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Das kuriose Nicht-Tor von Basel – Karabach-Trainer wittert Verschwörung

Das Standbild zeigt: Der Ball war mindestens einen halben Meter hinter der Linie.
Das Standbild zeigt: Der Ball war mindestens einen halben Meter hinter der Linie.bild: screenshot srf

Das kuriose Nicht-Tor von Basel – Karabach-Trainer Qurbanov wittert Verschwörung

10.12.2021, 09:1710.12.2021, 12:59

Mit einem 3:0-Sieg gegen Karabach Agdam hat sich der FC Basel in der Conference League den Gruppensieg und damit die fixe Achtelfinal-Qualifikation gesichert. Matchwinner für das Team von Trainer Patrick Rahmen waren Doppeltorschütze Artur Cabral und Torhüter Heinz Lindner, der sein Team mit mehreren Glanzparaden immer wieder rettete.

Es hätte aber auch ganz anders laufen können: Denn nach 65 Sekunden war Lindner bereits ein erstes Mal geschlagen. Karabach-Flügel Ibrahima Wadji setzte sich auf der rechten Seite gegen FCB-Verteidiger Nasser Djiga durch, legte zur Mitte, wo Abdellah Zoubir völlig frei zum Abschluss kam. Sergio Lopez konnte zwar klären, der Ball hatte die Torlinie aber deutlich überschritten. Doch Schiedsrichter Fran Jovic gab den Treffer nicht und weil es in der Conference League keinen VAR und keine Torlinientechnik gibt, blieb der Entscheid bestehen.

Karabach-Trainer Qurban Qurbanov konnte es nach dem Spiel nicht fassen und witterte gar eine Verschwörung «In Zukunft erwarte ich noch weitere so krasse Fehlentscheidungen. Warum? Nun – ich habe einfach in den letzten Jahren festgestellt, dass oft kleinere und weniger bekannte Klubs von Fehlentscheidungen betroffen sind. Selten sind es die grossen», erklärte er gemäss «20 Minuten» nach dem Schlusspfiff. Er frage sich, was der Schiri für ein Herz habe. «Ich glaube nicht, dass er in dieser Nacht ruhig schlafen kann. Vom Schiri würde ich mir Fairplay wünschen.»

FCB-Goalie Heinz Lindner:

«Ich habe nicht gesehen, ob der Ball hinter der Linie war. (lacht) Keine Ahnung. Der Linienrichter hatte wohl eine schlechte Sicht auf die Situation. Ich habe versucht, mich so gross wie möglich zu machen, doch der Ball ging an mir vorbei. Hinter mir war noch Sergio – ob er den Ball von der Linie kratzt oder der Ball schon dahinter war, weiss ich jetzt nicht. Ich denke, vielleicht hätte man auch auf Tor entscheiden können. Glück für uns, Glück des Tüchtigen.»

Auch im Studio von «Blue Sport» staunte man über den krassen Fehlentscheid. «Entschuldigung, wenn ich lache», sagte Experte Daniel Gygax. «Ich weiss nicht, wo hier der Linienrichter steht. Natürlich ging es sehr schnell, aber auch die Zuschauer am TV sahen es, es war sofort klar.» (pre)

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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jonas der doofe
10.12.2021 10:39registriert Juni 2020
Wenn sie im Fussball nicht dauernd von Faiplay sprechen würden, wärs mir ja egal.
Aber da waren mindestens 3 Spieler von Basel absolut in der Lage, dem Schiri zu sagen, dass es ein Tor war.

Man stelle sich den Aufschrei hier vor, wenns umgekehrt gelaufen wär und das andere Team 3:0 gewonnen hätte.
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fandustic
10.12.2021 11:00registriert Juni 2021
Also zumindest die Torlinientechnologie dürfte man schon erwarten, was ja in dieser Situation gereicht hätte. Klar müssten es die Schiris sehen, aber mal ehrlich, schaut euch doch das „Foto“ an. Drei Spieler stehen im Tor, kurz davor steht Lindner, ein Spieler liegt auf der verlängerten Torlinie, zwei stehen noch im 5er Raum und irgendwo ist noch der Ball. Aus seinem Blickwinkel hat der Linienrichter wahrscheinlich nicht mal gesehen ob Lindner oder ein Spieler den Ball „abwehrte“. Dann liegt es halt am Schiri, aber wenn er nicht sicher ist, dann kann er das Tor niemals geben. Glück für Basel.
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PassierscheinA38
10.12.2021 11:26registriert April 2021
Also auch als FCB-Fan muss ich sagen: Das ist ein Skandal! Sowas darf nicht passieren!
Aber eben, Fehlentscheide passieren und sie sind bei einer Torfolge relevant. Aber ob der Fehlentscheid so offensichtlich oder nur knapp war, ist am Ende egal.
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