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600 Kilometer in 96 Stunden – Läufer Saatçi verfehlt Ziel

Der erschöpfte Arda Saatçi.
Der erschöpfte Arda Saatçi.Bild: Instagram

600 Kilometer in 96 Stunden – Läufer Arda Saatçi verfehlt sein Ziel

09.05.2026, 21:0209.05.2026, 21:23

In 96 Stunden 600 Kilometer zurücklegen: Dieses ambitionierte Ziel hat der junge Berliner Läufer Arda Saatçi nicht erreicht. Am Ende schaffte er bei seinem Lauf in den USA innerhalb dieser Zeit gut 458 Kilometer – also rund 142 Kilometer weniger als benötigt, wie aus einem Livestream hervorging.

Nach Ablauf der 96 Stunden zeigte er sich enttäuscht und zugleich kämpferisch: Er habe sein Bestes gegeben und werde niemals aufgeben, sagte er. Im Gehen kündigte er an, die Sache zu Ende zu bringen, egal wie. Demnach will er bis zum Santa Monica Pier nahe Los Angeles weiterlaufen.

Millionen Follower

Den Lauf des 28-Jährigen schauten sich via Stream Tausende Menschen live an. Sie feuerten ihn an und fieberten mit dem Athleten mit. Dem Extremsportler folgen allein auf Youtube rund 1,3 Millionen Menschen, auf Instagram hat er rund 1,7 Millionen Follower.

In einem Post auf Instagram hatte er angekündigt, dass er in Badwater Basin im Death Valley in Kalifornien starte. Danach war der Plan, in Richtung Los Angeles zu laufen.

Bei dem Lauf des jungen Berliners wirkt ein riesiges Team mit. Es gibt Läufer, die sich im Schichtdienst abwechseln und Saatçi beim Laufen filmen. Ein Physiotherapeut kümmert sich um den geschundenen Körper Saatçis. Freunde und Bekannte leisten moralischen Beistand. Vor dem Lauf hatte sich der Extremsportler mit einer riesigen Menge an Lebensmitteln eingedeckt.

Neben Schlafmangel und den körperlichen Schmerzen macht dem Läufer vor allem die Hitze entlang der Laufstrecke zu schaffen. Am 15. Mai wird Saatçi in seiner Heimat Berlin erwartet. (sda/dpa)

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Der Lette
09.05.2026 22:31registriert Juni 2024
Wenn es ihn glücklich macht, soll er es versuchen. Er tut ja niemandem weh, ausser sich selber vielleicht.
Für mich ist Glück eher zusammen mit Freunden ein Glas Rotwein trinken und eine gemütlichen Abend geniessen.
So sind die Menschen verschieden.
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NoMar
09.05.2026 23:05registriert Februar 2015
Verstehe den Hype um dieses Projekt nicht ganz. Vor einem Monat ist beim „The Speed Project“ etwa die gleiche Strecke in ungekehrter Richtung in 67h (schnellster Mann) und 78h (schnellste Frau) gelaufen worden.
Aber ist hier wohl einfach durch Red Bull so künstlich aufgeblasen worden…
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versy
09.05.2026 21:28registriert Januar 2017
Er weiss schon, dass selbst damals der Läufer der die Siegnachricht von Marathon überbracht hat tod zusammengebrochen ist? jaja ich weiss, anderes Jahrtausend 😜
Obelix würde sagen: Die spinnen, die Läufer von Heute.
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