DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Swiss national team soccer player Xherdan Shaqiri walks after landing with the aircraft at the London Luton airport, in London, two days ahead the UEFA EURO 2016 qualifying soccer match England against Switzerland, Sunday, September 6, 2015. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Xherdan Shaqiri bleibt trotz des Rummels um seine Person meist cool.
Bild: KEYSTONE

Spielt Xherdan Shaqiri nicht überragend, wird er sofort kritisiert – doch die Statistik zeigt: In der EM-Quali ist «Shaq» Weltklasse

Die Erwartungen an Xherdan Shaqiri in der Schweizer Nati sind jeweils immens hoch. Als kreatives Element im Offensiv-Verbund von Vladimir Petkovics Truppe muss er ständig Leistung abliefern. Das macht er, wie ein Blick auf die Statistik zeigt.



Xherdan Shaqiri hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Sowohl bei Bayern München als auch bei Inter Mailand kam er wenig zum Einsatz. Bei Stoke City nimmt der Schweizer jetzt einen neuen Anlauf.

epa04915705 Swiss forward Valentin Stocker (L) celebrates with Xherdan Shaqiri after scoring the 2-2 goal  during the UEFA EURO 2016 qualifying soccer match between Switzerland and Slovenia at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, Saturday, September 5, 2015.  EPA/LAURENT GILLIERON

Torschütze Stocker und Assistgeber Shaqiri jubeln nach dem 2:2-Ausgleich gegen Slowenien. 
Bild: EPA/KEYSTONE

Mit der Nationalmannschaft konnte Shaqiri bei der 3:2-Wende gegen Slowenien über den Sieg und einen Assist zu Stockers Ausgleich jubeln. Zuvor war vom Flügel 80 Minuten lang wenig – um nicht nichts zu sagen – zu sehen. Und wenn ein Spieler vom Format eines Shaqiri keine entscheidenden Impulse geben kann, wird er zu Recht kritisiert. 

«Shaqiri macht heute den Unterschied bisher nicht.»

Sascha Rufer nach 71 Minuten

«Nächster Ballverlust von Shaqiri. Ich bin enttäuscht von den – in Anführungszeichen – Leistungsträgern im Schweizer Team. Ausser Behrami und Shaqiri, die versuchen wenigstens, das Spiel in die Hand zu nehmen.»

Sascha Rufer nach 73 Minuten

«Wenn ich vorhin gesagt habe, Shaqiri sei einer, der sich hervortut, der Akzente setzt, dann war das falsch. Also Lichtsteiner ist damit gemeint. Nicht Shaqiri. Definitiv nicht Shaqiri.»

Sascha Rufer nach 74 Minuten

Ob Shaqiri bis dato schlecht gespielt hat, sei dahingestellt. Bemüht ist er immer. Doch gerade gegen Teams wie Slowenien, welche Spieler mit herausragenden Fähigkeiten wie Shaqiri hart angehen, ist es schwierig, entscheidende Akzente zu setzen. Zumal Shaqiri, wenn er – wie meist der Fall – gedoppelt wird, mehr Platz für seine Mitspieler schafft. 

Wie beurteilst du die Leistungen von Xherdan Shaqiri in der EM-Qualifikation 2016?

Nur Robert Lewandowski stärker als Shaqiri

Was haben Thomas Müller, Wayne Rooney, Gareth Bale, Cristiano Ronaldo, und Zlatan Ibrahimovic gemeinsam? Sie alle haben in der EM-Qualifikation bisher weniger Skorerpunkte gesammelt als Xherdan Shaqiri.

Tatsächlich hat der Schweizer in der laufenden Qualifikation hervorragende Werte, was die Torbeteiligungen betrifft. In sieben Spielen kommt Shaqiri auf 4 Tore und 5 Assists. Also auf mehr als ein Skorerpunkt pro Spiel – eine fantastische Quote.

Skorerliste EM-Qualifikation

1. Robert Lewandowski, 11 Skorerpunkte (8 Tore, 3 Assists)
​2. Xherdan Shaqiri, 9 Pt. (4T, 5A)
3. Arkadiusz Milik, 8 Pt. (4T, 4A)
Gareth Bale, 8 Pt. (6T, 2A)
4. Edin Dzeko, 7 Pt. (7T)
Thomas Müller, 7 Pt. (6T, 1A)
Wayne Rooney, 7 Pt. (6T, 1A)
Kyle Lafferty, 7 Pt. (6T, 1A)
Milivoje Novakovic, 7 Pt. (6T, 1A)​

Einzig Robert Lewandowski (allein 4 Tore und 1 Assist beim 7:0-Sieg von Polen gegen Gibraltar) hat bisher noch mehr Skorerpunkte gesammelt als Xherdan Shaqiri. 

Poland's Robert Lewandowski (2L) scores a goal against Germany's Manuel Neuer (R) during their Euro 2016 qualification match in Frankfurt, Germany, September 4, 2015.        REUTERS/Ina Fassbender   TPX IMAGES OF THE DAY

Robert Lewandowski trifft auch gegen Deutschland. Er ist in der laufenden EM-Quali bisher der beste Skorer.
Bild: INA FASSBENDER/REUTERS

Shaqiri gegen England erst recht im Fokus

Heute trifft die Nati im drittletzten EM-Quali-Spiele im Wembley-Stadion auf England. Die Augen werden einmal mehr auf Xherdan Shaqiri gerichtet sein – nach seinem Wechsel in die Premier League erst recht.

«Shaq» wird sich einmal mehr beweisen müssen. Bisher hat er seine Skorerpunkte gegen San Marino, Litauen, Estland und Slowenien geholt, also vor allem gegen die Kleinen. Im Hinspiel gegen England blieb er wirkungslos. Sollte er gegen die «Three Lions» erneut blass bleiben, folgt wohl die nächste Kritikwelle. 

abspielen

Xherdan Shaqiri erzielt am 7. September 2010 gegen England sein erstes Nati-Tor – und was für eines!
YouTube/tony deego

Vielleicht sehen wir heute aber auch einen befreiten Xherdan Shaqiri. Wie damals, gestern vor vier Jahren, am 7. September 2010. Da erzielte der damals 19-Jährige mit einem Hammer sein erstes Tor für die Nationalmannschaft. Wir könnten wieder so eines vertragen. Die Kritiker sicher auch. 

Die 20 besten Nati-Spieler aller Zeiten

Dir gefällt diese Story? Dann like uns doch auf Facebook! Vielen Dank! 💕

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Christian Gross motiviert Hakaaaan bis in die Zehenspitzen und wir dürfen zuschauen

9. Mai 2002: Das Schweizer Fernsehen strahlt einen Dok-Film über den FC Basel aus, der auf dem Weg zum ersten Meistertitel der Neuzeit ist. In Erinnerung bleibt besonders eine Pausenansprache von Trainer Christian Gross.

Acht Meistertitel in Folge zwischen 2010 und 2017 – bis YB zu seinem Höhenflug ansetzte, war der FC Basel das Mass aller Dinge im Schweizer Klubfussball. Dabei liegen die Zeiten, als Rot-Blau selber zu den Habenichtsen gehörte, noch gar nicht weit zurück.

Erst 2002 holt der FCB den ersten Titel der Neuzeit und aus dieser Zeit stammt auch ein köstliches Video. Es zeigt die Halbzeit-Ansprache von Trainer Christian Gross im Rückspiel des UI-Cup-Finals bei Aston Villa im August 2001, die bei seinem …

Artikel lesen
Link zum Artikel