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Antonio Marchesano trifft per Freistoss zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich.
Antonio Marchesano trifft per Freistoss zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich.
Bild: keystone

St. Gallen und Zürich bieten die ganz grosse Fussball-Show – Torspektakel auch in Sion

Der FC Zürich gibt in dieser Saison erstmals Punkte ab. In der 5. Runde gegen den FC St. Gallen kommt der FCZ in einem verrückten Spiel nicht über ein 3:3 hinaus.
28.08.2021, 22:36

St. Gallen – Zürich 3:3

Der FC Zürich lieferte in St. Gallen ein nächstes Müsterchen seiner neu entdeckten Moral ab. Die Zürcher, die in den letzten Jahren nicht selten an Rückständen zerbrochen sind, fanden in der Ostschweiz immer wieder zurück ins Spiel, egal was der FCSG ihnen in den Weg stellte. Dreimal legte die Mannschaft von Peter Zeidler vor, ein erstes Mal nach 20 Minuten durch Jérémy Guillemenot, der nach toller Ballstafette traf.

Drei Minuten hielt die Führung, ehe der FCZ durch den auffälligen Neuzuzug Akaki Gogia erstmals reagierte. Fünf Minuten vor der Pause schickte sich Michael Kempter für die St. Galler an, seinen ehemaligen Arbeitgeber, den er im Unfrieden verlassen musste, mit einem Traumtor zu schocken. Es dauerte diesmal bis zur Stundenmarke, ehe die Gäste nicht minder sehenswert durch einen Freistoss von Antonio Marchesano wieder auszugleichen. Ein letztes Mal sprang der zuvor eingewechselte Wilfried Gnonto eine Viertelstunde vor Schluss für den FCZ mit dem 3:3 in die Bresche, nachdem zehn Minuten zuvor Ousmane Diakité das Heimteam ein drittes Mal auf Kurs gebracht hatte.

Die beiden Teams betrieben im Kybunpark in einem offensiven Schlagabtausch und vor würdigem Rahmen mit über 15'000 Zuschauern Werbung für die Schweizer Liga. Neben den teils höchst ansehnlichen Toren verfügten sowohl Ostschweizer als auch die Gäste aus Zürich über zahlreiche weitere Torszenen, die ungenutzt blieben. Dass nicht wenige davon erst durch unaufmerksames Abwehrverhalten zustanden gekommen waren, durfte dem gemeinen Fussballfan egal sein. Die beiden deutschen Trainer wird der Nachmittag dagegen viel Nerven gekostet haben.

Wilfried Gnonto setzt mit dem 3:3 den Schlusspunkt.
Wilfried Gnonto setzt mit dem 3:3 den Schlusspunkt.
Bild: keystone

St. Gallen - Zürich 3:3 (2:1)
15'045 Zuschauer. - SR Cibelli.
Tore: 20. Guillemenot (Lüchinger) 1:0. 23. Gogia (Doumbia) 1:1. 39. Kempter 2:1. 59. Marchesano 2:2. 67. Diakité (Ruiz) 3:2. 76. Gnonto (Aliti) 3:3.
St. Gallen: Ati-Zigi; Lüchinger (87. Stillhart), Stergiou, Fazliji, Kempter; Diakité; Görtler, Youan; Ruiz (87. Babic); Schubert (70. Duah), Guillemenot (63. Besio).
Zürich: Brecher; Omeragic, Mirlind Kryeziu, Aliti; Rohner (60. Gnonto), Doumbia, Krasniqi (60. Leitner), Guerrero; Marchesano (92. Hornschuh); Gogia (90. Wallner), Ceesay.
Bemerkungen: St. Gallen ohne Kräuchi (verletzt). Zürich ohne Boranijasevic, Dzemaili, Khelifi, Koide, Kramer und Tosin (alle verletzt). Verwarnungen: 18. Görtler (Foul). 29. Kryeziu (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 32. Youan (Foul). 38. Gogia (Foul). 62. Guerrero (Foul). 79. Leitner (Foul). 91. Fazliji (Foul).

Sion – Lugano 3:2

Der FC Lugano weiss die neue Führung (noch) nicht zu überzeugen. Im ersten Spiel nach dem Besitzerwechsel verlieren die Tessiner bei Lieblingsgegner Sion nach wilder Schlussphase 2:3.

Seit acht Spielen hatten die Walliser bis am Samstagabend im Tourbillon gegen Lugano nicht mehr gewinnen können. Vielleicht erklärt sich darin der auf Sicherheit bedachte Auftritt des FC Sion im eigenen Stadion. Die Taktik von Marco Walker ging auf jeden Fall auf. In einem Spiel mit kaum Kreativität aber einer überraschenden Schlussphase erzielten die Walliser mit ihren drei einzigen Torschüssen ebenso viele Tore.

Das Spiel im Tourbillon bot mit Ausnahme der Nachspielzeit wenig begeisterndes. Emotionen kamen erst auf, als Lugano in der 91. Minute durch Kreshnik Hajrizi den vermeintlichen 2:2-Ausgleich erzielt hatte. Die Sittener Antwort auf den Rückschlag kam wider erwarten postwendend. Via Rücken von Geoffroy Serey Die fand der Ball in der vierten Minute der Nachspielzeit den Weg zu Joker Théo Berdayes, der mit der letzten Aktion den Sittener Sieg doch noch sicherstellte.

Lugano betrieb im ersten Spiel nach dem Besitzerwechsel und vor der Nationalmannschaftspause keine Werbung in eigener Sache. Zwar diktierte das Team von Abel Braga im Wallis das Spielgeschehen, überzeugte aber ebenso selten wie das Heimteam mit gefälligen Offensivaktionen.

Sion gewinnt ein verrücktes Spiel gegen Lugano.
Sion gewinnt ein verrücktes Spiel gegen Lugano.
Bild: keystone

Sion - Lugano 3:2 (1:1)
SR Schnyder.
Tore: 33. Bua (Serey Die) 1:0. 37. Bottani (Lavanchy) 1:1. 66. Cavaré (Grgic) 2:1. 91. Hajrizi (Yuri) 2:2. 94. Berdayes (Serey Die) 3:2.
Sion: Fayulu; Cavaré, Saintini, Ndoye, Cipriano; Serey Die; Grgic (67. Zuffi), Araz; Tosetti (67. Hoarau), Bua (77. Berdayes); Stojilkovic.
Lugano: Baumann; Hajrizi, Daprelà (72. Phelipe), Ziegler; Sabbatini (72. Lungoyi); Lavanchy, Lavanchy, Lovric (82. Monzialo), Custodio, Facchinetti (86. Yuri); Abubakar (82. Guidotti), Bottani.
Bemerkungen: Sion ohne Costa, Doldur, Adryan, Iapichino, Itaitinga, Khasa, Martic, Rodrigues (alle verletzt). Lugano ohne Muci (verletzt), Celar und Muci (nicht im Aufgebot). 86. Lattenschuss Lavanchy. Verwarnungen: 39. Bottani (Foul). 90. Serey Die (Hands).

Die Tabelle

(zap/sda)

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