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Grasshopper Nikola Gjorgjev jubelt mit Grasshopper Chagas Mychell nach dem 3:0 Tor im Fussball Meisterschaftsspiel der Challenge League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC Stade-Lausanne-Ouchy im Letzigrund, am Dienstag, 7. Juli 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die Mischung stimmt: GC eilt momentan unbeschwert von Sieg zu Sieg. Bild: keystone

GC nicht zu bremsen: «So vergnügt wie eine Herde Jungpferde auf offener Wiese»



Seit dem Restart nach der Corona-Pause ist GC nicht zu bremsen. Gestern feierte der Rekordmeister mit dem 4:0 gegen Stade Lausanne-Ouchy den vierten Sieg in Folge. 16 Punkte haben die Hoppers aus den letzten sechs Spielen geholt und dabei 20 Tore geschossen. Der Rückstand auf Leader Lausanne, das gestern gegen das abgeschlagene Schlusslicht Chiasso nach fünf sieglosen Partien erstmals wieder gewann, ist auf fünf Punkte zusammengeschrumpft.

Erstaunlich ist vor allem die Leichtigkeit, mit der GC von Sieg zu Sieg eilt. Vizepräsident Andras Gurovits schwärmte nach dem 4:0 gegen Stade Lausanne auf der Tribüne»: «Es ist fast so wie früher, als GC einfach immer gewonnen hat. Einfach in der Challenge League

Die Highlights der Partie. Video: SRF

Einen grossen Anteil am GC-Aufschwung hat der neue Trainer. Erst Mitte Mai wurde Zoltan Kadar nach der Entlassung von Goran Djuricin zum Cheftrainer befördert, doch in den wenigen Wochen hat der 53-jährige Rumäne, der zuvor jahrelang als Assistent bei GC und dem FCZ tätig gewesen war, viel bewirkt. Er hat seiner Mannschaft wieder Spass am Fussball eingehaucht und ihr zu einem neuem Selbstverständnis verholfen.

Ausserdem setzt Kadar konsequent um, was bei GC zuvor jahrelang immer und immer wieder gefordert wurde: Er gibt den Jungen eine Chance. Gegen Stade Lausanne standen gestern sechs Spieler in der Startaufstellung, die 21-jährig oder jünger sind. Natürlich auch, weil die gestandenen Routiniers Veroljub Salatic und Nassim Ben Khalifa gesperrt fehlten, aber nicht nur. Immer wieder bekommen die jungen Wilden eine Chance. Gestern feierten Randy Schneider (18) und Amel Rustemoski (20) ihr Startelf-Debüt, Joker Fabio Fehr (20) erzielte im neunten Einsatz bei den Profis sein erstes Challenge-League-Tor.

Sie alle bringen bei all dem Druck rund um den erhofften Wiederaufstieg die nötige Unbeschwertheit und eine neue Dynamik in die Mannschaft. Die Grasshoppers wirkten «so vergnügt wie eine Herde Jungpferde auf offener Wiese», schreibt die NZZ dazu passend. Es ist offensichtlich: Beim Rekordmeister stimmt aktuell einfach die Mischung. Neben Ben Khalifa und Salatic sorgen auch Andreas Wittwer, Oliver Buff und Aleksandar Cvetkovic für die nötige Erfahrung und Stabilität.

Grasshopper Trainer Zoltan Kadar, rechts, freut sich mit Fabio Fehr im Fussball Meisterschaftsspiel der Challenge League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC Stade-Lausanne-Ouchy im Letzigrund, am Dienstag, 7. Juli 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Trainer Kadar gratuliert Fehr zum ersten Challenge-League-Tor. Bild: keystone

Der Barrage-Platz, auf dem GC momentan liegt, ist das erklärte Ziel. Doch es könnte auch mehr drinliegen, noch steht ein Direktduell mit Leader Lausanne an. Wenn die Hoppers dieses gewinnen, liegt plötzlich auch der direkte Wiederaufstieg wieder im Bereich des Möglichen. Bleibt zu hoffen, dass GC auch im Fall der Fälle weiter konsequent auf die Jungen setzt.

Trainer Kadar hat vorerst einen Vertrag bis Ende Saison. Was danach passiert, steht in den Sternen. Gut möglich, dass sich die chinesischen Investoren im Fall einer Super-League-Rückkehr etwas mehr in die sportlichen Belange einmischen und den einen oder anderen Spieler von einem Partner-Klub nach Zürich lotsen. Aber das kann Kadar und den wilden GC-Jungpferden momentan egal sein. Sie konzentrieren sich auf das momentan Wichtigste: auf den Erfolg auf dem Platz. (pre)

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lars mit Mars 08.07.2020 20:07
    Highlight Highlight So en Chabis. In Vaduz waren höchstens ein paar lahme Ackergäule zu sehen. Ein Wunder, dass GC dort gewann. Respektive ein Geschenk von Vaduz-Trainer Mario Frick, einem ehemaligen GC-Spieler...
  • Blitz 08.07.2020 14:36
    Highlight Highlight Jetzt da ich mich nach all dem Theater von GC/ Fussball abgewandt habe, wurde es wieder besser!! Ja, nu! Zum Glück kann ich die Resultate bei Watson lesen!!
  • Seebarsch 08.07.2020 14:24
    Highlight Highlight Lausanne isch nervös
  • Citizen321 08.07.2020 13:56
    Highlight Highlight "Das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey"

    🤓
  • Tom Garret 08.07.2020 13:10
    Highlight Highlight Witzig, genau das gleiche wie Gurovits habe ich nach dem Vaduz Spiel (dem zweiten Sieg in Folge nach einem Rückstand) gesagt. Es ist wie früher, einfach eine Liga tiefer. Vor 20 und mehr Jahren hat GC genau so in der NLA gespielt. Man musste sich nie grosse Sorgen machen bei einem Rückstand. Man wusste, da kann reagiert werden. Es macht wirklich spass aktuell. Schade einfach das genau jetzt kaum Zuschauer erlaubt sind. So quasi die schlechten Spiele durften wir alle live mitansehen und jetzt wo man mal was zu feiern hätte nach all den Jahren muss man zu Hause den Stream kucken...
    • Hans Jürg 08.07.2020 13:36
      Highlight Highlight Kaum Zuschauer? Also auch genau wie vor 20 Jahren...
    • Züri1234 08.07.2020 13:41
      Highlight Highlight als Saisonkarteninhaber kannst du gehen ... war die letzten 2 Dienstage vor Ort :-)
    • judge 08.07.2020 13:49
      Highlight Highlight @ Hans Jürg: Vor 20 Jahren hatte GC einen Zuschauerschnitt von rund 7500, mehr als der Schnitt der ganzen Liga. Aber in trumpschen Zeiten labert ja ohnehin jeder wie er lustig ist.

      2004/05: 7.024 (8.305)
      2003/04: 8.087 (9.025)
      2002/03: 8.518 (7.779)
      2001/02: 7.089 (7.291)
      2000/01: 7.583 (6.204)
      1999/00: 7.700 (5.651)
      1998/99: 7.767 (5.832)
      1997/98: 7.653 (6.594)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frag 08.07.2020 12:53
    Highlight Highlight Lausanne-Ineos kann den Klub gleich auflösen, wenn sie trotz ihren Millionen nun zum zweiten (oder dritten?) Mal den Direktaufstieg trotz Dominanz vergeigen.
  • Glenn Quagmire 08.07.2020 12:48
    Highlight Highlight Wie ist eigentlich der ROI vom GC Campus? Ausser Zuber fällt mir kein Natispieler ein, der bei GC anfing.
    • Beowulf Bartullo-Plocher 08.07.2020 13:51
      Highlight Highlight vielleicht sagt dir der Namen Lichtensteiner etwas ;-))

      (Seferovic wäre auch noch einer der einige Profi-Spiele gemacht hat, wenn auch nur ganz wenige...)
    • Locusto 08.07.2020 13:58
      Highlight Highlight Lichtsteiner und Seferovic auf jeden Fall, Sommer, Freuler und Lang könnte man auch dazuzählen – je nachdem, wie man "anfangen" definiert. Andere nennenswerte Spieler mit unweit zurückliegendem Natibezug wären Benaglio und Bürki.

      Aus der aktuellen U21: Zesiger, Bamert, Pusic und Bajrami.
    • Ärdbeergonfi 08.07.2020 14:02
      Highlight Highlight Die Natizugehörigkeit ist auch kein Element zur Bestimmung des ROI. Freuler, Seferovic, Lichtsteiner, zB waren in ihren Jugendjahren auch bei GC. Langs Aufschwung kam auch bei GC zu Stande.
    Weitere Antworten anzeigen
  • montagna 08.07.2020 11:56
    Highlight Highlight Als HSV-Fan bin ich sehr beeindruckt und mag es GC gönnen.

    Allerdings ist GC auch der einzige Club, der vor vertrauter Atmosphäre (leeren Rängen) spielen kann. Badumm tss.
    • easy skanking 08.07.2020 12:25
      Highlight Highlight badumm tss🤣🤣
    • Konrad Konterbier 08.07.2020 12:25
      Highlight Highlight Weil Teams wie SLO, Lausanne,Chiasso, Aarau, Winti, Schaffhausen, Wil SG, Vaduz, Lugano, Thun, Servett oder Xamax ja mehr Zuschauer haben als GC? Oder was genau bringt dich zu dieser "Witzigen" Aussage?
    • MrNiceGuy 08.07.2020 12:41
      Highlight Highlight bin zwar kein GC-Fan, aber als HSV-Fan sollte man einfach die Füsse still halten.🤣
    Weitere Antworten anzeigen

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