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UEFA's Interim General Secretary Theodore Theodoridis, left, washes his hand with a sanitizing gel during a press conference with President Aleksander Ceferin, right, following a meeting of European soccer leaders at the congress of the UEFA governing body in Amsterdam's Beurs van Berlage, Netherlands, Tuesday, March 3, 2020. (AP Photo/Peter Dejong)

Generalsekretär Theodore Theodoridis (links) und Präsident Aleksander Ceferin sind zum Handeln gezwungen. Bild: AP

Bedroht das Coronavirus die Fussball-EM? UEFA: «Wir haben Pläne für alles»

Die Ausbreitung des Corona-Virus droht auch in Zukunft Einfluss auf den Fussball zu haben. Die UEFA muss handeln – und prüft verschiedene Notfall-Optionen für die Europameisterschaft im Sommer.



Die UEFA-Führung hat angesichts der Coronavirus-Krise erstmals eingeräumt, mit Blick auf die EM im Sommer diverse Notfall-Optionen zu prüfen.

«Wir haben verschiedene Szenarien. Die Euro startet im Juni, wir haben Spiele, die bald anstehen. Die dringenderen Angelegenheiten passieren in den nächsten beiden Wochen. Aber wir haben Pläne für alles», sagte Generalsekretär Theodore Theodoridis.

«Sie wissen nicht, wie viele Sorgen wir haben.»

Aleksander Ceferin

Der Grieche sprach nicht von einer möglichen Absage oder Verschiebung des in zwölf Ländern stattfindenden Turniers vom 12. Juni bis 12. Juli und warnte auch vor voreiligen Schlüssen. «Wir wollen nicht spekulieren, was in drei oder vier Monaten passiert», sagte Theodoridis nach dem Kongress der UEFA in Amsterdam.

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UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. bild: ap

Stetiger Austausch mit den Regierungen

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin versuchte die schwierige Lage im grossen Kontext der Turnierorganisation zu bewerten. «Sie wissen nicht, wie viele Sorgen wir haben, Sicherheit, politische Stabilität, Virus. Wir kümmern uns darum, und wir sind zuversichtlich, dass wir damit umgehen können», sagte der Slowene.

Man bewerte auch im Europacup und bei den im März anstehenden EM-Playoff-Partien jedes Spiel für sich und sei im Austausch mit den jeweiligen Regierungen, betonte Theodoridis.

Werden die Olympischen Spiele verschoben?

Japans Olympia-Ministerin hält eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio innerhalb dieses Jahres für theoretisch möglich.

Im Vertrag zur Ausrichtung der Spiele stehe geschrieben, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) nur im Fall, dass die Spiele nicht innerhalb des Jahres 2020 abgehalten werden, das Recht habe, die Spiele abzusagen, sagte Seiko Hashimoto am Dienstag auf eine Frage im Haushaltsauschuss des nationalen Parlaments.

«Das kann man so interpretieren, dass man die Spiele verschieben kann, sofern die Spiele innerhalb des Jahres 2020 stattfinden», erklärte die Olympia-Ministerin dem japanischen Fernsehsender NHK zufolge. (dab/sda/dpa)

Dies betreffe auch das Rückspiel im Europa-League-Achtelfinal von Eintracht Frankfurt beim FC Basel am 19. März. In der Schweiz sind bis am 15. März alle Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern untersagt.

«Wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Behörden, aber auch, nicht in Panik zu verfallen.»

Gianni Infantino

Auch die Champions League betroffen?

Das Rückspiel im Achtelfinal der Champions League am 11. März zwischen Paris Saint-Germain und Borussia Dortmund könnte nach Angaben von Frankreichs Sportministerin ohne Zuschauer stattfinden. Das sei bisher aber nur eine Hypothese, betonte Roxana Maracineanu am Dienstag. Es sei noch zu früh, um das mit Sicherheit sagen zu können. Das Spiel werde aber auf jeden Fall stattfinden, sagte die Ministerin.

PSG's Marco Verratti, left, and Dortmund's Erling Braut Haaland duels for the ball during the Champions League round of 16 first leg soccer match between Borussia Dortmund and Paris Saint Germain in Dortmund, Germany, Tuesday, Feb. 18, 2020. (AP Photo/Martin Meissner)

Noch ist unklar, ob beim Rückspiel zwischen Paris und Dortmund Zuschauer im Stadion sein werden. Bild: AP

Frankreich hatte am Wochenende wegen des Coronavirus alle Grossveranstaltungen mit mehr als 5000 Menschen untersagt. Davon sind vor allem Veranstaltungen in geschlossenen Räumen betroffen. Ausgenommen sind bisher Veranstaltungen in Stadien.

Die UEFA hat eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit Vertretern europäischer Ligen eingerichtet. Diese solle sich unter anderem mit dem Spielkalender beschäftigen, sagte Theodoridis. FIFA-Präsident Gianni Infantino sagte in seiner Rede vor dem Kongress, dass der Fussball vor wichtigen Entscheiden stehe. «Wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Behörden, aber auch, nicht in Panik zu verfallen», sagte der Chef des Weltverbands. (dab/sda/dpa/apa)

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