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FC Basel

Nach Brand in FCB-Stadion: Löschwasser drang bis ins Shopping-Center ein

Joggeli-Brand
Im St. Jakob-Park kam es am Freitagabend zu einem Brand in den Garderoben. Bild: watson

Nach Brand in FCB-Garderobe: Wasser dringt ins Shopping-Center ein

Am Freitagabend brannte es im Stadion St. Jakob-Park. Dabei wurde der gesamte Garderobenbereich der ersten Mannschaft zerstört. Der FC Basel musste in der Folge ein Spiel gegen den FC Thun absagen. Die Brandursache wird noch ermittelt.
11.04.2026, 17:0511.04.2026, 17:33

Das für Samstag angesetzte Spiel zwischen dem FC Thun und dem FC Basel findet nicht statt. Grund dafür ist ein Brand im Kabinentrakt des St. Jakob-Parks. Dieser habe sich am Freitagabend «aus noch nicht vollständig geklärten Gründen» ereignet, so der FC Basel. Es entstand ein grosser Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt.

Das geplante Spiel hätte nicht in Basel, sondern in Thun stattfinden sollen. Die Absage erfolgte, weil beim Brand auch persönliche Fussballschuhe, sämtliches Spiel- und Ersatzmaterial sowie medizinisches und technisches Equipment beschädigt wurden. Diese sind gemäss dem FC Basel für den Spielbetrieb zwingend und können nicht kurzfristig ersetzt werden. Die Katakomben wurden ausserdem bis auf Weiteres amtlich versiegelt. So ist eine Durchführung nicht möglich. Die Swiss Football League hat dem Antrag des FCB zugestimmt.

Koba Koindredi (FCB), links, und Michael Heule (FCT) in Aktion im Super League Spiel zwischen dem FC Thun und dem FC Basel, am Samstag, 13. September 2025 in der Stockhorn Arena in Thun. (KEYSTONE/Pet ...
Thun und Basel bei ihrem letzten Direktduell in der Stockhorn Arena.Bild: keystone

Räume stark beschädigt

Die Feuerwehr rückte um etwa 21.15 Uhr am Freitagabend aus, teilte die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt am Samstag mit.

Joggeli-Brand
Hier stand am Abend zuvor noch die Feuerwehr: Am Tag danach zeugt hier nichts mehr vom Brand in den Katakomben. Bild: watson

Gemäss den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt war das Feuer aus noch zu klärenden Gründen im ersten Untergeschoss des Stadions ausgebrochen. Der Brand wurde durch die Feuerwehr gelöscht. Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten Entrauchungsmassnahmen durchgeführt werden. Die betroffenen Räumlichkeiten seien durch Russ und Hitze stark beschädigt worden und sind derzeit nicht benutzbar.

Vom Brand sind zahlreiche Räumlichkeiten betroffen. Die Rede ist vom gesamten Garderobenbereich – also Garderoben, Materialräume sowie sämtliche Spieler- und Trainermaterialien, aber auch das Trainerbüro, das Team-Manager-Office, die Physiobereiche sowie Duschen und Sanitäranlagen.

St. Jakob-Park FC Basel von oben Vogelperspektive aussen
Das «Joggeli» von oben. Bild: Shutterstock

Verein geht nicht von Brandstiftung aus – Staatsanwaltschaft relativiert

Zur Brandursache macht der FC Basel keine Angaben. Gegenüber «20 Minuten» teilte der Verein mit:

«Von Brandstiftung wird nicht ausgegangen, die forensischen Ermittlungen sind aber noch im Gange.»

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt sagt auf Anfrage von watson, sie könne diese Information nicht bestätigen. «Ob es sich um Brandstiftung handelt oder nicht, ist noch offen und Gegenstand der Ermittlung», sagt Kriminalkomissärin Eveline Nucito zu watson.

Wann das Spiel in Thun nachgeholt wird, ist noch unklar.

Augenschein vor Ort: Wasserschaden im Shopping-Center

Am Tag nach dem Feuer deutet von aussen nichts mehr auf den Brand hin, wie ein Augenschein von watson vor Ort zeigt. Anders sieht es jedoch im Shopping-Center beim Stadion aus.

Das Einkaufszentrum liegt unter den Garderoben, wo es am Abend zuvor gebrannt hat.
Das Einkaufszentrum liegt unter den Garderoben, wo es am Abend zuvor gebrannt hat. Bild: watson

In den Gängen des Centers tropft Wasser von der Decke. Improvisierte Becken wurden aufgestellt, um das Wasser aufzufangen.

Daniel Zimmermann, Leiter des Shopping-Centers St. Jakob-Park, bestätigt gegenüber watson, dass das Wasser von den Löscharbeiten vom Abend zuvor stammt. Die Spieler-Garderoben befänden sich direkt über dem Ladenbereich.

Reste vom Wasser des Löscheinsatzes sind dort immer noch zu sehen, der Schaden halte sich jedoch in Grenzen.
Reste vom Wasser des Löscheinsatzes sind dort immer noch zu sehen, der Schaden halte sich jedoch in Grenzen. Bild: watson

Zunächst sei in die Räumlichkeiten der Geschäfte Fust und Coop viel Wasser eingedrungen, sagt Zimmermann. «Der Schaden für unser Shopping-Center ist jedoch klein», so der Leiter des Einkaufszentrums weiter. Er rechnet mit geringen handwerklichen Reparaturarbeiten. Ein Sicherheitsrisiko für Kundinnen und Kunden oder Personal bestehe nicht.

(dab/hah/yal/sda)

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52 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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goschi
11.04.2026 11:31registriert Januar 2014
jetzt fackelt man schon die eigenen Schuhe ab, um nicht gegen Thun spielen zu müssen, aus Angst vor einer Niederlage? :D


(ja, das ist ein Scherz)
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Dan H.
11.04.2026 10:26registriert April 2025
Das hört sich gar nicht gut an, aber zum Glück wurde niemand verletzt. Hoffentlich finden sie die Ursache schnell heraus und hoffentlich war es keine Brandstiftung.
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