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«Wir sollten uns schämen. Das ist eine der schlechtesten Leistungen, seit ich beim FC Basel bin»

Marco Streller nimmt kein Blatt vor den Mund.
Marco Streller nimmt kein Blatt vor den Mund.screenshot: SRF
Marco Streller schonungslos

«Wir sollten uns schämen. Das ist eine der schlechtesten Leistungen, seit ich beim FC Basel bin»

Basel verliert seit zehn Spielen erstmals wieder eine Partie und Captain Marco Streller nimmt nach dem 2:4 kein Blatt vor den Mund. Er holt zum Rundumschlag aus.
22.02.2015, 18:1222.02.2015, 19:23
Reto Fehr
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Wir kennen es: Normalerweise rufen die Fussball-Profis in den Interviews nach den Spielen die üblichen Plattitüden ab und sagen mit vielen Worten vor allem eines: Nichts.

Nach dem 2:4 von Leader Basel gegen YB hat aber Captain Marco Streller seine Emotionen nicht im Griff und er poltert – herrlich erfrischend (und vielleicht auch gewollt) – drauf los: «Ich bin sauer auf die Mannschaft, auf jeden einzelnen. Inklusive mir. Das ist inakzeptabel.» Der Stürmer kommt gar nicht mehr aus seiner Rage raus: «YB war in allen Belangen besser. Wir sollten uns für unsere Leistung schämen.» 

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Der Anfang vom Ende für Basel: Das 1:0 durch Alex Gerndt.gif: SRF

Überrascht sei er nicht vom frechen Auftritt der Berner gewesen, sondern viel mehr von den «vielen Fehlern, die wir gemacht haben». Streller lässt nichts aus: «Keiner wollte den Ball. Das geht nicht und das werden wir auch ansprechen.» Zum Abschluss nennt er die Darbietung im Spitzenspiel gar: «Eine der schlechtesten Leistungen, seit ich beim FC Basel bin. Wir waren elf Totalausfälle.» Für alle die es nicht mehr genau wissen, das ist mit Unterbrüchen seit 2001 und seit 2007 am Stück.

FCB-Trainer Sousa: «Wir müssen mehr tun, wenn wir die Liga gewinnen wollen»

Auch Trainer Paulo Sousa wollte an der Pressekonferenz nach der Partie nichts beschönigen: «Die Berner waren in allen Belangen besser, sie hatten mehr zweite Bälle und waren gedanklich schneller.» Auch er weiss, mit solchen Leistungen wird die Meisterschaft wirklich nochmals spannend: «Wir müssen mehr tun, wenn wir die Liga gewinnen wollen. Wir brauchen mehr Kampf und müssen mehr rennen.» 

Doppeltorschütze Gerndt: «Das ist grossartig»

Am anderen Ende der Gefühlsskala befindet sich natürlich YB, das jetzt seit acht Partien ungeschlagen ist und dabei siebenmal den Dreier eingefahren hat. Doppeltorschütze Alex Gerndt sagt im SRF-Interview: «Nach einem Jahr hier zwei Tore zu erzielen und 4:2 zu gewinnen ist grossartig.» Das Rezept sei einfach gewesen: «Der Glaube an uns selber.» Der 28-Jährige Schwede durfte nach seiner langen Verletzung erstmals wieder von Anfang an ran.

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Hier schnürt Alex Gerndt sein Doppelpack mit dem 2:0.Gif: SRF

Auch Trainer Uli Forte konnte nur loben: «Die Spieler haben das geschafft. Sie wussten, dass die Super League eine andere Geschichte als die Europa League ist. Wir haben hoch gepresst und wollten Basel das Zepter nicht überlassen.»

In der Tabelle liegt YB jetzt immer noch fünf Punkte hinter den Bebbi. Aber nicht nur die Berner wissen für die zukünftigen Runden: Der FC Basel ist momentan nicht über alle Zweifel erhaben.

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Der Schlusspunkt zum 4:2. Hier dürfte es Marco Streller endgültig den Deckel gelupft haben.Gif: SRf
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2 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Androider
22.02.2015 18:30registriert Februar 2014
Cry baby cry :'D
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Die 100 besten Sportler seit 2000 – ESPN sieht Roger Federer vor Djokovic und Nadal
Ranglisten haben so etwas an sich: Man kann darüber diskutieren, sich darüber aufregen, sie kritisieren. Nur zustimmen tut man solchen Rankings eigentlich nie. Dennoch – oder gerade deshalb – hat sich das US-Medium ESPN an die schwierige Aufgabe gewagt, die 100 besten Sportlerinnen und Sportler des 21. Jahrhunderts zu küren.

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