DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Berns Renato Steffen nach einer vergebenen Chance im Fussball Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Aarau, am Mittwoch, 29. April 2015, im Stade de Suisse Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

YBs Renato Steffen kann nicht fassen, was er gerade für eine Monsterchance liegen gelassen hat. Bild: KEYSTONE

«Veryoungboyst» at its best: YB-Stürmer versagen gleich doppelt und bringen die alten Oma-Sprüche wieder auf

Da wird der Hund in der Pfanne verrückt: Was die Berner Young Boys im Spiel gegen Aarau wieder einmal für Grosschancen vertändeln, ist schlicht unfassbar. Sogar für meine Oma.



Etwas «veryoungboysen» – ein ganz normales Verb aus dem Wörterbuch. Ok, aus jenem von Stupedia, aber immerhin. Gemäss Definition bedeutet es so viel wie:

Urheber dieses Verbs sind – wenn wundert's – die Berner Young Boys. Gestern haben die Hauptstädter im Spiel gegen Aarau wieder einmal «veryoungboyst», was das Zeug hält.

Der unangebrachte Konjunktiv

Nach dem frühen Rückstand gegen den auf dem Papier klaren Aussenseiter reichen YB zehn starke Minuten, um die Partie zu drehen. Und eine Viertelstunde vor Schluss bricht Gonzalo Zarate durch und könnte mit dem 3:1 alles klar machen – wobei der Konjunktiv hier eigentlich völlig unangebracht ist:

Animiertes GIF GIF abspielen

Zarate läuft alleine auf das Aarau-Tor zu und vollbringt das Kunststück, nur den Pfosten zu treffen. gif: srf

Doch noch ist die Chance nicht vorbei: Von hinten kommt Renato Steffen angebraust und erhält inmitten der scheinbar inexistenten Aarauer Abwehr die Chance, den Fehler seines Teamkollegen vergessen zu machen:

Animiertes GIF GIF abspielen

Steffen macht auf Bayern München und haut das Leder aus elf Metern unbedrängt über die Latte. gif: srf

«Den hätte sogar meine Oma gemacht!»

Und jedem Kommentator, jedem Tickerer im Land brennt nur ein Satz auf der Zunge, respektive unter den Fingern: «Den hätte sogar meine Oma gemacht!» Und tatsächlich: Wenn ich mir meine zwar bald 89-jährige, aber immer noch ziemlich rüstige Grossmutter an der Stelle von Zarate und Steffen vorstelle, würde ich ihr nicht weniger als eineinhalb Tore durchaus zutrauen.

Doch zum Leidwesen der Berner vergnügt sich meine Grossmutter gestern Abend mit ihrem Strickzeug. Im Stade de Suisse derweil bleibt der Sack offen und es kommt, wie es kommen muss: Das Tabellenschlusslicht markiert in der Nachspielzeit den Ausgleich, YB verschenkt zwei sichere Punkte.

Damit sind alle drei Punkte des «veryoungboysen» (teils mehrfach) erfüllt.

Da war doch was ...

Ein weiteres Leckerli aus der «veryoungboysen»-Kategorie hat sich übrigens erst kürzlich zugetragen: Vor drei Wochen im Spiel gegen Vaduz hat sich dabei fast die gesamte YB-Offensive blamiert:

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: srf

Schon gesehen? Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat

1 / 42
Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Arsenals «Invincibles» starten eine Serie von 49 Spielen ohne Pleite

7. Mai 2003: Niemand ahnt, welche Serie mit dem 6:1-Sieg von Arsenal über Southampton gestartet wurde. Die «Gunners» bleiben in 48 weiteren Premier-League-Spielen ungeschlagen und holen 2004 als «The Invincibles» ihren bislang letzten Meistertitel.

Die Arsenal-Fans verlassen das Highbury gut gelaunt. Robert Pires und Jermaine Pennant ist gegen Southampton jeweils ein Hattrick gelungen, das Heimteam feiert einen 6:1-Sieg. Doch niemand weiss, dass dieser Erfolg am Ursprung einer legendären Serie steht. 49 Meisterschaftsspiele in Folge wird Arsenal ungeschlagen überstehen und 2004 als ungeschlagenes Team Meister werden. Etwas, das zuvor nur Preston North End gelungen ist: als der Fussball laufen lernte, 1888/89.

Arsenals Serie beginnt in der …

Artikel lesen
Link zum Artikel