DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Basler Manuel Akanji, links, im Kampf um den Ball gegen den Berner Guillaume Hoarau, rechts, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Basel 1893 im Stade de Suisse in Bern, am Samstag, 22. Juli 2017. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Kann Basel YB stoppen? Bild: KEYSTONE

Basels Wicky gesteht vor dem Spitzenspiel: «YB war diese sieben Punkte besser»

Im Frühling könnten sich YB und Basel einen harten Kampf um den Meistertitel liefern. Im Spitzenduell (16 Uhr live bei watson) in Basel haben beide Kontrahenten die Gelegenheit, noch im alten Jahr vorzusorgen.



>>> Wir tickern das Spitzenspiel zwischen Basel und YB ab 16 Uhr live.

Basels Trainer Raphael Wicky wies in der Medienkonferenz vor dem Hit im St.Jakob-Park – bis zum Freitagnachmittag waren 30'300 Tickets verkauft – auf die bekannte Sechs-Punkte-Rechnung hin. Nach dem Spiel wird der Abstand zwischen Leader YB und Meister Basel je nach Ausgang zehn, sieben oder vier Punkte betragen. Wie wenig solche Abstände im Herbst bedeuten müssen, zeigte sich zum Beispiel in der Saison 2009/10, als die Young Boys bis zu 13 Punkte vor Basel lagen und der FCB dennoch seinen ersten von bis heute acht Meistertiteln am Stück gewann.

Der Basler Trainer Raphael Wicky, links, und Assistenztrainer Massimo Lombardo, rechts, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Basel 1893 im Stade de Suisse in Bern, am Samstag, 22. Juli 2017. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bei Wickys Debüt im Juli zog er den Kürzeren. Bild: KEYSTONE

Wicky billigt den Bernern zu, dass sie im bisherigen Saisonverlauf um die sieben Punkte besser waren, um die sie nun voraus liegen. Der Walliser begründete es mit dem lange Zeit offensichtlichen Unterschied in der Konstanz der beiden Mannschaften und damit, dass sich die Berner nach vereinzelten schwächeren Leistungen jeweils umgehend auffingen. Dennoch sagte Wicky, was er unbedingt sagen musste: «Wir wollen gewinnen und den Rückstand auf vier Punkte reduzieren.» Und er fügte an: «Wir haben die Mittel, um YB zu schlagen.»

Wickys Gegenüber Adi Hütter stellte seiner Mannschaft nach den ersten gut drei Monaten der Saison ein positives Zeugnis aus: «Unsere Leistungen sind konstant gut.» Er habe mit den Spielern auch nach den Niederlagen in Lausanne und gegen Dynamo Kiew nicht hart ins Gericht gehen können. Die Leistungen seien beide Male gut gewesen, nur die Resultate nicht.

Bern's Guillaume Hoarau celebrates with teammate Yoric Ravet after scoring the 3-1 during the UEFA Europa League group B match between Switzerland's BSC Young Boys and Cyprus' APOEL Nicosia, at the Stade de Suisse in Bern, Switzerland, Thursday, October 20, 2016.  (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Hoarau und Ravet stehen YB im Gegensatz zum 2:0 zum Auftakt nicht mehr zur Verfügung. Bild: KEYSTONE

Hoaraus Ausfall kompensiert

Hütter ist erfreut darüber, dass der neuerliche verletzungsbedingte Ausfall von Goalgetter Guillaume Hoarau wenig oder überhaupt nicht ins Gewicht fällt. Neuzugang Jean-Pierre Nsame und Roger Assalé sind für den Franzosen in die Bresche gesprungen. Assalé erzielte in den letzten elf Wettbewerbsspielen elf Tore. YBs Torverhältnis von 32:11 in der Super League ist beeindruckend. Dennoch sagte Hütter vor dem Schlagerspiel: «Wir benötigen eine perfekte Leistung, um zu bestehen.» Schliesslich haben die Berner seit dessen Amtsübernahme im September 2015 noch nie in Basel gewonnen.

Im Auftaktspiel der Super League trumpften die Young Boys gross auf. Sie überliessen dem FC Basel vor 31'000 Fans im Stade de Suisse kaum eine Torchance und hätten deutlicher gewinnen können als durch zwei prächtige Tore von Yoric Ravet und Miralem Sulejmani.

Aber seither ist viel Wasser die Aare und den Rhein hinunter geflossen. «Rückschlüsse nach diesem Spiel kann man heute nicht mehr ziehen», so Wicky. «Vieles hat sich verändert. Wir haben Delgado nicht mehr, YB hat Ravet nicht mehr und Hoarau ist verletzt.»

Wicky persönlich hat in den vergangenen Wochen viele (möglicherweise voreilige) Kritiker zum Verstummen gebracht. Daran soll auch die jüngste Heimniederlage in der Champions League gegen ZSKA Moskau nichts ändern. Der Walliser sagte es deutlich: «Wir wurden in der zweiten Halbzeit für Fehler bestraft und liessen die Wende zu. Aber diese eine Halbzeit ist für mich nicht der Massstab für unsere Leistungen in der letzten Zeit. Wir hatten einen wirklich sehr guten Oktober.»

Erinnerungen an 2009/10

«Im November ist noch niemand Meister geworden», sagte Hütter in der Medienkonferenz vor dem Spitzenspiel. Wie recht der Österreicher hat, wissen sie nirgends besser als in seinem Verein. Ein noch so grosser Vorsprung deutlich vor Weihnachten will nichts heissen.

Die Basler Spieler feiern den Schweizermeistetitel, waehrend ein Berner entaeuscht am Boden liegt, nach dem letzten Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem FC Basel am Sonntag 16. Mai 2010 im Stade de Suisse Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Wer erinnert sich nicht? YB gab den Meistertitel 2010 in der Finalissima aus der Hand. Bild: KEYSTONE

Wer an ein spannendes Duell um die Meisterschaft zwischen Basel und den Young Boys denkt, erinnert sich beispielsweise an die Saison 2009/10. Nachdem sie den Titel zum dritten Mal in vier Jahren knapp dem Erzrivalen Zürich hatten überlassen müssen, starteten die Basler unter Christian Gross' Nachfolger Thorsten Fink miserabel in die Saison. Nach acht Runden waren sie nur Siebte und hatten sie erst 9 Punkte auf dem Konto, 13 Punkte weniger als Leader YB. Selbst nach 29 Runden hinkte der FCB, jetzt Zweiter, noch 6 Punkte hinter den Bernern her. Die 36. Runde brachte die Finalissima im Stade de Suisse. Basel siegte 2:0. Schlussstand: 1. Basel 80 Punkte. 2. YB 77 Punkte.

In der Winterpause hatte Basel einen Vertrag für die nachfolgende Saison mit dem damaligen Berner Schlüsselspieler Gilles Yapi abgeschlossen. Der Schachzug wirkte. Gegen Schluss der Saison kam immer mehr Unruhe in den Berner Verein. Der abtrünnige Ivorer wurde für die letzten Spiele, auch für jenes gegen Basel, von Trainer Vladimir Petkovic nicht mehr aufgeboten.

Shot Happens, Teil 3: watson mixt Cocktails ... und trgrrm%&

Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent

Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat

1 / 42
Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Christian Gross motiviert Hakaaaan bis in die Zehenspitzen und wir dürfen zuschauen

9. Mai 2002: Das Schweizer Fernsehen strahlt einen Dok-Film über den FC Basel aus, der auf dem Weg zum ersten Meistertitel der Neuzeit ist. In Erinnerung bleibt besonders eine Pausenansprache von Trainer Christian Gross.

Acht Meistertitel in Folge zwischen 2010 und 2017 – bis YB zu seinem Höhenflug ansetzte, war der FC Basel das Mass aller Dinge im Schweizer Klubfussball. Dabei liegen die Zeiten, als Rot-Blau selber zu den Habenichtsen gehörte, noch gar nicht weit zurück.

Erst 2002 holt der FCB den ersten Titel der Neuzeit und aus dieser Zeit stammt auch ein köstliches Video. Es zeigt die Halbzeit-Ansprache von Trainer Christian Gross im Rückspiel des UI-Cup-Finals bei Aston Villa im August 2001, die bei seinem …

Artikel lesen
Link zum Artikel