Schweiz
Wallis

Crans Montana: Überprüfung von Schaumstoff gehöre zu Kontrolle

Die Aussagen von Gemeindepräsident Nicolas Féraud geben zu reden.Video: watson/lucas zollinger

Sicherheitsdirektor widerspricht: Aussage des Gemeindepräsidenten gibt zu reden

07.01.2026, 10:3907.01.2026, 17:48

In der Neujahrsnacht kam es im Walliser Skiort zu einer Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation». Bei dem Feuer kamen 40 Personen ums Leben und 118 wurden schwer verletzt.

crans montana decke fängt feuer le constellation silvester 2.1.26
Die Schaumstoffplatten waren als Schalldämpfer an der Decke angebracht.Bild: x

Der Auslöser des Brandes waren Schaumstoffplatten, an der Decke des Lokals, die Feuer fingen. Eine der grossen Fragen, die nun im Raum stehen, ist, ob im Lokal regelmässig geprüft wurde, ob alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden.

Die Gemeinde hatte vor den Medien zu ihrer Verteidigung darauf hingewiesen, dass das Pflichtenheft die Kontrolle des verwendeten Schaumstoffs bei der Lärmschutzdecke nicht ausdrücklich vorsehe.

Deshalb sei die Entflammbarkeit der Schaumstoffplatten nicht geprüft worden.

Le conseiller d'Etat valaisan Stephane Ganzer,.Chef du Departement de la securite, des institutions et du.sport s'exprime a l'occasion d'une visite de presse pour l'ouverture  ...
Walliser Sicherheitsdirektor, Stéphane Ganzer.Bild: keystone

Nun hat der Walliser Sicherheitsdirektor, Stéphane Ganzer, dem Gemeindepräsidenten widersprochen. Er sagte, gegenüber Westschweizer Fernsehen, dass die Überprüfung dieser Materialien selbstverständlich zu den Grundlagen der Kontrolle gehöre.

Ganzer sagte: «Es gibt in der Verordnung sehr vollständige und klare Checklisten. Die Kontrolle der Materialien und eines Schaumstoffs wie dieses gehört selbstverständlich zur Grundlage einer Kontrolle in einem Betrieb.»

«An dieser Tragödie gibt es vieles, was mich erschüttert»
Sagt Ganzer zu der Tragödie in der Bar.

Ganzer erinnerte auch daran, dass die Situation in den Walliser Gemeinden sehr unterschiedlich sei. Die Gemeinde Crans-Montana sei gross, es handle sich um einen Skiort mit einer langen Tourismustradition und einer eigenen Verwaltung.

«Es ist nicht an mir, zum jetzigen Zeitpunkt zu beurteilen, wie diese Verwaltung geführt wird und wie der für die Kontrollen zuständige Dienst seine Arbeit erledigt hat. Was ich feststelle, ist das Versäumnis», sagte er.

«Solche Versäumnisse dürfen in einem Land wie dem unseren, in dem die Normen präzise sind und die gesetzliche Basis streng ist, nicht vorkommen. Und wenn alles eingehalten würde, hätten wir am Ende keine 40 Toten», so Ganzer. (nib/sda)

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Ex-Mitarbeiterin von Bar in Crans-Montana erhebt schwere Vorwürfe
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Pyrotechniker testet das Feuerwerk von Crans-Montana
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