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Hattrick von Drmic

Schweizer Nationalteam schlägt Rapperswil-Jona 6:0

Die Schweizer Nationalmannschaft gewann ein Trainingsspiel gegen Rapperswil-Jona am Ende deutlich 6:0. Nach enttäuschendem Beginn erzielte die SFV-Auswahl die Tore nach der Pause

04.09.14, 20:56 05.09.14, 10:46

Weil der traditionelle Testspiel-Termin in diesem Jahr wegen der WM-Endrunde entfiel, nutzten viele Nationalteams die Woche vor dem Start zur EM-Qualifikation für eine Standortbestimmung gegen andere Auswahlen. Am Mittwoch und Donnerstag testeten 28 europäische Verbände. Deutschland gegen Argentinien, Italien gegen Holland, Frankreich gegen Spanien und so weiter und so fort. Nicht so die Schweiz

03.09.2014; Rapperswil; Fussball EM Quali - Training Schweiz;
Von Rechts: Trainer Vladimir Petkovic, Silvan Widmer, Josip Drmic, Goekhan Inler, Valon Behrami, Blerim Dzemaili, Admir Mehmedi, Fabian Schaer.
(Andy Mueller/freshfocus)

Gute Stimmung bei den Schweizern vor dem Ernstkampf gegen England. Bild: Andy Mueller/freshfocus

Alle Feldspieler im Einsatz

Der neue Nationalcoach Vladimir Petkovic verzichtete auf ein offizielles Länderspiel vor seinem ersten Pflichttermin am Montag gegen England – und liess ein Trainingsspiel gegen den FC Rapperswil-Jona, den Leader der Schweizer Promotion League, organisieren.

Petkovic entschied sich für diese Art der Vorbereitung, weil er so alle (Feld-)Spieler im Spielbetrieb im Einsatz sehen konnte. In einem offiziellen Länderspiel hätte er sich auf sechs Auswechslungen beschränken müssen. Gegen Rapperswil konnte er mit allen 20 Feldspielern und mit zwei Torhütern proben. 

Einzig Ersatzkeeper Roman Bürki kam nicht zum Einsatz. Zudem hatte Petkovic offen lassen können, ob das Spiel über zweimal 45 Minuten oder dreimal 30 Minuten absolviert würde. Es wurden zweimal 45 Minuten.

03.09.2014; Rapperswil; Fussball EM Quali - Training Schweiz;
Torhueter Roman Buerki vor Marvin Hitz und Yann Sommer. (Andy Mueller/freshfocus)

Nur Roman Bürki durfte sich ausruhen, ganz im Gegensatz zum Training.  Bild: Andy Mueller/freshfocus

Rapperswil anstatt Brasilien

Der FC Rapperswil-Jona auf dem Sportplatz Grünfeld also und nicht wie vor einem Jahr Brasilien im St.-Jakob-Park oder 2012 Kroatien in Split. Die Vorgabe für das Schweizer Team war ein 10:0. So hoch hatte Borussia Dortmund vor exakt einem Monat auf dem gleichen Rasen gewonnen. Ein Schützenfest mit zweistelligem Resultat offerierten die Schweizer nicht, aber es gelangen immerhin nach der Pause sechs Tore durch Josip Drmic (3), Xherdan Shaqiri, Johan Djourou und Blerim Dzemaili. Der neu bei Galatasaray spielende Dzemaili sprach zuvor von einer neuen Intensität in der Mannschaft.

04.09.2014; Freienbach; Fussball EM Quali - Training Schweiz; Blerim Dzemaili beim Training  (Valeriano Di Domenico/freshfocus)

Blerim Dzemaili rechnet sich unter Petkovic mehr Chancen aus als bei Hitzfeld. Bild: Valeriano Di Domenico/freshfocus

Der Rapperswiler Torhüter Diego Yanz hatte in den ersten 45 Minuten ein paar sehenswerte Paraden gezeigt, sein Ersatz Miroslav Dabic war danach mehrmals machtlos, natürlich auch, weil bei seinen Kollegen – unter ihnen der TV-Bachelor Vujo Gavric als Einwechselspieler – die Kräfte schwanden.

Was vier Tage vor dem Spiel gegen England wichtiger war als das Resultat, waren taktische Erkenntnisse. Was sich in den Trainings angedeutet hatte, bestätigte Petkovic mit den Formationen in beiden Halbzeiten. Sein Team spielt in einem 4-3-3-System. 

Nationalcoach Vladimir Petkovic und seine Spieler beim Training der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft in Freienbach am Donnerstag. 4. September 2014. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Petkovic liess wie erwartet ein 4-3-3 spielen. Bild: KEYSTONE

Vor allem mit der Mannschaft nach der Pause um Xherdan Shaqiri, Josip Drmic, Valentin Stocker, die Mittelfeld-Puncher Behrami und Dzemaili und Aussenverteidiger Stephan Lichtsteiner war Petkovic zufrieden. «Der Rhythmus hat gestimmt. Die Bewegungen und die Laufwege waren gut.»

Drmic lässt mit seinem Auftritt aufhorchen

Als Mittelstürmer hat Haris Seferovic vor der Pause drei grosse Chancen vergeben, sein Nachfolger Josip Drmic dagegen hat drei Tore erzielt. «Das war sein Lohn. Wenn man Gas gibt, kann man auch Tore schiessen», so Petkovic. Drmic spielte zwischen Valentin Stocker und Xherdan Shaqiri. Der Stürmer von Leverkusen hat also seinen kämpferischen Worten im Vorfeld des Spiels Taten folgen lassen.

Josip Drmic beim Training der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft in Freienbach am Donnerstag. 4. September 2014. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Jospi Drmic mit einem Hattrick. Bild: KEYSTONE

Dieses Trio wechselte oft die Positionen, mehr jedenfalls als Admir Mehmedi, Seferovic und Pajtim Kasami, die ihren Rollen 45 Minuten lang festhielten. Promovieren oder relegieren wollte Petkovic dennoch niemanden. «Ich habe noch Zeit bis am Montag. Dann werden die elf Besten spielen.»

Matchtelegramm

Rapperswil-Jona (Promotion League) - Schweiz 0:6 (0:0). – Zuschauer: 2'500 – Tore: 55. Drmic (Stocker) 0:1. 62. Drmic 0:2. 76. Shaqiri 0:3. 80. Djourou (Shaqiri) 0:4. 81. Dzemaili 0:5. 88. Drmic (Stocker) 0:6.

Schweiz (1. Halbzeit): Sommer; Widmer, Schär, Von Bergen, Rodriguez; Fernandes, Inler, Xhaka; Kasami, Seferovic, Mehmedi.

Schweiz (2. Halbzeit): Hitz; Lichtsteiner, Djourou, Senderos, Benito; Behrami, Frei, Dzemaili; Shaqiri, Drmic, Stocker. (si/syl)



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