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Britain Football Soccer - West Ham United v Hull City - Premier League - London Stadium - 17/12/16 General view outside the stadium before the match Action Images via Reuters / Matthew Childs Livepic EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or

Die imposante Front des Londoner Olympiastadions, dem neuen Zuhause von West Ham United. Bild: Matthew Childs/REUTERS

Bald auch rote Bullen in der Premier League? Gerüchte um West-Ham-Übernahme

In England heisst es schon länger, dass Red Bull an der Übernahme eines Fussballvereins interessiert sei, um in die Premier League vorzustossen. Die neusten Gerüchte ranken sich um West Ham United.

Donat Roduner
Donat Roduner



Brausehersteller Red Bull hat sich in der Sportwelt festgekrallt. Ihm gehört eine Vielzahl von Vereinen, teils ganze Sportarten. Der österreichische Grosskonzern hat sich in den letzten Jahren auch ein kleines Fussballimperium aufgebaut mit Ablegern in Salzburg, New York, Leipzig und São Paulo – jener in Ghana wurde bereits wieder aufgegeben.

epa05679874 The RB Leipzig team celebrates with the fans after the German Bundesliga football match between RB Leipzig and Hertha BSC at the Red Bull Arena in Leipzig, Germany, 17 December 2016.  

(EMBARGO CONDITIONS - ATTENTION: Due to the accreditation guidlines, the DFL only permits the publication and utilisation of up to 15 pictures per match on the internet and in online media during the match.)  EPA/HENDRIK SCHMIDT

In der Bundesliga mischt RB Leipzig vorne mit. Bild: EPA/DPA

Nach dem Erfolg in Festlandeuropa – natürlich vor allem mit RB Leipzig in der Bundesliga – schielt der Dosengigant nun offenbar auf das Mutterland des Fussballs: England. Schon länger kursieren Gerüchte bezüglich der Übernahme unterklassiger Klubs wie Leeds United, Brentford FC (beide Championship), Charlton Athletic oder Swindon Town (3. Liga).

Bei Charlton Athletic wünscht man sich schon lange neue Besitzer:

Die Schlagzeile im Revolverblatt.

Dementi allenthalben

Nun will die «Sun» in Erfahrung gebracht haben, dass Red Bull ein Auge auf West Ham in der Premier League geworfen haben soll. Selbstredend sollten bei genannter Quelle sämtliche Alarmglocken läuten, doch die Übernahme des Traditionsvereins würde aus marketingtechnischer Sicht durchaus Sinn machen. Mit den Trikotrechten und denen am Vereins- und Stadionnamen wüssten die roten Bullen sicher etwas anzustellen, denn seit dieser Saison spielen die «Hammers» immerhin im Olympiastadion (neu: London Stadium) im Herzen der englischen Hauptstadt. 

FILE - This Aug. 3, 2012, aerial file photo shows the Olympic Stadium at Olympic Park, in London. The mayor of London  Wednesday Nov. 2, 2016 has ordered an investigation into the rising costs of converting the Olympic Stadium to a football venue that stages home games of Premier League club West Ham. The centerpiece for the London Games in 2012 has been transformed into a 60,000-seat multi-purpose venue at a cost of $400 million, about $60 million more than initially estimated. . (AP Photo/Jeff J Mitchell, File)

Im Stadion wurden 2012 die Leichtathletik-Wettbewerbe der Olympischen Sommerspiele ausgetragen. Bild: Jeff J Mitchell/AP/KEYSTONE

Ein Deal mit West Ham scheint zum jetzigen Zeitpunkt aber unwahrscheinlich, von beiden Seiten gab es Dementi zu vernehmen. «Es gibt keinerlei Überlegungen, West Ham United zu kaufen», lässt sich RB-Fussballchef Oliver Mitzlaff in der «Bild» zitieren. Und gegenüber der «BBC» gaben die Klubbesitzer an, nicht nach Investoren zu suchen.

Football - Manchester City v West Ham United - Barclays Premier League - Etihad Stadium - 19/9/15
West Ham co chairman David Sullivan with wife Eve Vorley and co chairman David Gold
Action Images via Reuters / Alex Morton
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Die West-Ham-Besitzer David Gold (l.) und David Sullivan mit dessen Frau Eve Vorley. Bild: Alex Morton/REUTERS

Das meint der Besitzer-Sohn:

Für Red Bull würde es allerdings auch keinen Sinn machen, West Ham zu kaufen. Die UEFA-Reglementarien untersagen es, mehrere Teams zu besitzen, die in der Champions respektive Europa League aufeinandertreffen könnten. Zulässig wäre eine Mehrheitseigentümerschaft, mit der die Markenpromotion auch bewerkstelligt werden könnte.

David Sullivan (51,1 Prozent) und David Gold (35,1 Prozent), die beiden amerikanischen Mehrheitsinhaber bei den «Irons», gaben in der Vergangenheit – noch ohne den Red-Bull-Kontext – an, bereit zu sein, Klubanteile abzugeben, um Schulden zu tilgen.

Fluch oder Segen?

Aber auch wenn es noch eine gewisse Zeit dauern dürfte, bis der Getränkeriese im englischen Fussball Fuss fassen kann, scheint dieser Schritt intuitiv. Gerade angesichts der weltweiten Popularität der Premier League und den TV-Milliarden, die dort ausgeschüttet werden, scheint es unmöglich, dass dies in der Strategieabteilung noch nicht zur Sprache gekommen ist.

Traditionalisten, die es auf der Insel zur Genüge gibt, dürfte dies sauer aufstossen. Doch wäre es für einen Klub wie West Ham – angesichts des Erfolgs von RB Leipzig in der Bundesliga – nicht vielleicht sogar eine Möglichkeit, den Anschluss an die Spitze wieder herzustellen?

Red Bull und die Premier League

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Alle Klubbesitzer in der Premier League

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Die Klubbesitzer der Premier League
quelle: epa/epa / will oliver
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