Jahr wieder in den Cupfinal zu kommen. Viele Spieler haben am Cupsieg schnuppern können, sie haben diesen Rummel zum ersten Mal erlebt. Das Erlebnis macht uns stärker.»

Thuns Dejan Sorgic, rechts, kaempft um den Ball mit Basels Carlos Zambrano, links, im Schweizer Fussball Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Thun, am Sonntag 19. Mai 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Dejan Sorgic im Zweikampf mit Carlos Zambrano. Bild: KEYSTONE

Dejan Sorgic, Torschütze FC Thun

«Wir haben zu spät begonnen, Fussball zu spielen. In einem Cupfinal hätten wir von Beginn weg mit mehr Herz spielen müssen. Deshalb hat Basel verdient gewonnen. Ich bin sehr enttäuscht, denn wir wären gerne Cupsieger geworden. Wir haben in dieser Saison viel für einen Titel gearbeitet. Dass es am Ende wegen Kleinigkeiten nicht gereicht hat, ist sehr schmerzhaft.» (sda)

Das Telegramm

FC Basel - FC Thun 2:1 (1:0)
Stade de Suisse, Bern. - 20'500 Zuschauer. - SR San. -
Tor: 23. Ajeti (Stocker) 1:0. 77. Frei (Riveros) 2:0. 81. Sorgic (Kablan) 2:1.
Basel: Omlin; Xhaka, Suchy, Zambrano, Riveros; Balanta, Frei (91. Van Wolfswinkel); Stocker (67. Bua), Zuffi (72. Kuzmanovic), Okafor; Ajeti.
Thun: Faivre; Joss, Gelmi, Sutter (26. Karlen), Kablan; Fatkic; Tosetti (79. Salanovic), Costanzo, Stillhart, Spielmann (94. Schwizer); Sorgic.
Bemerkungen: Basel ohne Petretta (gesperrt) und Widmer (verletzt), Thun ohne Glarner (gesperrt), Hediger, Rodrigues und Ziswiler (alle verletzt). Verwarnung: 13. Okafor (Foul). 23. Stillhart (Foul). 26. Balanta (Foul). 65. Riveros (Foul). 94. Ajeti (Reklamieren). 94. Costanzo (Foul).

(zap/sda)

Der Liveticker

Ticker: 19.05.2019 Cupfinal Basel-Thun

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Quacksalber 19.05.2019 22:40
    Highlight Highlight Auf dem Barfi ist wieder mal Räucherfest.
  • Mexi 19.05.2019 22:11
    Highlight Highlight Bis am Spielende zu zittern seid ihr Spieler euch ja gewohnt und das erst noch gegen mediokre Mannschaften. Alles Charakterfächer 🤔
  • Posersalami 19.05.2019 19:14
    Highlight Highlight Wieso verlegt man den Cup nicht in ein kleineres Stadion?

    Gratulation nach Basel zum Cup!
  • Pana 19.05.2019 17:14
    Highlight Highlight Im Eishockey Cup ist der Final wenigstens jeweils ausverkauft ;)
    • almlasdn 19.05.2019 18:43
      Highlight Highlight Ein Hockeystadion in der Schweiz hat auch höchstens 17'000 und irgendwas Plätze. Da waren heute mehr beim Fussball (ca. 20'500).
    • Klirrfactor 19.05.2019 18:44
      Highlight Highlight Abgesehen der Postfinance und des Halkenstadions, sind die Hockeyarenen in der Schweiz auch nicht gross
    • DerRaucher 19.05.2019 19:45
      Highlight Highlight Ich kann die Hockey Vergleiche langsam nicht mehr hören.
  • Nelson Muntz 19.05.2019 17:08
    Highlight Highlight War der Cup früher nicht mit Weissem gefüllt bei der Übergabe?
    • Leckerbissen 20.05.2019 10:05
      Highlight Highlight Find ich immer lustig wie Eishockeyfans prahlen. Eh bis ois isch usverkauft. Ja 6'000 Schnäuzlein im Schnitt in den Arenen. Haben die meisten SL-Mannschaften auf einer Platzhälfte.
    • Nelson Muntz 20.05.2019 12:14
      Highlight Highlight äähm...nett, aber hat nichts mit meiner Frage zu tun 😉
  • Scaros_2 19.05.2019 16:38
    Highlight Highlight Ach es war Cupfinal? Juckt irgendwie fast niemand wenn man so ins Stadion schaut.
  • dho 19.05.2019 16:34
    Highlight Highlight Überglücklich waren die Basler noch vor wenigen Jahren über Siege gegen Manchester United oder Liverpool. Na bravo, sie haben den Berner Oberländer Provinzverein 2:1 geschlagen... oder wie Stocker es so sprachgewaltig formuliert: die Partie hätte auf beide Seiten kippen können...
    • Raembe 19.05.2019 19:35
      Highlight Highlight Zeig mir einen Verein, der noch nie eine schlechte Phase hatte?
    • dho 20.05.2019 07:41
      Highlight Highlight @Raembe. Dieser Klub ist nicht in einer schlechten Phase. Dieser Klub wurde nach dem Besitzerwechsel durch den Verkauf aller Werte (gute Spieler) ausgehöhlt und systematisch zerstört. Schon vergessen?
    • Raembe 20.05.2019 08:19
      Highlight Highlight Es hat einen Konzept - Wechsel gegeben. Nicht mehr und nicht weniger. Von systematisch zerstört würde ich auch nicht reden, da man immer noch das zweibeste Team in der SL ist.
  • DrFreeze 19.05.2019 16:16
    Highlight Highlight Es ist ein erbärmliches Zeichen, wenn in einem Cup, wo über 95% der Spiele auf Rasen gespielt wurden, der Final auf Kunstrasen stattfindet.
    Gratulation dem FC Basel
  • einmalquer 19.05.2019 16:03
    Highlight Highlight Platzsturm:

    nach Watson: "Einige Chaosköpfe nutzen den Cupfinal, um ihre Anliegen zu vertreten. Ziemlich unnötig. Der Unparteiische setzt die Partie mit einem Schiedsrichterball fort. "

    Das Gegenteil ist richtig, denn:
    Feuerwerk = Feinstaub.

    Ein Fussballspiel ist geeignet, darauf aufmerksam zu machen.
    • sunshineZH 19.05.2019 18:29
      Highlight Highlight 😂
  • EhrenBratan. Hääää! 19.05.2019 15:58
    Highlight Highlight Cupfinal = Die einzige Weg für den Fcb in Bern zu gewinnen.
    Trotzdem, Gratulation!
    • Raembe 19.05.2019 19:36
      Highlight Highlight Warts ab, auch bei YB wirds mal wieder bergab gehen.
  • c_meier 19.05.2019 15:50
    Highlight Highlight also als Thun hätte ich Hediger auf die Bank genommen, der könnte sein Team sicher von der Seitenlinie noch mehr pushen auch ohne Einsatz
  • insider 19.05.2019 15:42
    Highlight Highlight Platzsturm und Pyro: Kriegt der Verband jetzt eine Busse?
    Der Veranstalter ist doch für die Sicherheit verantwortlich?
    • MyErdbeere 19.05.2019 17:29
      Highlight Highlight Am schluss muss noch Jöggi Rihs als Stadionbesitzer dafür aufkommen.
  • Cachesito 19.05.2019 14:57
    Highlight Highlight Fussballerisches Niveau Katastrophe. Nicht die einfachsten Pässe können direkt weitergespielt werden. Tempofussball Fehlanzeige. Die wollen nächstes Jahr international spielen, dann gute Nacht. Mal schauen vielleicht bringt die 2. Halbzeit etwas und die Protagonisten erinnern sich das sie Lohn bekommen.
  • SillySalmon 19.05.2019 14:55
    Highlight Highlight Erbärmlicher Cupfinal zur Pause. Für das habe ich 50 CHF bezahlt.
  • DrFreeze 19.05.2019 14:52
    Highlight Highlight Tja liebe Thuner, ein Käppi macht noch keinen Petr Cech 😜😋
  • phreko 19.05.2019 14:10
    Highlight Highlight Was für Journalismus, wenn nicht mal der Grund des Platzsturmes erwähnt werden kann.

    Seid ihr eine Aussenabteilung des SFV?
    • Klimapapi 19.05.2019 14:18
      Highlight Highlight https://www.instagram.com/p/BxpLs1xiBQi/?igshid=8wv52606otkc 😁
    • sunshineZH 19.05.2019 18:30
      Highlight Highlight Immer nerviger diese Klimaaktivisten 😀
  • manu9989 19.05.2019 14:10
    Highlight Highlight @ felix, San pfeift, schnyder nur 4. Offizieller
  • locogoa 19.05.2019 14:09
    Highlight Highlight Nimmt mich mal Wunder ob die üblichen verdächtigen die bei Zwischenfällen im Stadion immer gleich drakonische Strafen fordern auch hier Sanktionen fordern.... oder gilt das nur für Fussballfans aber nicht für klimastreiker....
  • schwarzeratte 19.05.2019 14:05
    Highlight Highlight Urs Schnyder ist der 4. Offizielle, gepfiffen wird von Fedayi San. :)
  • Knety 19.05.2019 13:15
    Highlight Highlight Merci das ihr Wankdorf schreibt👍
  • #schwizer12 19.05.2019 12:57
    Highlight Highlight Hopp Thun!!!

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