FCZ gelingt Derby-Revanche dank Kamberi – Rudelbildung nach dem Schlusspfiff
FCZ – GC 1:0
Der FC Zürich gewinnt das 292. Derby gegen die Grasshoppers mit 1:0 und revanchiert sich für die 0:3-Niederlage im ersten Saisonduell. Der FCZ reüssierte nach 20 Minuten mit seiner ersten halbwegs guten Chance. Die Hoppers erspielten sich anfänglich die besseren Möglichkeiten, bauten dann aber ab. Das erste Derby hatte Anfang Oktober GC gleich mit 3:0 gewonnen.
Das einzige Tor in einer umkämpften Partie erzielte Lindrit Kamberi in der 20. Minute mit seinem ersten Saisontreffer. Der Verteidiger war nach einem kurz ausgeführten Eckball und einer Flanke von Jahnoah Markelo erfolgreich. Er nahm den Ball im Strafraum mit dem Oberschenkel kurz an und liess GC-Goalie Justin Hammel keine Chance.
Kamberi erzielte damit sein drittes Tor gegen GC; gegen kein anderes Team in der Super League traf er so oft. Der FCZ ging zum ersten Mal seit dem 13. September und dem 2:1-Sieg gegen Servette in der Super League wieder mit 1:0 in Führung.
Die ersatzgeschwächten Grasshoppers kassierten bereits den 15. Gegentreffer nach einem Standard in der laufenden Meisterschaft. Ein Unentschieden zur Pause wäre gerechter gewesen, hatten doch die Gäste einige gute Chancen - drei davon vergab Nikolas Muci. Zudem wurde in der fünften Minute ein Tor von Abdoulaye Diaby wegen Offside aberkannt.
Was die beiden Teams den Fans dann in der zweiten Halbzeit boten, war wenig erwärmend. Der FCZ hatte alles im Griff und liess zum ersten Mal in dieser Saison kein Gegentor zu. Dass GC keine Reaktion gelang, erstaunte wenig, holte doch der Rekordmeister in dieser Saison nur einen Punkt nach einem Rückstand.
Nach dem Abpfiff kam es noch zu unschönen Szenen: Die beiden Mannschaften gerieten – wohl nach einer Provokation zweier FCZ-Spieler – aneinander, es entstand eine grössere Rudelbildung. Schiedsrichter Urs Schnyder zeigte den FCZ-Spielern Livano Comenencia und Markelo noch die Rote Karte.
FCZ-Trainer Denis Hediger:
Für den FCZ war es der fünfte Sieg in den letzten sechs Heimspielen gegen GC – bei einem Unentschieden.
FC Zürich - Grasshoppers 1:0 (1:0)
17'181 Zuschauer. SR Schnyder.
Tor: 20. Kamberi 1:0.
Zürich: Brecher; Kamberi, Vujevic, Gómez, Comenencia; Zuber, Tsawa (46. Bangoura), Reichmuth; Markelo (91. Tchamda), Kény (79. Phaëton), Reverson (61. Odera).
Grasshoppers: Hammel; Abels, Diaby, Hassane (90. Kabashi); S. Krasniqi (70. Giandomenico), Zvonarek, Meyer, Ullmann; Diarrassouba (58. Plange), Muci, Jensen.
Bemerkungen: Verwarnungen: 22. Abels. 23. Tsawa. 37. Diaby. 51. Kény. 83. Comenencia. 94. Kamberi. Platzverweise: 96. Comenencia. 96. Markelo.
Lugano – Sion 1:1
Lugano und Sion trennen sich vor nur 2857 Zuschauern 1:1. Das Resultat geht in Ordnung. Der Franzose Yanis Cimignani brachte Lugano in der 20. Minute mit einem herrlichen Freistoss aus etwa 20 Metern in Führung. Für Sion glich Liam Chipperfield (63.) mit einem Schlenzer im Strafraum aus. In der 56. Minute hatte Rilind Nivokazi mit einem verschossenen Penalty noch die goldene Chance zum 1:1 für die Gäste vergeben.
Sion hatte etwas mehr Ballbesitz (53 Prozent), Lugano brachte mehr Schüsse aufs Tor zustande (5:3). Zuvor hatten die Bianconeri, die in der neunten Partie in Folge trafen, zweimal in Serie gegen die Walliser verloren. Für Sion war es das dritte Unentschieden in Folge und die vierte sieglose Partie hintereinander.
Lugano - Sion 1:1 (1:0)
2857 Zuschauer. - SR Turkes.
Tore: 29. Cimignani 1:0. 63. Chipperfield 1:1.
Lugano: Saipi; Zanotti, Mai, Papadopoulos, Martim Marques; Doumbia (75. Kendouci), Grgic; Cimignani (81. Steffen), Daniel Dos Santos (61. Cassano), Mahou (75. Koutsias); Behrens (81. Duville-Parsemain).
Sion: Racioppi; Lavanchy, Hajrizi, Kronig, Hefti; Kabacalman (88. Sow), Baltazar Costa; Rrudhani (72. Lukembila), Chipperfield (72. Berdayes), Chouaref (72. Kololli); Nivokazi (82. Bouchlarhem).
Bemerkungen: 56. Nivokazi verschiesst Penalty. Verwarnungen: 2. Mai, 27. Kronig, 33. Hajrizi, 95. Martim Marques.
Luzern – Winterthur 1:3
Winterthur siegt in Luzern 3:1 und feiert den ersten Auswärtssieg in dieser Saison in der Super League. Das Team von Trainer Patrick Rahmen liegt noch fünf Punkte hinter dem Vorletzten Grasshoppers.
Winterthur verlor die vorangegangenen vier Partien auf fremdem Terrain mit einem Torverhältnis von 0:15. Nun trafen die Zürcher gleich dreimal. Nach einem 1:1 zur Pause schossen Adrian Hunziker (63.) und Elias Maluvunu (69.) die Gäste in der zweiten Halbzeit zum Sieg. Letzterer traf eine Minute nach seiner Einwechslung. Dem 1:2 ging eine unglückliche Aktion von Bung Freimann voraus, dem 1:3 eine von Severin Ottiger.
Das 1:0 für Winterthur erzielte in der 39. Minute Pajtim Kasami mit einem herrlichen Freistoss. Der zuvor vereinslose 33-Jährige, 2009 U17-Weltmeister mit der Schweiz, stiess Ende September zu den Zürchern. Für das 1:1 der Luzerner zeichnete Lucas Silva Ferreira in der 45. Minute per Kopf verantwortlich.
Für die Innerschweizer war es die erste Heimniederlage gegen Winterthur seit deren Rückkehr in die höchste Liga im Jahr 2022. Zuvor hatten sie viermal hintereinander zu Hause gegen die Zürcher gewonnen und dabei stets drei Tore geschossen. Diesmal liess die Effizienz aber zu wünschen übrig - die Zentralschweizer verzeichneten nicht weniger als 26 Abschlüsse. Somit bleibt der FCL in der laufenden Meisterschaft bei einem Sieg vor heimischem Publikum sitzen.
Luzern - Winterthur 1:3 (1:1)
9348 Zuschauer. - SR Cibelli.
Tore: 39. Kasami 0:1. 45. Lucas Ferreira (Karweina) 1:1. 63. Hunziker 1:2. 69. Maluvunu 1:3.
Luzern: Loretz; Ottiger, Knezevic, Freimann, Bajrami (64. Wyss); Owusu, Fernandes; Kabwit (46. Spadanuda), Lucas Ferreira (80. Vasovic), Di Giusto; Karweina (64. Grbic).
Winterthur: Kapino; Rohner (75. Sidler), Arnold, Durrer, Diaby; Jankewitz, Zuffi; Golliard (68. Dansoko), Kasami (68. Maluvunu), Schneider (85. Stéphane Cueni); Hunziker (85. Beyer).
Bemerkungen: Verwarnungen: 36. Golliard, 38. Owusu, 49. Rohner, 67. Grbic, 89. Jankewitz. (pre/sda)
