Nicht nur Kap Verde: Diese 5 «Kleinen» träumen von der K.o.-Phase
Kap Verde
Kap Verde ist an dieser Weltmeisterschaft ein wenig wie Island an der Europameisterschaft 2016. Gefühlt jeder freut sich mit dem Team von den Kapverdischen Inseln und fiebert voll mit.
Im ersten Spiel schrieb Torhüter Vozinha eine beeindruckende Geschichte, als er den amtierenden Europameister Spanien zum Verzweifeln brachte. Schliesslich konnte sich der WM-Debütant über einen Punkt freuen.
Auch gegen Uruguay war Kap Verde der klare Aussenseiter. In einer munteren Partie hielt das Land mit knapp über einer halben Million Einwohnern aber mit und knüpfte dem zweifachen Weltmeister ein 2:2 ab. Im letzten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien könnte bereits ein Punkt reichen, um sich für den Sechzehntelfinal zu qualifizieren. Mit einem Sieg müsste sicher nicht gerechnet werden und Kap Verde würde wohl für eine der grössten Sensationen der WM-Geschichte sorgen.
Curaçao
Obwohl Curaçao das erste WM-Spiel seiner Geschichte klar und deutlich mit 1:7 gegen Deutschland verlor, lebt der Traum von der K.o.-Phase beim kleinsten WM-Teilnehmer überhaupt noch immer. Wie bei Kap Verde ist der Torhüter bisher die ganz grosse Figur. Eloy Room parierte gegen Ecuador 15 Schüsse und hielt die Null. Damit konnte sich Curaçao erstmals über einen WM-Punkt freuen.
Im abschliessenden Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste wird es aber einen Sieg brauchen, wenn die WM-Reise weitergehen soll. In der Regel sollten vier Zähler reichen, um als einer der besten acht Gruppendritten die K.o.-Phase zu erreichen. Sogar der zweite Platz ist noch möglich, falls Ecuador gegen Deutschland nicht gewinnen sollte.
Katar
Nach der enttäuschenden Heim-WM vor vier Jahren ist Katar zum zweiten Mal beim wichtigsten Fussballturnier der Welt dabei. Ausgerechnet gegen die Schweiz konnten sich die Kataris den ersten Punkt an einer WM sichern. Zwar ging das zweite Gruppenspiel gegen Co-Gastgeber Kanada mit 0:6 verloren, aber der Traum vom Sechzehntelfinal lebt.
Im letzten Gruppenspiel geht es gegen Bosnien-Herzegowina, das ebenfalls einen Punkt auf dem Konto hat, darum, welches Team auf vier Zähler kommen wird. Der zweite Platz scheint für beide Mannschaften unrealistisch, aber auch hier gilt: Vier Punkte reichen in der Regel, um sich für die K.-o.-Phase zu qualifizieren.
DR Kongo
Für die Demokratische Republik Kongo startete die Weltmeisterschaft mit einem überraschenden Unentschieden gegen Portugal, Kongo verlor aber die zweite Partie gegen Kolumbien. Im letzten Gruppenspiel gegen Usbekistan ist ein Sieg Pflicht, um noch vom Weiterkommen träumen zu können.
Die Kongolesen sind erstmals seit 1974 an einer WM dabei. Vor 52 Jahren traten sie aber noch als Zaire an und blieben in der Gruppenphase tor- und punktelos. Diese Marke wurde in diesem Jahr schon übertroffen.
Neuseeland
Die kleinsten Chancen auf ein Weiterkommen von den genannten Teams hat Neuseeland. Zwar haben die Neuseeländer bereits einen Punkt, aber sie müssen am letzten Spieltag gegen Belgien gewinnen.
Die roten Teufel sind bisher eine der ganz grossen Enttäuschungen dieser WM und müssen gegen Neuseeland ebenfalls auf Sieg spielen. Vielleicht profitieren die Kiwis von einem Konter und mauern sich zum Sieg – an dieser WM sicherlich nicht ausgeschlossen. In der FIFA-Weltrangliste trennen die beiden Teams insgesamt 76 Plätze.
