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Polizisten ueberwachen in Vollmontur den Bahnhof, vor dem Fussballspiel der Super League zwischen dem FC Aarau und dem FC Zuerich, am Samstag, 25. April 2015, in Aarau. In der Stadt Aarau steht eine Konfrontation zwischen den ausgesperrten Fans des FC Zuerich und der Polizei bevor. Die ersten Mitglieder der Zuercher Suedkurve sind bereits vor dem Bruegglifeld in Aarau. Auch die Polizei ist praesent. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Die Polizei verhaftete vergangenen Samstag auch Unbeteiligte.  Bild: KEYSTONE

Unbeteiligte verhaftet bei FC Aarau gegen den FC Zürich: Politiker kritisieren Vorgehen der Polizei

Beim Polizeieinsatz letzten Samstag in Aarau wurden auch Unbeteiligte festgenommen. Nun äussern sich erste Politiker kritisch zum Vorgehen der Polizei.



Ein Artikel der

Dass beim Polizeieinsatz letzten Samstag in Aarau auch Unbeteiligte festgenommen und mehrere Stunden festgehalten wurden, hinterlässt bei einigen Aargauer Sicherheitspolitikern «kein gutes Gefühl», wie es SP-Fraktionspräsident Dieter Egli ausdrückt. «Ich nehme zur Kenntnis, dass so ein Einsatz diese Gefahr mit sich bringt.» Dies sollte aber nicht die Regel werden. Für seinen Parteikollegen Flurin Burkard «dürfte dies eigentlich nicht vorkommen», lasse sich aber bei so einem Grosseinsatz wohl nicht ganz verhindern. 

Auch Andreas Senn, der Präsident der grossrätlichen Sicherheitskommission, hat Vorbehalte gegenüber dem rigorosen Vorgehen der Polizei: «Ich sehe keinen Grund, wieso Unbeteiligte für ein paar Stunden festgehalten werden sollen, wenn sie sich ausweisen können», sagt der CVP-Mann. Da müsste die Polizei genauer hinschauen und früher eine klare Triage machen. 

FDP-Grossrätin Jeanine Glarner hält es für «unschön» und «persönlich tragisch», wenn Unbeteiligte in ihrer Freiheit eingeschränkt wurden – aber das lasse sich bei so einem Einsatz nicht verhindern. Insgesamt stehen aber alle Sicherheitspolitiker hinter dem Polizeieinsatz – mit Ausnahme von SVP-Grossrat Daniel Wehrli, der grundsätzliche Kritik übt: «Solche Polizeieinsätze darf es nie mehr geben. Ich weiss nicht, was Urs Hofmann damit erreichen will.» Der Einsatz wäre übertrieben und die FCZ-Fans wären für die Polizei nur ein «gutes Übungsobjekt» gewesen.

Kein Problem mit dem Vorgehen der Polizei sieht der Aargauer Strafrechtsprofessor und SP-Mitglied Martin Killias: «Wie lange Personen festgehalten werden dürfen, ist vom Aufwand zur Abklärung der Identität und der Zugehörigkeit zur FCZ-Fangruppe abhängig.» In aussergewöhnlichen Situationen könne das mehrere Stunden dauern. (fam)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Marco31 03.05.2015 00:08
    Highlight Highlight Insgesammt wurden bei einer durchnittliche Freihetsberaubung von 3 Stunden pro Person also 37.5 Tage "gestohlen". Das finde ich eindeutig nicht OK.
  • Statler 02.05.2015 21:05
    Highlight Highlight «Den Einzelfall wollte die Kantonspolizei Aargau auf Anfrage nicht kommentieren. Sie verweist auf die laufende Analyse des Einsatzes und die Möglichkeit für betroffene Personen, eine Beschwerde einzureichen.»
    Sind das eigentlich mittlerweile die einzigen Statements, die man von offizieller Seite erhält, egal welche Frage man stellt?
    Irgendwie hat die Platte einen kräftigen Sprung.
  • sheimers 02.05.2015 12:50
    Highlight Highlight Im Herbst dürfen die betroffenen Lehrlinge zum ersten Mal Nationalräte wählen. Ich kann nur empfehlen das ernst zu nehmen und sich auf der Webseite admin.ch darüber zu informieren, was die bisherigen so treiben. Da gibt es welche die fürs Hooligankonkordat waren, solche die mehr Überwachung fordern, solche die die Menschenrechte abschaffen wollen, solche die uns vorschreiben wollen was wir anziehen dürfen. Und jetzt kommt die Pointe: Das sind meist die Gleichen. Also passt gut auf wen ihr wählt.
  • Angelika 01.05.2015 08:32
    Highlight Highlight «Ich habe keine Lust darauf, irgendwo als FCZ-Hooligan vermerkt zu sein.» ist noch nett ausgedrückt. Eine Frechheit wäre es.
    • Michel@sith 01.05.2015 18:09
      Highlight Highlight So wie Du dass schreibst würde es aber stimmen.
  • TschGadEis 30.04.2015 17:30
    Highlight Highlight Warum wird in der AZ eigentlich zwischen "Unbeteiligten" und FCZ-Fans unterschieden?! Alle 300 Festgenommenen haben nichts (!) verbrochen. Spielt doch keine Rolle wer verhaftet wird... es wurden alle ZU UNRECHT mitgenommen.
    • sheimers 02.05.2015 12:54
      Highlight Highlight Eben, ob Fan oder nicht ist nicht die Frage. Der Skandal ist, dass in der Schweiz schon auf blossen Verdacht hin die Persönlichkeitsrechte ausser Kraft gesetzt werden können. Ich sage nur wehret den Anfängen und wählt keine Politiker die unsere Rechte weiter einschränken wollen.
  • teXI 30.04.2015 17:27
    Highlight Highlight Man kann sich ja leider gegen diese "Verbrecher" in Uniform kaum mehr wehren... Es ist anscheinend ganz normal, dass Unschuldige stundenlang festgehalten werden, sogar eingesperrt und dann einfach mit dem Satz "zur falschen Zeit am falschen Ort" frei gelassen werden. Anscheinend nehmen wir das so gerne in Kauf in diesem demokratischen Land wo angeblich das Volk herrscht. Dies geschieht nicht nur bei Fussballspielen...
    • blueberry muffin 30.04.2015 18:38
      Highlight Highlight Ja gab Abstimmungen zu dem. Man hätte da vielleicht lieber Nein gestimmt und AL gewählt.
    • Devante 01.05.2015 10:50
      Highlight Highlight AL gewählt? Man sieht ja in der Stadt ZH wie es rauskommt mit dem Richi Wolff als Vorsteher des Polizeidepartementes.... der "Kessel von Zürich" vor einigen Wochen war eigentlich nicht wirklich viel weniger schlimm....

      DAS macht mir sorgen....
  • stiberium 30.04.2015 16:32
    Highlight Highlight Neue Situation für alle Beteiligten. Fehler wurden gemacht. Lehren daraus ziehen. Nächstes Mal besser machen.

    Wichtig! Dass eigentliche Problem nicht aus den Augen verlieren: Gewaltbereite oder Gewaltsuchende Fußballfans.
  • RFC 30.04.2015 16:19
    Highlight Highlight Mich wundert es, das es tatsächlich Leute gibt (hier in den Kommentaren), die diese Polizeiaktion verteidigen, sogar gutheissen.
    Irgendwas ist total verrutscht in diesem "Rechtsstaat" wenn solch ein gesetzwidriges Gebaren der Staatsmacht noch Applaus findet.
    • Lowend 30.04.2015 16:37
      Highlight Highlight Die rechten Kampfschreiber dürfen hier halt noch ungestört randalieren und ihren Hass und ihre Hetze verbreiten, weil Watsos eine sehr tolerante Zensurpolitik fährt. Ist ja auch gut so, denn so entlarven sie täglich ihre widerliche Fratze!
    • RFC 30.04.2015 17:25
      Highlight Highlight Tja Rhabarber
      Unrecht mit Unrecht zu begegnen bzw bekämpfen zu wollen macht das falsche nicht besser. Zumal man von Staatsorganen eine höhere Moral, und Rechtsempfinden annehmen dürfte.
    • Statler 02.05.2015 21:13
      Highlight Highlight @Rhabarber: Wenn Repression die einzige Antwort ist, die der Staat kennt, dann läuft etwas grundlegend schief. Es kann und darf nicht sein, dass man Leute einfach mal so präventiv einsperrt. Spätestens wenn man selbst in diese Mühle gerät, weil man «zur falschen Zeit am falschen Ort» war, sollte einem klar werden, dieses Vorgehen irgendwie nicht so toll ist.
      Und ja, ich finde prügelnde Fussballfans auch ein Unding, aber dieses unsägliche Hooligangesetz löst das Problem nicht...
  • Tom Garret 30.04.2015 00:24
    Highlight Highlight Ich hatte vor ca 8 Jahren ein ähnliches Erlebnis in Zürich und es ist wirklich eine schlimme Erfahrung. Du bist den Polizisten ausgeliefert und keiner hört dir zu oder hilft dir. Sie könnten praktisch machen was sie wollen und rechtlich belangen ist schwierig da sie sich ja decken können und man je nachdem keinen Zeugen hat... etwas das ich niemandem wünsche auch wenns nicht wirklich schlimm war. Diese Ohnmacht ist nicht witzig...
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 30.04.2015 00:22
    Highlight Highlight @Remo Hess: Wenigstens als Journi sollte man wissen, es heisst vor allem und nicht vorallem!! Auch wenn man dies als Zitat bringt. Der betreffende hätte es bestimmt richtig geschrieben! :)

    ... immerhin, irgendwann wurde auch bei der Polizei das Gehirn eingeschaltet. Schade, braucht es dazu so lange!
    • saukaibli 30.04.2015 09:22
      Highlight Highlight Noch zu wenig Korrinten gekackt heute? Ist die Rechtschreibung, die du ja immer perfekt beherrschst und nie einen Tippfehler machst, das einzige an dem Artikel das dich interessiert? (und bitte, bitte, bitte entschuldige, falls ich etwas falsch geschrieben habe, tut mir unendlich leid)
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 30.04.2015 10:29
      Highlight Highlight Kleiner Kampfhamster? Man darf von einem Journalisten erwarten, das er die Rechtschreibung beherscht! Dazu gibt es auch Programme und Unterstützung (F7 Taste). Ausserdem ist es ein Ausdruck von Qualität und Sorgfalt im Text. Sonst sind wir hier bald auf 20Min Niveau... und zum Text... Du hast den meinen fertig gelesen? Da findest was zum Inhalt. Hab auch keine schwierigen Wörtli benutzt.
    • Statler 02.05.2015 21:21
      Highlight Highlight @Peter Gasser: Wer im Glashaus sitzt... (sollte sich im Dunkeln ausziehen)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jarl Ivan 29.04.2015 22:18
    Highlight Highlight In Dubio Pro Reo
    Die alten Griechen würden sich schämen für diesen Rechtstaat.
    • one0one 30.04.2015 16:44
      Highlight Highlight Und doch hat er mit seinem Ventilator viel mehr cleveres erdacht/erschaffen als du es je in deinem Leben wirst.
      Nur weil dir nun jemand gesagt hat was ein Hirn ist macht dich das nicht schlauer als Sokrates ;)
  • TschGadEis 29.04.2015 21:22
    Highlight Highlight Üble Geschichte.

    ABER: Auch alle anderen (FCZ-Fans) sind ohne jegliche Gründe festgehalten worden! Eigentlich spielt es keine Rolle, ob man Fan ist, unterwegs an eine Geburtstagsparty oder ein RedBull am Kiosk kaufen wollte.

    Ohne ein Gesetz zu brechen festgenommen zu werden ist ein absoluter Skandal!
  • kuhrix 29.04.2015 21:14
    Highlight Highlight Das ist also dieses "Augenmass" welches sie immer versprochen haben. Ich wüsste nicht wie ich reagieren würde wenn mich die Polizei am Bahnhof zu Unrecht mit Kabelbinder fesseln würde. Hoffentlich hat das noch ein Nachspiel!
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 30.04.2015 06:23
      Highlight Highlight Augenmass der Polizei scheint sich auf eine Frage zu beschränken: sehe ich ihn?
    • saukaibli 30.04.2015 09:25
      Highlight Highlight Ich glaub ich würd ausrasten und hätte danach noch 100 Anzeigen wegen Beleidigung am Laufen. Bin eigentlich ein friedliebender Mensch, aber in so einer Situation, bei so einer ungerechten Behandlung, würde ich austicken.
    • TJ Müller 30.04.2015 11:38
      Highlight Highlight saukaibli, du bist nicht der Einzige, der als Unschuldiger so reagieren würde, sondern eher der Normalfall. Doch dann steht am nächsten Tag in der Zeitung: "Renitenter Fan wiedersetze sich Verhaftung." Und du bekommst noch eine Busse wegen "Nichtbefolgen einer polizeilichen Anweisung." Unabhängig ob die Verhaftung rechtens war oder nicht, teuer wirds sowieso wenn die Polizei ein Auge auf dich geworfen hat. Siehe zB den Fall Klaus Rózsa.
  • MyAnusIsBleeding 29.04.2015 20:07
    Highlight Highlight Mmmh, das Ganze ist irgendwie eine Gradwanderung. Wenn wir Sicherheit wollen, müssen wir einen Teil unserer Freiheit abgeben. Dass dann nicht alles zu 100% sauber läuft ist im Umgang mit Menschen nur logisch. Woher sollen die Polizeibeamten in diesem Moment wissen, ob Pascal die Wahrheit sagt? "Jeder Mensch lügt". Ich kann aber auch Pascal voll und ganz verstehen. Meinereiner würde sich wohl in so einer Situation mit Hand und Fuss wehren. Allein schon der Gedanke mit Kabelbinder auf Grund einer Vermutung gefesselt zu werden. Besser schon vorher einen grossen Bogen um solche Aktionen machen.
    • Devante 29.04.2015 21:00
      Highlight Highlight Es war ja nie die Rede davon, dass Fans nicht nach Aarau reisen durften, einzig das Betreten des Gästesektors im Stadion von Aarau war verboten. Von daher muss man doch wohl noch nach Aarau reisen dürfen - solange man sich nichts zu schulden lässt muss man in einem Rechtsstaat auch nichts befürchten. Aber eben, in Aarau wurde mal eben kurzerhand die Bundesverfassung und die rechte der Bürger von der Polizei und der politischen Entscheidern ausser Kraft gesetzt für nichts und wieder nichts. DAS ist der eigentliche Skandal!!!!
    • MyAnusIsBleeding 30.04.2015 00:09
      Highlight Highlight Das schon am Bahnhof kontrolliert und festgenommen wurde kommt nicht von irgendwoher. Aber wie schon geschrieben, dass auch Unschuldige daran glauben mussten, das ist kacke. Bin ich völlig Deiner Meinung.
      Das ist auch ein Grund, wieso ich Menschenmassen bei solchen Events aus dem Weg gehe. Auch wenn ich nichts getan, es mich dies nichts angeht und ich ein reines Register habe. Hier baut sich in der Masse schnell eine Spannung auf, ob man will oder nicht. Sei es auf Seiten der Fans oder der Polizei. Ein falscher Moment zum dümmsten Zeitpunkt reicht da schon damit es ausser Kontrolle gerät.
    • one0one 30.04.2015 16:48
      Highlight Highlight So von wegen Sicherheit kostet Freiheit, ich erwähne mal den Patriot Act! Was und Menschen in den letzten Jahren alles Verboten wurde unter dem Deckmantel der Sicherheit ist erschreckend. Da sollte eigentlich bei jedem die Alarmglocken klingeln!
      Habt ihr etwa Angst in der Schweiz? Natürlich sind alle Gewaltakte zu verurteilen. Aber zu welchem Preis? Den meiner Freiheit? Sicher nicht! Denn in relation zu Sport oder Verkehr ist das Leben in der Schweiz sowas von sicher!
  • crazyfuffi 29.04.2015 19:57
    Highlight Highlight Da ist die Polizei einfach komplett am Ziel vorbeigeschossen und ist jetzt auch noch zu Stolz zuzugeben, dass sie komplett unverhältnismässige und übertriebene Massnahmen angewendet haben.

    Zum Glück gibt es einige, die sich wehren und ich hoffe, dass diese mit einer Klage Erfolg haben werden. Auch erhoffe ich mir in Zukunft etwas mehr Augenmass und gesunden Menschenverstand der Einsatzleiter UND eine öffentliche Entschuldigung.

    Solche Verhältnisse sind für einen Rechtsstaat nicht akzeptabel.
  • Pisti 29.04.2015 19:24
    Highlight Highlight Ich bin zwar kein Jurist, aber eine Beschwerde ist doch lächerlich. Kann man da nicht eine Anzeige wegen Freiheitsberaubung machen ? Gegen die Polizei wohl kaum, aber gegen den Verantwortlichen der Aktion, das dürfte dann wohl der Sicherheitsdirektor sein.
  • jk8 29.04.2015 19:22
    Highlight Highlight Watson, da steht immer wieder "Aargauer Zeitung". Heisst das, dass der Artikel von der AZ kommt oder dass er in zusammenarbeit mit dieser Entstand?
    Oder ist es Werbung?
    • Claudio Gagliardi 29.04.2015 20:00
      Highlight Highlight Wir haben eine Kooperation mit der AZ. Da wandern immer mal wieder Artikel hin und her.
  • _mc 29.04.2015 19:16
    Highlight Highlight forderungen bitte z.H. den hirnlosen fussballfans. ohne diese wären dort keine vollmontierten bullen gewesen..
    • Ragazzo_ZH 30.04.2015 11:51
      Highlight Highlight Die "hirnlosen fans" die dort waren haben sich friedlich verhalten, und kein einziges geltendes Gesetz der Schweiz missachtet.
      Das kann man von der Polizei nicht behaupten.
      Als Schweizer Bürger ist es mein gutes Recht nach Aarau zu fahren, und zwar wenn es mir passt.

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