Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04549655 FC Barcelona's head coach Luis Enrique addresses a press conference in Barcelona, northeastern Spain, 07 January 2015. Luis Enrique denied that he had problems with Argentinian striker Lionel Messi, despite rumours of a bitter rift between the two men. 'I don't have any problems with any player at all. I have the same relationship with them as at the start of the season, there has been no change in that respect,' Enrique said.  EPA/ALEJANDRO GARCIA

Schlechte Stimmung bei Barcelona. Bild: EPA/EFE

Muss der Trainer bald weg?

Der Krach zwischen den Dickköpfen Messi und Luis Enrique sorgt für viel Unruhe bei Barça

Der FC Barcelona erlebt hektische Zeiten. Spanische Medien spekulieren über eine baldige Entlassung von Trainer Luis Enrique und einem Abgang von Lionel Messi. 

Die einstmals heile Welt beim FC Barcelona hat schwere Risse bekommen. Ein Machtkampf zwischen Messi und Trainer Luis Enrique verschärfte die Krise bei den Katalanen nur wenige Tage nach der Entlassung von Sportdirektor Andoni Zubizarreta und dem Rücktritt von Klub-Urgestein Carles Puyol. Wie spanische Medien berichteten, seien die Tage des Trainers vor dem Cup-Heimspiel gegen Elche bereits gezählt. 

Präsidenten-Wahl im Sommer

Barça-Präsident Josep Maria Martomeu erklärte, dass Ende Saison Präsidenten-Wahlen abgehalten werden. Er wird erneut kandidieren. Er möchte mit dem Entscheid die «Spannungen im Klub lösen».

Die Zeitung «El Pais» berichtete wenige Tage nach der 0:1-Niederlage am Sonntag bei Real Sociedad San Sebastian von einem «Brand», der Team und Verein zu destabilisieren drohe. Luis Enrique trat am Mittwoch vor die Presse und beteuerte, er habe «mit keinem Spieler Probleme». Bei den weiteren Ausführungen des mit Fragen bombardierten 44-Jährigen wurde aber klar, dass am Camp Nou längst nicht alles in Ordnung ist. Berichte über sehr heftige Diskussionen mit Messi wolle er «weder bestätigen noch dementieren». Was innerhalb der Gruppe passiere, bleibe in der Kabine, fügte er mit strengem Blick hinzu. 

Play Icon

Wie Luis Enrique auf die Fragen zu Lionel Messi reagierte. (Spanisch) Video: youtube/futbol lationiHQ

Messis Zoff in der Kabine

Dass etwas nicht stimmt, wurde aber schon am Sonntag deutlich, als Messi und Neymar nach dem Eigentor von Jordi Alba auf der Bank schelmisch scherzten. Nach seiner Einwechslung legte Messi in der zweiten Halbzeit eine fast schon provokative Lustlosigkeit an den Tag. Nach dem Abpfiff soll sich der Argentinier in der Kabine zudem mit dem Teampsychologen und Coach-Vertrauten Joaquin Valdes angelegt haben, wie die Zeitung «AS» berichtete. 

Play Icon

Messi und Neymar scherzen auf der Ersatzbank, während die Kollegen ein Tor kassieren. Video: Youtube/IGFootballHD

Dabei läuft es sportlich gar nicht mal schlecht. Vor dem Spiel in San Sebastian hatte es zehn Partien ohne Niederlage gegeben. Barcelona liegt in der Meisterschaft nur einen Punkt hinter Real, in der Champions League wurde der Achtelfinal erreicht. Erfolge, die aber interne Probleme offenbar nur überdeckten. Es ist bekannt, dass Messi sich nur äusserst widerwillig auf die Bank setzen lässt und kein Freund der Rotationspolitik des Trainers ist. Am letzten Montag liess sich der 27-Jährige beim Training nicht blicken. Offizielle Begründung: Magendarmverstimmung. 

Zwei Alphatiere verstehen sich nicht

Laut Medien hatte es sich Luis Enrique schon kurz nach seiner Amtsübernahme im Sommer mit Messi verscherzt, als er auf einer Pressekonferenz tönte: «Der Führer hier bin ich.» Seitdem seien die Differenzen zwischen beiden weiter gewachsen. Beim Training am Freitag sollen sich Star und Coach mächtig in die Haare geraten sein, als Luis Enrique ein Tor des viermaligen Weltfussballers aberkannt hatte. 

Es ist ein Duell der «Dickköpfe»: Trotz seines bescheidenen Auftretens gilt Messi intern als «Diva», die unter anderem für die Abschiebung unliebsamer Stürmerkonkurrenten wie Zlatan Ibrahimovic und David Villa verantwortlich zeichnete. Nicht minder stolz und stur ist Luis Enrique. Als Trainer von AS Rom hatte sich der Hobby-Triathlet offen mit Klub-Idol Francesco Totti angelegt. 

epa04454605 FC Barcelona's Spanish coach Luis Enrique (R), and his player, Argentinean Lionel Messi, during a team's training session at Joan Gamper Sports City in Barcelona, northeastern Spain, 20 October 2014, on the eve of the Cahmpios League soccer match that the team will play against Ajax Amsterdam.  EPA/ALEJANDRO GARCIA

Lionel Messi und Luis Enrique: Zwei Dickköpfe unter sich. Bild: EPA/EFE

Iniesta und Xavi versuchen zu schlichten

Andres Iniesta und Xavi sollen im Konflikt zu vermitteln versuchen. Auch Klubboss Josep Bartomeu wolle eingreifen, wenngleich er wegen der Fehleinkäufe (Thomas Vermaelen, Douglas) und des von der FIFA auferlegten Transferverbots selbst in der Kritik steht. Erst Anfang der Woche war Zubizarreta als Schuldiger ausgemacht und entlassen worden, woraufhin auch dessen Assistent Puyol zurücktrat. Fans und Klubmitglieder wollen am Sonntag beim Meisterschafts-Duell daheim gegen Meister Atletico Madrid gegen Bartomeu protestieren. 

Ob bei einer möglichen Entlassung des Coaches wieder Ruhe am Camp Nou einkehrt, wagen viele zu bezweifeln. Nicht wenige befürchten, dass Messi den Verein verlassen könnte. Seit Montag folgt er auf Instagram dem FC Chelsea und auch Profis des englischen Klubs. (si/dpa) 

epa04549657 FC Barcelona's head coach Luis Enrique gestures during a press conference in Barcelona, northeastern Spain, 07 January 2015. Luis Enrique denied that he had problems with Argentinian striker Lionel Messi, despite rumours of a bitter rift between the two men. 'I don't have any problems with any player at all. I have the same relationship with them as at the start of the season, there has been no change in that respect,' Enrique said.  EPA/ALEJANDRO GARCIA

Wie lange hält sich Luis Enrique noch auf dem Trainerstuhl? Bild: EPA/EFE



Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Daniela Ryf und Nino Schurter sind die Schweizer Sportler des Jahres

Nino Schurter und Daniela Ryf wurden an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich als Schweizer Sportler und Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Den Preis für das Team des Jahres erhielt die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft.

Zahlreiche Schweizer Sportler haben 2018 Ausserordentliches geleistet, deshalb präsentierte sich das Feld der Nominierten für die Sports Awards von heute hochkarätig wie selten zuvor. Mit Triathletin Daniela Ryf und Mountainbiker Nino Schurter setzten sich im Gegensatz zum Vorjahr, als Wendy Holdener und Roger Federer triumphierten, zwei Athleten durch, die eher aus Randsportarten stammen.

Die weiteren Awards in der TV-Gala gingen an Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer (Trainer …

Artikel lesen
Link to Article