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BASEL, SWITZERLAND - AUGUST 05: FC Basel president Bernhard Heusler (L) jokes with Breel Embolo of FC Basel prior to the UEFA Champions League third qualifying round 2nd leg match between FC Basel 1893 and KKS Lech Poznan at St. Jakob-Park on August 5, 2015 in Basel, Switzerland. (Photo by Philipp Schmidli/Getty Images)

Breel Embolo könnte schon bald der nächste Spieler sein, der in die WhatsApp-Gruppe von Heusler kommt. 
Bild: Getty Images Europe

Der Schlüssel für die Rückkehr? FCB-Präsident Heusler und die prominente WhatsApp-Gruppe

Sie nennt sich «Exil Basler», diese WhatsApp-Gruppe, die FCB-Präsident Bernhard Heusler vor einiger Zeit gegründet hat. Sinn und Zweck ist es, den Kontakt zu den ehemaligen Bebbi zu erhalten. Denn mit dem FCB sind noch einige emotional verbunden.

Sebastian Wendel / Aargauer Zeitung



In alle Himmelsrichtungen sind sie ausgeflogen: Aleksandar Dragovic nach Kiew, Ivan Rakitic nach Barcelona, Xherdan Shaqiri nach Stoke-on-Trent, Yann Sommer nach Mönchengladbach, Valentin Stocker nach Berlin. Was diese und viele andere ehemalige FCB-Spieler vereint: Sie alle haben bei Rot-Blau tiefe Spuren hinterlassen und sind auch nach ihrem Abgang mit dem FCB emotional verbunden.

Der Basler Torhueter Yann Sommer, rechts, wird von Praesident Bernhard Heusler, links, von den Fans und dem Club verabschiedet, vor dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel und dem FC Lausanne-Sport, im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 18. Mai 2014. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Heusler hat dank seiner Gruppe weiterhin mit Sommer Kontakt. 
Bild: KEYSTONE

Das weiss auch Bernhard Heusler. Und darum hat der FCB-Präsident vor einigen Monaten die WhatsApp-Gruppe «Exil Basler» gegründet. In dieser hält Heusler seine ehemaligen Spieler in losem Abstand über das Geschehen beim FCB und in der Stadt auf dem Laufenden. Die Spieler gratulieren einander für gute Leistungen. Oder es werden auch mal Witze oder lustige Bilder gepostet. «Exil Basler» wird laufend erweitert, wenn wieder ein Spieler den FCB verlassen hat. Nach Informationen der «Nordwestschweiz» sind derzeit folgende Spieler in der Gruppe dabei: Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka, Timm Klose, Fabian Frei, Fabian Schär, Yann Sommer, Ivan Rakitic, Valentin Stocker, Kay Voser, Markus Steinhöfer, Aleksandar Dragovic und der im Sommer zum FCB zurückgekehrte Zdravko Kuzmanovic.

Belenenses' Tiago Silva, left, fights for the ball against Basel's Zdravko Kuzmanovic, right, during the UEFA Europa League group I group stage matchday 3 soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and Portugal's C.F. Os Belenenses at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Thursday, October 22, 2015. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Auch Kuzmanovic ist Teil der Gruppe «Exil Basler». 
Bild: KEYSTONE

Womit sich die Frage aufdrängt: Will Heusler in der Gruppe «Exil Basler» die Spieler zur Rückkehr nach Basel animieren? «Nein», wehrt sich der Präsident entschieden, «dahinter stecken keine strategischen Überlegungen. Vielmehr entspricht dies der Philosophie, die wir uns intern schon lange auf die Fahne geschrieben haben. Spieler sind für uns keine Ware, sondern Menschen. Wenn man von ihnen aussergewöhnliche sportliche Leistungen verlangt, muss man auch den Menschen hinter dem Spieler ernst nehmen.»

Der Schlüssel für die Rückkehr?

Die genannten Spieler sind aus einem einfachen Grund in einer WhatsApp-Gruppe vereint: Sie alle sprechen Deutsch. Sie sind jedoch bei weitem nicht die Einzigen, mit denen die FCB-Verantwortlichen und -Betreuer weiterhin Kontakt halten. Auch mit Gilles Yapi, Franco Costanzo, Samuel Inkoom, Jacques Zoua und Mohamed Salah, um nur einige zu nennen, findet ein reger Austausch statt. Heusler: «Wenn man sich sympathisch ist, ist es das Normalste der Welt, dass der Kontakt auch nach der beruflichen Trennung bestehen bleibt. Zum Glück gibt es in der heutigen Welt moderne Kommunikationsmittel wie WhatsApp, mit denen man sich auf der ganzen Welt miteinander austauschen kann. Briefe schreiben wäre wohl zu kompliziert.»

22.11.2015; Zurich; Fussball Super League - FC Zuerich - FC Lugano; 
Gilles Yapi (Zuerich) 
(Andy Mueller/freshfocus)

Auch mit Gilles Yapi hat der FCB Kontakt. 
Bild: freshfocus

Und doch: Schafft es der FCB nicht gerade mit diesen menschlichen Gesten, dass ehemalige Spieler, deren internationale Karrieren in Basel gestartet sind, irgendwann ans Rheinknie zurückkehren? Heusler: «Für eine Rückkehr sind andere Faktoren entscheidend, primär natürlich die Frage, ob ein Spieler uns sportlich weiterhelfen kann. Aber es kann für einen Spieler ein Mosaikstein sein in seiner Entscheidungsfindung, wenn plötzlich eine Rückkehr nach Basel im Raum steht: Er weiss, dass er hier in erster Linie als Mensch behandelt wird.»

Und welcher FCB-Profi ist der nächste, den Heusler der Gruppe «Exil Basler» hinzufügt? Ziemlich sicher bald Breel Embolo, der schon antönte, dass er in weiter Zukunft seine Karriere gerne in Basel beenden würde. Weitere Kandidaten sind Taulant Xhaka und Luca Zuffi. Und bei wem wirkt «Exil Basler», indem er bald zum FCB zurückkehrt? Ein heisser Kandidat für die nahe Zukunft ist Timm Klose, ein weit entfernter Traum Ivan Rakitic. (aargauerzeitung.ch)

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