YB verspielt wundersames Comeback in Stuttgart und verpasst K.o.-Phase knapp
Stuttgart – Young Boys 3:2
Am letzten Spieltag der Ligaphase war die Ausgangslage klar gewesen: Nur mit einem Sieg würden die Berner die Qualifikation für die Playoffs aus eigenen Kräften realisieren. Trotz einem grossen Kampf gelang es dem Team von Trainer Gerardo Seoane nicht, drei Punkte zu holen – dem VfB Stuttgart unterlagen die Berner wegen eines Last-Minute-Treffers 2:3.
Doch eigentlich schien ein Sieg für YB bereits nach sieben Minuten in weite Ferne gerückt zu sein. Stuttgart traf in der 6. Minute mit der ersten Torchance zum 1:0 und doppelte nicht einmal 60 Sekunden später mit der zweiten Möglichkeit nach.
Entgegen dem Spielverlauf verkürzte YB dank Armin Gigovic nur drei Minuten vor dem Pausenpfiff. Er traf aus rund 16 Metern perfekt ins obere linke Eck. Das Momentum, es kippte auf die Seite des Teams von Gerardo Seoane. Die Berner kamen stark aus der Kabine zurück, Stuttgart hingegen agierte nicht mehr so drückend wie noch in den ersten 45 Minuten.
Der Ausgleich von YB war die logische Konsequenz. Doch auch dieses Traumtor – Sandro Lauper traf in der 57. Minute per Volley – sollte den Bernern nicht helfen.
Auf bitterste Art und Weise, nach diversen Topchancen, unter anderem durch Sergio Cordova, kassierten die Berner in der 90. Spielminute das 2:3. Drei Minuten später, als der Schlusspfiff ertönte, war das Ausscheiden der Young Boys aus der Europa League besiegelt.
VfB Stuttgart - Young Boys 3:2 (2:0)
SR Rojas (ESP).
Tore: 6. Undav 1:0. 7. Demirovic 2:0. 42. Gigovic 2:1. 57. Lauper 2:2. 90. Andrés 3:2.
Stuttgart: Bredlow; Assignon (88. Vagnoman), Jeltsch, Chabot (68. Hendriks), Mittelstädt; Chema Andrés, Stiller (68. Karazor); Bouanani, Undav (68. El Khannouss), Führich (68. Leweling); Demirovic.
Young Boys: Keller; Janko, Wüthrich, Lauper, Benito; Gigovic (78. Pech), Fernandes; Fassnacht (78. Males), Sanches, Monteiro (78. Virginius); Bedia (63. Cordova).Bemerkungen: 31. Pfostenschuss Jeltsch. Verwarnung: 40. Monteiro.
So spielte der FCB
Der internationale Überblick
Bevor der letzte Spieltag der Ligaphase der Europa League angepfiffen wurde, standen nur zwei Mannschaften bereits definitiv als Achtelfinal-Teilnehmer fest: Lyon und Aston Villa. Auf den Plätzen 3 bis 30 hatten hingegen noch diverse Teams die Chance auf die Achtelfinals, beziehungsweise die Playoffs. Für die Runde der letzten 16 direkt qualifizieren konnte sich schliesslich unter anderem Betis Sevilla.
Dank einem 2:1-Sieg gegen Feyenoord Rotterdam schloss der Verein von Ricardo Rodriguez die Gruppenphase auf dem 4. Rang ab. Der Schweizer Nationalspieler sah die Partie von der Bank aus.
Ebenfalls in den Top-8 verblieb der SC Freiburg. Mit den Schweizern Johan Manzambi und Bruno Ogbus in der Startelf verlor der Bundesligist zwar 0:1 gegen Lille - Giroud traf in der Nachspielzeit dank einem Penalty. Dennoch reichte es Freiburg auf den 7. Platz.
Auch Nottingham Forest mit Dan Ndoye in der Startelf sicherte sich den Verbleib im europäischen Wettbewerb. Gegen Ferencvaros resultierte ein souveräner 4:0-Sieg. Ähnlich verlief der Abend für Bologna, die Italiener mit Remo Freuler gewannen gegen Tel Aviv mit 3:0 und schafften die Qualifikation für die Playoffs. (abu/sda)
