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CC plant Hommage – so will der FC Sion die Toten von Crans-Montana ehren

Basel, Switzerland, January 26th 2025: Owner and president of FC Sion Christian Constantin prior to the Credit Suisse Super League football match between FC Basel 1893 and FC Sion at St. Jakob-Park in ...
Sion-Präsident Christian Constantin.Bild: www.imago-images.de

CC plant Hommage – so will der FC Sion die Toten von Crans-Montana ehren

Die Brandkatastrophe von Crans-Montana hat die Schweiz erschüttert. Besonders betroffen ist natürlich das Wallis. Sion-Präsident Christian Constantin will vor dem nächsten Heimspiel den Opfern gedenken.
07.01.2026, 13:2507.01.2026, 13:36

Die Swiss Football League ist schon eingeweiht. Bevor der FC Sion am nächsten Mittwoch zuhause gegen den FC Winterthur spielt, findet im Tourbillon-Stadion ein kurzer Gedenk-Akt statt.

Drei, vier Minuten werde diese Hommage dauern, verriet Christian Constantin, der Präsident des FC Sion, im Blick. Involviert sei unter anderem der Vater eines weiblichen Todesopfers, das bei ihm gearbeitet habe. «Er wird zusammen mit der Mutter eines oder einer Verletzten einen Kranz niederlegen. Dazu wird Musik von Ennio Morricone laufen und es werden die Namen aller Toten auf dem Stadionbildschirm eingeblendet.»

Das Unglück in der Silvester-Nacht

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Unglück in der Silvester-Nacht in Crans-Montana

Während einer Silvesterfeier ins Neujahr 2026 in Crans-Montana VS kam es zu einer Explosion und einem Brand in der Bar «La Constellation».

quelle: x
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Abfahrer aus Wengen einfliegen

CC möchte auch prominente Sportler dabei haben. «Sie sollen den Eltern Kraft für die dunklen Stunden geben.» So habe er etwa Slalom-Weltmeisterin Camille Rast angefragt, die aus Vétroz, unweit von Crans-Montana, stammt. «Leider kann sie wegen ihres Weltcupkalenders nicht kommen», bedauerte Constantin.

Der schwerreiche Architekt will nichts unversucht lassen. Geht sein Plan auf, könnte auch Marco Odermatt im Tourbillon erscheinen, an der Seite seines Walliser Ski-Freunds Justin Murisier. Die beiden werden nächste Woche im Berner Oberland sein, wo sie für die Lauberhorn-Abfahrt trainieren.

CC schildert seinen Plan in der Zeitung: «Ich hole sie mit dem Helikopter in Wengen ab und fliege sie entweder nach der Zeremonie oder am nächsten Morgen zurück. Theoretisch können sie sich nach dem Frühstück gleich im Hotel fürs Training bereit machen. Dann fliege ich sie an den Start des Lauberhorn-Rennens.»

Der 69-Jährige hat wie viele Walliser einen persönlichen Bezug zu Crans-Montana. Er stammt aus der Nähe, aus Ayent, hat im Wintersportort schon häufig beruflich zu tun gehabt. Und der FC Sion hält sein Sommer-Trainingslager schon seit 35 Jahren in Montana ab, stets im gleichen Hotel. Derzeit befinden sich die Spieler des Super-League-Klubs im Trainingscamp in Tunesien. Nach ihrer Rückkehr würden sie vor der Bar «Le Constellation» einen Kranz niederlegen, kündigte der Präsident an. (ram)

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26 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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LiquidIce
07.01.2026 14:48registriert Juli 2018
Es lässt sich wieder sehr gut erkennen, dass man es nicht allen recht machen kann. Da versucht CC aus einer schrecklichen Tragödie, ein Trauerfest zu organisieren, in dem man alle zusammen für alle diese verschiedene Schicksale trauert. Und trotzdem sei CC so böse und würde nur für sich schauen. Was hat er denn von der ganzen Sache? So wie es sich im Artikel herausliest, macht er deutliche finanzielle "Verluste". Und ihm ist doch das Image egal, er besitzt genügend Geld und kann zum Glück die Nörgler getrost ignorieren.
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Mulumbi
07.01.2026 14:18registriert April 2024
Eine schlichte Schweigeminute ist um so vieles einfacher, günstiger und vor allem eines: respektvoller. Als dieser Zirkus, der am Ende nur der Selbstinszenierung dient, es je sein wird. Ich kann nur hoffen, dass sich da keiner für einspannen lässt. Mir wird schlecht.
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