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epa04872177 Anthony Martial of AS Monaco (L) vies for the ball with Steve Von Bergeni of Young Boys Bern (R) during the UEFA Champions League third qualifying round, first leg soccer match between AS Monaco and BSC Young Boys Bern, at Stade Louis II, in Monaco, 04 August 2015.  EPA/SEBASTIEN NOGIER

Steve von Bergen will auch nach der fünften Partie ohne Sieg nichts von einer Krise wissen.  Bild: SEBASTIEN NOGIER/EPA/KEYSTONE

Steve von Bergen: «Nein, Krise haben wir keine!» Durchhalteparolen bei YB nach der Klatsche gegen Monaco

Die Young Boys scheitern in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation gegen die AS Monaco klar. Nach dem 0:4 in Monte Carlo bleibt die Lage in Bern angespannt.



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Am Ende war das Verdikt deutlich. Nach dem 1:3 im Hinspiel in Bern erlitten die Young Boys im Rückspiel im schönen, aber in die Jahre gekommenen Stade Louis II in Monte Carlo ein Debakel. Nach vier Gegentreffern zwischen der 54. und 76. Minute unterlagen sie am Ende einem übermächtigen Gegner mit 0:4 und mussten bei erstbester Gelegenheit den Traum von der erstmaligen Champions-League-Teilnahme begraben.

«Wir hätten zwei nahezu perfekte Spiele gebraucht, um gegen einen solchen Gegner bestehen zu können. Das ist uns nicht gelungen», sagte YB-Trainer Uli Forte. Letztlich habe die Effizienz in der Offensive und die grössere spielerische Qualität den Ausschlag zugunsten des Favoriten gegeben, so der Zürcher. «Das Einzige, was ich meiner Mannschaft vorwerfen kann, ist, dass sie sich nach dem 0:2, als alles entschieden war, etwas hängen lassen hat.»

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Der Treffer von Martial zum 2:0 bricht YB definitiv das Genick.   gif: srf/watson

«Wir brauchen mehr Persönlichkeit, mehr Charakter. Es kann nicht sein, dass wir nach einem Gegentor den Kopf derart hängen lassen!»

YB-Verteidiger Steve von Bergen srf

Aus Sicht von Monacos Trainer Leonardo Jardim ging der Matchplan der Monegassen perfekt auf: «Wir wollten in der ersten Halbzeit nicht zu viel riskieren und bis zur Pause keinen Gegentreffer erhalten. Danach konnten wir in der Offensive spielerisch enorm zulegen.»

In der letzten halben Stunde setzte der Viertelfinalist der letzten Saison zur Freude der gut 10'000 Zuschauer zu einer Gala an und deutete an, warum er über eines der talentiertesten Teams Europas verfügt. «Wenn man einen Spieler wie El Shaarawy einwechseln kann, sieht man, was für Qualität in der Mannschaft steckt», so Forte.

Schicksalsspiele für Forte und sein Team

YB-Sportchef Fredy Bickel hatte vor der Partie von seiner Mannschaft eine weitere Steigerung gegenüber dem letzten Auftritt in St.Gallen gefordert. Diese blieb aus, was in Anbetracht der Stärke des Gegners und der langen Absenzenliste der Berner – mit Benito, Hoarau, Gerndt, Sanogo, Seferi und Steffen fehlten in Monaco sechs Spieler – allerdings nicht ganz überraschend kam. YB-Verteidiger Steve von Bergen will in Anbetracht des starken Gegeners die Niederlage denn auch sofort relativieren: «Nein, Krise haben wir keine!» 

epa04870926 Young Boys Bern's Swiss-Italian head coach Uli Forte attends a press conference at Stade Louis II, in Monaco, 03 August 2015. Young Boys Berne will face AS Monaco in the UEFA Champions League third qualifying round, first leg soccer match on 04 August 2015.  EPA/SEBASTIEN NOGIER

Unsicherer Blick in die Zukunft: Uli Forte muss jetzt dringend Siege einfahren. Bild: SEBASTIEN NOGIER/EPA/KEYSTONE

Dennoch dürfte die latente Unruhe, die in Bern seit Tagen aufgrund des mageren Saisonstarts herrscht, durch die dürftige Leistung und den Zusammenbruch nach dem ersten Gegentreffer nicht abflachen – im Gegenteil. Forte und die Mannschaft sind unter Druck. In den Heimspielen gegen Thun und Lugano und in der Cup-Partie in Kriens müssen drei Siege her. Das sieht auch Steve von Bergen so: «Wir haben uns hohe Ziele gesteckt und diese auch so nach aussen kommuniziert, jetzt müssen wir Siege einfahren.»  (si/cma)

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