Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bundesliga, 34. Runde

Hamburg – Gladbach 2:1 (1:1)

Wolfsburg – Köln 4:1 (1:1)

Hoffenheim – Dortmund 3:1 (1:0)

Bayern – Stuttgart 1:4 (1:2)

Hertha – Leipzig 2:6 (1:3)

Freiburg – Augsburg 2:0 (0:0)

Schalke – Frankfurt 1:0 (1:0)

Leverkusen – Hannover 3:2 (2:0)

Mainz – Bremen 1:2 (1:1)

Bild

Die legendäre Uhr im Volksparkstadion muss auf null gestellt werden. bild: twitter

«Auch ein 40-40-20-System nützte nichts» – die Reaktionen zum unrühmlichen HSV-Abstieg

Erstmals in seiner fast 100-jährigen Vereinsgeschichte steigt der Hamburger SV aus der höchsten Spielklasse ab. Die Norddeutschen waren zudem der einzige Klub, der seit der Bundesliga-Gründung 1963 immer erstklassig war. Nach dem Abstieg sind Enttäuschung und Schadenfreude riesig.



Sekunden vor dem Abstieg aus der Bundesliga ist die Lage beim Hamburger SV eskaliert.

» Hier gibt's den Liveticker der Konferenz zum Nachlesen.

In der Nachspielzeit des Spiels gegen Borussia Mönchengladbach flogen beim Stande von 2:1 aus dem Fanblock hinter dem Tor Feuerwerkskörper und Rauchbomben auf das Feld, die Nordtribüne war in schwarze Wolken gehüllt.

abspielen

Ein würdiger Abstieg sieht anders aus. Video: streamable

Polizisten stürmten aufs Feld, auch um einen möglichen Platzsturm zu verhindern. Bis auf die kleine Gruppe von Randalierern blieb es aber ruhig im Stadion. Die überwiegende Mehrheit der Fans rief: «Wir sind Hamburger, und ihr nicht» und «Holt sie raus!». Die Spieler beider Teams standen gemeinsam auf dem Platz.

Übrigens ...

abspielen

... Josip Drmic hat beim 1:2 gegen den HSV sein viertes Saisontor erzielt. Video: streamable

Schiedsrichter Felix Brych unterbrach die Begegnung. Nach über zehn Minuten pfiff Brych noch einmal kurz an, somit verhinderte er einen Spielabbruch. Dann war die Zeit des HSV in der Bundesliga nach 1866 Spielen und 55 Jahren endgültig beendet.

Ein Grossteil der HSV-Fans blieb im Stadion und applaudierte dem Team. Spieler und Fans standen die Tränen in den Augen.

Die Stimmen der Beteiligten:

Gokotu Sakai (HSV-Captain):

«Das ist richtig, richtig bitter. Wir haben in den letzten Wochen sehr viel Gas gegeben. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, dass wir bis zum Ende dran geglaubt und gekämpft haben.»

«Ich bin sehr traurig, aber die Tränen nützen nichts Es muss weitergehen.»

HSV-Legende Uwe Seeler

Uwe Seeler (HSV-Legende):

«So lange ich lebe, habe ich nicht daran geglaubt. Hamburg ohne 1. Liga kann ich mir noch nicht vorstellen. Ich wünsche mir, dass sich der HSV jetzt intensiv auf die 2. Liga vorbereitet. Denn die wird sehr schwer.»

Bild

Uwe Seeler nimmt Stellung. bild: twitter

Christian Titz (HSV-Trainer):

«Die Mannschaft und fast alle Zuschauer haben sich würdevoll verabschiedet. Ich empfinde Stolz für die Jungs und das, was sie bereit waren zu geben, um dieses Wunder noch möglich zu machen. Meine Jungs haben Grösse in der Niederlage gezeigt.»

Frank Wettstein (HSV-Vorstand):

«Dieser Abstieg ist das bittere Ergebnis einer sportlichen Fehlentwicklung, die unter der Leitung unseres neuen Trainers Christian Titz trotz positiver Entwicklung leider nicht mehr korrigiert werden konnte.»

«Die Enttäuschung ist riesengross. Wir sind selbst schuld. Der Trainer kam zu spät».

HSV-Verteidiger Kyriakos Papadopoulos

Max Eberl (Gladbach-Sportchef):

«Es fühlt sich nicht gut an, aber so ist der Sport. Am Ende entscheidet die Leistung auf dem Platz. Der HSV ist sportlich abgestiegen. Aber ganz Fussball-Deutschland wünscht sich sicher, dass sie so schnell wie möglich wieder aufsteigen.»

Christian Streich (Freiburg-Trainer):

«Der HSV geht einen guten Weg, jetzt haben sie verlängert mit dem Trainer. Die Leute stehen dahinter. Vereine wie der HSV, man hat das gesehen beim VfB oder Hannover, die kommen wieder zurück.»

Die Reaktionen auf Twitter

Traurig, aber wahr:

Uhr auf null:

Was für eine Nachspielzeit:

Auch das Mauern nützte nichts:

Die Sechser-Ketter vor dem Tor auch nicht:

Das neue Klub-Logo:

Nicht das beste T-Shirt zum Abstieg:

Beim Erzrivalen freut man sich:

Dino als Pink Panther:

Telegramme:

Hamburg - Mönchengladbach 2:1 (1:1)
57'000 Zuschauer.
Tore: 11. Hunt (Handspenalty) 1:0. 28. Drmic 1:1. 63. Holtby 2:1.
Bemerkungen: Mönchengladbach mit Sommer, Elvedi, Drmic und Zakaria (bis 57.). 71. Gelb-Rote Karte gegen Shou Wood (Hamburg).

Wolfsburg - Köln 4:1 (1:1)
26'112 Zuschauer.
Tore: 1. (0:41) Guilavogui 1:0. 32. Hector 1:1. 54. Origi 2:1. 71. Knoche 3:1. 91. Brekalo 4:1.
Bemerkungen: Wolfsburg mit Steffen (bis 71.).

Bayern München - Stuttgart 1:4 (1:2)
75'000 Zuschauer.
Tore: 6. Ginczek 0:1. 21. Tolisso 1:1. 42. Donis 1:2. 52. Akolo 1:3. 55. Ginczek 1:4.

Hoffenheim - Dortmund 3:1 (1:0)
30'150 Zuschauer.
Tore: 26. Kramaric 1:0. 58. Reus 1:1. 63. Szalai 2:1. 73. Kaderabek 3:1.
Bemerkungen: Hoffenheim mit Zuber (bis 65.), ohne Kobel (Ersatz). Dortmund mit Bürki (bis 94.) und Akanji.

Leverkusen - Hannover 3:2 (2:0)
30'210 Zuschauer.
Tore: 3. Alario 1:0. 18. Alario 2:0. 56. Brandt 3:0. 91. Füllkrug 3:1. 94. Harnik 3:2.
Bemerkungen: Hannover ohne Schwegler (verletzt). 6. Wendell (Leverkusen) verschiesst Foulpenalty.

Schalke - Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0)
60'000 Zuschauer.
Tor: 26. Burgstaller 1:0.
Bemerkungen: Schalke ohne Embolo (verletzt). Eintracht Frankfurt mit Fernandes (bis 46.).

Freiburg - Augsburg 2:0 (0:0)
24'000 Zuschauer.
Tore: 50. Höfler 1:0. 66. Kleindienst 2:0.
Bemerkungen: Freiburg ohne Sierro (nicht im Aufgebot). Augsburg ohne Hitz (nicht im Aufgebot).

Hertha Berlin - RB Leipzig 2:6 (1:3)
60'502 Zuschauer.
Tore: 2. Upamecano 0:1. 4. Ibisevic 1:1. 8. Lookman 1:2. 22. Augustin 1:3. 49. Werner 1:4. 55. Augustin 1:5. 64. Kalou 2:5. 82. Bruma 2:6.
Bemerkungen: Hertha Berlin mit Lustenberger (bis 67.). Leipzig ohne Mvogo (Ersatz).

Mainz - Bremen 1:2 (1:1)
34'000 Zuschauer.
Tore: 12. Gbamin 1:0. 23. Kainz 1:1. 79. Gebre Selassie 1:2. (pre/sda)

Tabelle:

Bild

bild: screenshot srf

Diese europäischen Gründerklubs sind noch nie abgestiegen

Unvergessene Bundesliga-Geschichten

31.08.1993: Jay-Jay Okocha demütigt Oliver Kahn und drei KSC-Verteidiger mit einem Wahnsinnstanz in 11 Sekunden für die Ewigkeit

Link zum Artikel

29.03.1970: «Decken, decken, nicht Tischdecken, Mann decken» – so kommentiert der Moderator des «Aktuellen Sportstudio» einen Beitrag über Frauenfussball 

Link zum Artikel

10.03.1998: Trap hat fertig – diese dreieinhalb Minuten Kauderwelsch bleiben für die Ewigkeit

Link zum Artikel

06.04.2002: Bundesliga-Goalie Piplica fällt der Ball von einem Kirchturm auf den Kopf und von dort fliegt er ins Tor

Link zum Artikel

04.04.2009: Nie wurden die Bayern schöner gedemütigt als durch die Hacke von Grafite

Link zum Artikel

13.04.1995: Andy Möller kreiert mit der Schutzschwalbe eine neue Tierart

Link zum Artikel

18.08.1995: St.Paulis Tier im Tor «geht einer ab», wenn er in der 1. Liga Bälle halten kann

Link zum Artikel

09.05.1998: Die grösste Bundesliga-Sensation ist perfekt: Aufsteiger Kaiserslautern darf die Meisterschale in die Höhe stemmen

Link zum Artikel

Kultfigur Walter Frosch spielt mit einem Zigarettenpäckchen im Stutzen

Link zum Artikel

17.04.2004: Goalie Butt jubelt nach seinem verwandelten Penalty noch, als es in seinem Kasten klingelt

Link zum Artikel

10.12.1995: Ciri Sforza sieht im TV, wie er ohne sein Wissen transferiert wird und wie seine Mitspieler bitterböse über ihn schimpfen

Link zum Artikel

08.11.1975: Weil er betrunken ist und sich so gut fühlt, pfeift Schiedsrichter Ahlenfelder schon nach 32 Minuten zur Halbzeit 

Link zum Artikel

16.05.1992: Eintracht Frankfurt verspielt den Meistertitel im letzten Moment, doch «Stepi» bleibt cool: «Lebbe geht weider»

Link zum Artikel

03.04.1999: Titan Kahn tickt komplett aus – erst knabbert er Herrlich an, dann fliegt er in Kung-Fu-Manier auf Chapuisat zu

Link zum Artikel

19.5.2001: Vier Minuten feiert Schalke den Titel, dann trifft Andersson in Hamburg mitten ins königsblaue Herz

Link zum Artikel

20.10.2000: Christoph Daums freiwillige Haarprobe ergibt, dass er doch kein absolut reines Gewissen haben darf

Link zum Artikel

04.05.2002: Der Beweis dafür, dass Leverkusen keinen Titel holen kann – und es kam noch viel schlimmer

Link zum Artikel

07.05.1991: «Mach et, Otze!» Kölns Ordenewitz will sich in den Pokalfinal tricksen – aber der DFB findet den Ordene-Witz nicht komisch

Link zum Artikel

02.04.1974: Ob den Dortmundern bei der Einweihung schon bewusst ist, dass sie einmal das geilste Fussballstadion der Welt haben werden?

Link zum Artikel

23.09.1994: Mario Basler kommt auf die absurde Idee, eine Ecke direkt zu verwandeln und hat damit auch noch Erfolg

Link zum Artikel

19.11.1994: Nach einer kuriosen Rote Karte und dem Last-Second-Ausgleich des KSC flippt Lothar Matthäus im Interview komplett aus

Link zum Artikel

23.04.1994: Helmers Phantomtor, der berühmteste Nichttreffer der Bundesliga

Link zum Artikel

03.01.2006: Der Bergdoktor ist da – Hanspeter Latour soll den 1. FC Köln vor dem Abstieg retten

Link zum Artikel

20.05.2000: «Ihr werdet nie deutscher Meister» – Ballacks Eigentor in Unterhaching macht Bayer endgültig zu «Vizekusen»

Link zum Artikel

18.09.1999: Kuffour knockt Kahn aus und als Ersatzkeeper Dreher sich das Knie verdreht, werden «Tanne» Tarnat und der Kahn-Killer zu den grossen Matchwinnern

Link zum Artikel

19.08.1989: Klaus «Auge» Augenthalers Weitschusstreffer wird Tor des Jahrzehnts

Link zum Artikel

Wolfgang Wolf wird Trainer der Wölfe in Wolfsburg – hihihi!

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nelson Muntz 13.05.2018 09:21
    Highlight Highlight Ist man hier durch beide Zürcher, Basler, Berner, Luganesi usw. eher abgestumpft? Die Pyrobilder sahen nicht soo schlimm aus. Wasnicht heissen muss, dass man es verharmlosen soll!
  • sslider 13.05.2018 00:11
    Highlight Highlight endlich abgestiegen
  • miarkei 12.05.2018 22:30
    Highlight Highlight Es hat sich in den letzten Jahren abgezeichnet, dass das passieren wird.
  • welefant 12.05.2018 19:18
    Highlight Highlight wieso haben die pferde mitdabei? 🐎
    • olmabrotwurschtmitbürli 12.05.2018 20:04
      Highlight Highlight Style... Nein, aufgrund besserer Übersicht und psychologischer Wirkung werden berittene Polizisten in einigen Ländern bei Grossveranstaltungen eingesetzt.

      Wobei Elefanten natürlich noch besser wären...
  • penetranz 12.05.2018 19:10
    Highlight Highlight Endlich.........
    Schade........
    Neuanfang...........

Shaqiri dank 2 Jokertoren gegen ManUnited Matchwinner ++ Messi mit Hattrick und 2 Assists

Liverpool bleibt auch nach der 17. Runde Leader der Premier League – dank Xherdan Shaqiri. Der Schweizer Internationale schiesst die «Reds» beim 3:1 gegen Manchester United mit zwei Toren zum Sieg. In der 70. Minute wechselte Jürgen Klopp Xherdan Shaqiri beim Stand von 1:1 ein, zehn Minuten später war die Partie in Anfield bei Schneeregen dank einer Doublette des Schweizer Internationalen zugunsten des Gastgebers entschieden. Anschliessend hallten Shaqiri-Sprechchöre durch die Anfield Road.

Artikel lesen
Link zum Artikel